Golden States Superstar liefert in seiner Geburtsstadt Charlotte vergeblich ein Feuerwerk. Die Trail Blazers bleiben spitze.

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Von Eric Böhm

München - Auch ein fantastischer Auftritt von Stephen Curry hat die Golden State Warriors nicht vor einer bitteren Auswärtsschlappe bewahrt.

Trotz 43 Punkten und neun Assists ihres Superstars verloren die Kalifornier bei Michael Jordans Charlotte Bobcats mit 111:115 (41:53).

"Dieses Spiel tut richtig weh", haderte Curry. Im Februar hatte er bei einer Niederlage sogar 54 Punkte markiert (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Curry lobt Walker

Curry lieferte sich in seiner Heimatstadt - Vater Dell spielte jahrelang bei den alten Hornets und ist jetzt TV-Experte für die Bobcats - in der zweiten Hälfte ein Privatduell mit Kemba Walker.

Der Spielmacher der Bobcats sammelte 27 seiner 31 Zähler nach der Pause und hielt sein Team damit in Führung.

"Hey Mann, der Junge hat am Ende ein Big Play nach dem anderen hingelegt. Er kam immer wieder zum Korb und hat sie immer ein paar Punkte vor uns gehalten", lobte Curry.

Monster-Viertel durch Curry

In seinem furiosen Schlussabschnitt glich der Weltmeister von 2010 mit zwei seiner 19 Punkte zum 88:88 aus, ehe sich die Gastgeber wieder absetzten.

"Steph spielt in dieser Saison spektakulär. Er spielt an jedem Abend so, als wäre er der beste Spieler auf dem Court, und meistens ist er das auch. Er ist auf dem Weg zum abgebrühtesten Spieler auf dem Planeten", lobte Warriors-Coach Mark Jackson.

Nicht auszudenken, was Curry für einen Abend hingelegt hätte, wären in der ersten Hälfte mehr als drei seiner zwölf Würfe gefallen ( 819295 DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche ).

Bobcats auf Playoff-Platz

Die 15 Ballverluste und eine schwache Abwehrleistung ließen Golden State über das gesamte Spiel hinterherlaufen. Mehr als das 109:111 durch Curry elf Sekunden vor Schluss war aber nicht drin.

Durch Walkers vier Freiwürfe in den finalen elf Sekunden brachten die Bobcats ihren zehnten Saisonsieg jedoch unter Dach und Fach, damit fehlen ihnen nur noch elf zu ihrer Ausbeute in der gesamten vergangenen Saison (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Es hat Spaß gemacht. Jeder weiß, dass Steph einer der besten Spieler der Liga ist. Ich liebe es, gegen die besten Jungs anzutreten. Wir haben gewonnen. Das ist am wichtigsten", jubelte Walker.

Die Warriors fielen mit ihrer zehnten Niederlage auf Rang neun der Western Conference zurück und empfangen in der Nacht auf Donnerstag Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks (ab 4.30 Uhr LIVESCORES).

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Utah Jazz - Portland Trail Blazers 94:105

Die Portland Trail Blazers zeigten sich von der Pleite gegen die Mavericks (Bericht) gut erholt und verteidigten durch das 105:94 (51:45) bei den Utah Jazz Rang eins im Westen.

Forward LaMarcus Aldridge ragte mit 24 Punkten heraus. Ein Spaziergang war es aber nicht. Erst Point Guard Damian Lillards (18) Dreier zum 103:92 machte alles klar.

"Du spielst für 22, 23 Sekunden richtig gute Defense und sie hauen dir so verrückte Würfe rein. Das ist schon bitter", meinte Utahs Enes Kanter

Sloan wird geehrt

Der türkische Center sammelte 19 Zähler für die Jazz, die im 23. Spiel ihre 19. Niederlage kassierten.

An bessere Zeiten wird am 31. Januar erinnert. Dann wird der langjährige Coach mit einem Banner unter dem Dach der heimischen Arena geehrt. Sloan sammelte zwischen 1988 und 2011 insgesamt 1127 Siege.

Philadelphia 76ers - Los Angeles Clippers 83:94

Die Los Angeles Clippers setzten sich mit 94:83 (44:36) bei den Philadelphia 76ers durch. Blake Griffin (26 Punkte) und DeAndre Jordan (21 Rebounds) waren die besten Akteure (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

"Es läuft immer noch nicht rund. Wir müssen weiter an uns arbeiten", betonte Chris Paul, der 25 Zähler sowie 13 Assists beisteuerte.

Die Sixers vermissten ihren Super-Rookie Michael Carter-Williams. Der Point Guard fehlt seit drei Partien wegen einer Hautinfektion am Knie. Evan Turner (25 Punkte) war ihr bester Schütze.

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