Kevin Durant (r.) führt die NBA mit durchschnittlich 28,9 Punkten pro Spiel an © getty

Die Thunder dominieren das beste der NBA dank des Topscorers und seines genialen Partners. James und Allen führen Miami zum Sieg.

Von Eric Böhm

München - Kevin Durant hat dem besten Team der NBA die Grenzen aufgezeigt.

Der Superstar führte die Oklahoma City Thunder mit 36 Punkten zum eindeutigen 118:94 (56:37) über die Indiana Pacers, die erst ihre dritte Saisonniederlage kassierten (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Gegen die Besten musst du immer ein klein bisschen mehr bringen. Ich denke, das ist uns heute sehr gut gelungen. Ich bin aber dankbar für die Möglichkeit, spielen zu dürfen - egal gegen wen", sagte "Durantula".

Blitzstart von Durant

Bereits in der ersten Hälfte erspielten sich die entfesselten Thunder einen Vorsprung von 36 Punkten. Durant, der auch noch zehn Rebounds verbuchte, wurde von Russell Westbrook (26 Zähler, 13 Assists) wirkungsvoll unterstützt (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

Gemeinsam nahmen sie die sonst so sattelfeste Abwehr der Gäste von Anfang an wieder auseinander. Durant traf sechs seiner ersten sieben Würfe und erzielte 14 von 18 Thunder-Punkten.

"Wir können jeden in dieser Liga schlagen. Das wussten wir auch schon vorher, aber es tut gut, wenn du es in so einem Spiel beweisen kannst", betonte Westbrook

Gleichauf mit den Spurs

Oklahoma City traf 61 Prozent seiner Würfe (beste Quote der Saison) und blieb daheim auch im zehnten Spiel ungeschlagen.

Mit 15 Siegen und vier Niederlagen steht gleichauf mit San Antonio Rang zwei in der Western Conference zu Buche (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Indianas bester Scorer Paul George erzielte 26 seiner 32 Punkte erst nach der Pause, da war die Entscheidung jedoch längst gefallen.

Jetzt warten die Heat

Den Pacers war der Reisestress und Kräfteverschleiß anzumerken. Tags zuvor hatten sie bei den Spurs (Bericht) einen Sieg erkämpft ( 816473 DIASHOW: Die Bilder der 6. NBA-Woche ).

"Ich würde nicht sagen, dass wir müde Beine hatten. Die Thunder wussten aber, was wir hinter uns hatten und haben uns gleich richtig getestet", meinte George.

Leichter wird es nicht. Nach nur einem Tag Verschnaufpause kommt Meister Miami zum Ost-Gipfel nach Indiana (Mi., ab 1 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Detroit Pistons - Miami Heat 95:110

Die Miami Heat fuhren einen 110:95 (59:53)-Erfolg bei den Detroit Pistons ein. MVP LeBron James sammelte für den Meister 24 Punkte und neun Assists.

Für den geschonten Dwyane Wade sprang Routinier Ray Allen mit 18 Zählern in die Bresche. Ein 13:2-Lauf im dritten Viertel zum 74:57 brach den Widerstand der Gastgeber.

"Sie haben uns in Miami ziemlich klar geschlagen. Das wollten wir ihnen natürlich heute richtig zurückzahlen", sagte James. Vor einer Woche hatten die Pistons in Florida gesiegt.

"Wissen und Handeln sind verschiedene Sachen"

Detroits bester Akteur war der junge Center Andre Drummond (19 Punkte, 14 Rebounds). Nach vier Partien riss jedoch die Erfolgsserie der Truppe aus Michigan.

"Wir wussten, sie würden heiß sein. Wissen und Handeln sind gegen dieses Team aber zwei völlig verschiedene Sachen", sagte Pistons-Coach Maurice Cheeks.

Houston Rockets - Orlando Magic 98:88

Dwight Howard gewann mit den Houston Rockets das Duell gegen sein altes Team. Die Orlando Magic hatten beim 88:98 (38:52) nie eine echte Chance.

Howard schaffte 20 Punkte sowie 22 Rebounds. James Harden steuerte 27 Zähler und zehn Assists bei.

"Ich wollte einfach nur den Sieg. Ich war ein bisschen spät dran und habe ein schlechtes Beispiel gegeben", sagte Howard. An seinem 28. Geburtstag war er zu spät zum Aufwärmen gekommen.

Vucevic schmerzlich vermisst

Die Magic machten ihre fünfte Niederlage in Folge am Ende noch etwas knapper, mehr war nicht drin. Das Fehlen des Centers Nikola Vucevic (Knöchelverletzung) machte sich gegen Howard noch stärker bemerkbar.

"Wir haben einfach nicht gut gespielt. Es geht nicht so sehr um Würfe, als um die Verteidigung. Jeder muss seine Verantwortung wahrnehmen, sonst wird es eine lange Saison", meckerte Glen "Big Baby" Davis (18 Punkte).

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