James Harden (r.) gewann mit den USA 2012 in London Olympiagold © getty

Houston untermauert gegen die Warriors eindrucksvoll seine Titelambitionen. Korver gelingt für die Hawks ein furioser NBA-Rekord.

Von Eric Böhm

München - Die Houston Rockets haben ihre Stellung als Titelkandidat erneut in beeindruckender Manier untermauert.

Gegen die ebenfalls hochgehandelten Golden State Warriors gewannen die Texaner souverän mit 105:83 (61:37) und feierten den 14. Saisonsieg im 21. Spiel (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Olympiasieger James Harden war dank 34 Punkten der überragende Mann auf dem Parkett. Center Dwight Howard steuerte 22 Zähler sowie 18 Rebounds bei (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

"Das ist unser Ziel. Wir werden nur erfolgreich sein. Nur wenn wir aggressiv verteidigen, kommen wir in unsere Schnellangriffe und können den Gegner unter Druck setzen", erklärte Harden.

McHales Taktik geht auf

Tatsächlich war der Schlüssel zum Erfolg die robuste Abwehr der Texaner, die vor allem Golden States gefährliche Distanzschützen kontrollierte.

"Sie sind tough und haben eine gute Dreierquote. Wir wollten Druck machen, um sie nicht aus ihrem Rhythmus werfen zu lassen. Dann sind sie besonders gefährlich", betonte Coach Kevin McHale ( 816473 DIASHOW: Die Bilder der 6. NBA-Woche ).

Die Warriors trafen nur zwei ihrer 16 Dreier. Der starke Shooting Guard Klay Thompson verfehlte seine vier Versuche und schaffte im Duell mit Harden ganze fünf Pünktchen.

Warriors von Beginn an chancenlos

Die Rockets führten bereits nach dem ersten Viertel (31:12) zweistellig und ließen Golden State nie näher als auf zwölf Punkte herankommen.

"Unsere Starter haben einen schwachen Job gemacht. Sie haben es verpasst, am Anfang ein Zeichen zu setzen. Houston hat viel mehr investiert und mit großer Macht gespielt", bilanzierte Warriors-Coach Mark Jackson.

Die Gäste, die nach wie vor ohne Andre Iguodala (Oberschenkelzerrung) auskommen müssen, hatten in Steph Curry (22 Zähler) ihren besten Schützen.

Curry sauer

Weniger Punkte als im ersten Viertel machten die Kalifornier in der gesamten Saison noch nicht. Nach bereits neun Niederlagen steht nur Rang acht im Westen zu Buche.

"Wenn wir zu Beginn nicht treffen, tendieren wir dazu, uns davon runterziehen zu lassen. Darunter leidet auch unsere Verteidigung. Der Gegner zieht daraus Selbstvertrauen", haderte Curry.

Selbst die nach wie vor angeschlagen fehlenden Jeremy Lin (Knieprobleme) und Ömer Asik (Oberschenkelverletzung) vermisste Houston nicht.

Forward Chandler Parsons war nach Rückenbeschwerden wieder dabei. Die Rockets kletterten nach zuvor zwei Pleiten wieder auf Rang vier der Conference (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Atlanta Hawks - Cleveland Cavaliers 108:89

Die Atlanta Hawks schlugen derweil die Cleveland Cavaliers 108:89 (63:43). Beim Team des in die D-League abgeschobenen Rookies Dennis Schröder sorgte Kyle Korver für einen NBA-Rekord.

Der Flügelspieler schaffte auch im 90. Spiel in Folge einen Dreier und überbot damit die alte Bestmarke von Dana Barros (89) aus dem Jahr 1996.

"Endlich ist es geschafft! Ich muss mich bei allen Coaches und Mitspielern während der Serie bedanken. Es ist ein Produkt guten Teambasketballs", blieb Korver bescheiden.

Schröder debütiert in der D-League

Center Al Horford (22 Punkte, 9 Rebounds, 2 Steals, 2 Blocks) war Atlantas auffälligster Akteur. Die Verteidigung hielt Cavs-Star Kyrie Irving ohne Zähler.

"Bei uns muss jetzt etwas passieren. Es wird nicht plötzlich Superman bei uns in der Kabine vorbeischauen und alles regeln", warnte Clevelands Topscorer Dion Waiters (30 Punkte).

In seinem ersten Spiel in der D-League gegen die L.A. D-Fenders erzielte Schröder übrigens für Bakersfield Jam in 31 Minuten neun Zähler.

Portland Trail Blazers - Utah Jazz 130:98

Die Portland Trail Blazers verteidigten durch das 130:98 (67:56) über die Utah Jazz die Spitze in der Western Conference und stellten mit 17 Dreiern eine neue Teambestmarke auf.

Die Quote von fast 74 Prozent (17 von 23) ist zudem NBA-Rekord für ein Spiel mit mehr als 20 Würfen aus der Distanz.

"Wir sind richtig heiß", sagte Topscorer Wes Matthews (24 Punkte). Portland gewann 15 seiner vergangenen 16 Partien.

Utah konnte bisher nur ein Auswärtsspiel für sich entscheiden und blieb schlechtestes Team der Liga. "Wenn du einmal 40 und einmal 39 Punkte in einem Viertel abgibst, ist das, als wärst du nicht einmal auf dem Court. Das ist frustrierend", stöhnte Utahs Trainer Tyrone Corbin.

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