Die Bilder der 6. NBA-Woche... © getty

Die Chicago Bulls nehmen die Heat auseinander, Carlos Boozer dominiert die Zone. LeBrons' Soloshow ist für Miami zu wenig.

Von Florian Pertsch

München/Chicago - Die Chicago Bulls haben dem NBA-Champion Miami Heat eine ordentliche Abreibung verpasst und mit 87:107 (44:58) die zweite Niederlage in Serie verabreicht.

Ohne den verletzten NBA-Superstar Derrick Rose trumpfte bei Chicago vor allem Carlos Boozer auf, der nach der Schweigeminute für Südafrikas verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela 27 Punkte ablieferte.

Center Joakim Noah kam mit 17 Punkten und 15 Rebounds auf ein starkes Double-Double. Luol Deng erzielte 20 Punkte und verwandelte 4 seiner sieben Dreier (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Noah trauert Rose nach

"Unser Team hat diesen Sieg so sehr gebraucht", gab Noah zu Protokoll: "Wir haben in den letzten Wochen viel durchmachen müssen. Es ist sehr schwer, ohne Derrick zu spielen. Viele lieber würde ich mit ihm gewinnen."

Bei Miami, das weiter ohne Dwyane Wade auskommen muss, überzeugte lediglich LeBron James mit 21 Punkten ( 816473 DIASHOW: Die Bilder der 6. NBA-Woche ).

Die deutliche Niederlage gegen Chicago war die zweithöchste, die Miami mit James auf dem Feld hinnehmen musste.

Spoelstra ist mächtig angefressen

Miamis Coach Erik Spoelstra war anschließend ziemlich sauer und wollte seine Spieler nicht so einfach davonkommen lassen.

"Wir können diese Niederlage nicht einfach weglächeln. Wir müssen uns das ganz genau ansehen. Chicago konnte machen, was es wollte", schimpfte Spoelstra

Die Heat verlieren durch die Pleite weiter an Boden auf die topplatzierten Indiana Pacers (17-2), die nun bereits drei Siege mehr auf dem Konto haben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Drama hat uns wachgerüttelt

Chicago steht mit einer Bilanz von acht Siegen bei bereits neun Niederlagen auf Rang sieben der Eastern Conference, doch die Verletzung von Rose war nach Ansicht von Taj Gibson ein echter Weckruf.

"Dieses Drama hat uns wach gerüttelt", erklärte Gibson: "Wir sind wie eine große Familie, solche Ereignisse sind einfach sehr hart."

Durchgerüttelt wurden auch die Heat unter den Körben (VOTING: Wählen sie Dirk Nowitzki ins All-Star Game).

Klarer Reboundvorteil

Chicago griff sich 49 Rebounds, Miami brachte es nur 27.

"Wir waren nie ein besonders gutes Rebound-Team, aber meistens konnten wir es ausgleichen", erklärte James: "Vielleicht hat unser Einsatz nicht gestimmt, vielleicht war es auch was anderes. Trotzdem müssen wir weiter hart arbeiten und versuchen uns den Ball zu holen."

James nahm sich typischerweise zu allererst selbst in die Pflicht.

Birdman fehlt gegen Bulls

"Ich werde mein bestes geben, um noch mehr Rebounds zu holen", gibt sich der viermalige MVP pflichtbewusst: "Es kommt aber auch auf unser Teamwork an. Wir haben keinen Kevin Love oder Dwight Howard in der Mannschaft."

Ohne Center Chris Andersen, der aus persönlichen Gründen nicht am Spiel gegen die Bulls teilnehmen konnte, verschlimmerten sich Miami schlechte Rebound-Bilanz zusätzlich.

Im nächsten Auswärtsspiel in der Nacht auf Samstag wird der "Birdman" zurückerwartet gegen die Minnesota Timberwolves zurückerwartet.

Chicago empfängt zeitglich die Detroit Pistons.

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