Chris Bosh ist der beste Scorer in der Historie der Toronto Raptors © getty

Mit drei Treffern in 79 Sekunden sichert Bosh dem Meister gegen Charlotte den zehnten Sieg in Folge. Lakers und Knicks verlieren.

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Von Eric Böhm

München - Chris Bosh hat die Miami Heat vor einer großen Blamage bewahrt.

Innerhalb von 79 Sekunden versenkte er drei Dreier und verhalf dem Titelverteidiger so zum hauchdünnen 99:98 (47:48)-Heimerfolg über die Charlotte Bobcats (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Nie zuvor hatte er auch nur in einem Viertel so oft aus der Distanz zugeschlagen. "Es ist einfach passiert. Ich war offen und habe den Ball, wie unser alter Mitspieler Mike Miller immer sagt, fliegen lassen", jubelte Bosh.

Starker Endspurt

Charlotte hatte dank der Topleistung des Aufbauspielers Kemba Walker (27 Punkte) lange geführt, ehe Boshs Ausbruch das Blatt noch wendete. Der Forward sammelte 22 Zähler und neun Rebounds.

"Chris war ganz stark. Als er den ersten und den zweiten Dreier getroffen hatte, war klar, dass er den dritten auch nimmt", lobte Coach Erik Spoelstra ( 813125 DIASHOW: Die Bilder der 5. NBA-Woche ).

Mit 38 Punkten im letzten Viertel gelang den Heat doch noch ihr zehnter Sieg in Folge. MVP LeBron James steuerte ultra-effektive 26 Punkte mit nur 13 Würfen bei.

Bobcats überzeugen

Michael Jordans Bobcats konnten einem schon leid tun. Ihre mit Abstand beste Saisonleistung wurde nicht belohnt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Vor allem in der Verteidigung kontrollierten sie den Meister und führten nach drei Vierteln noch 73:61.

"Es ist enttäuschend, weil wir eigentlich klar besser waren. Aber am Ende haben sie in zwei, drei Aktionen gezeigt, warum sie der Champ sind", haderte Charlottes Gerald Henderson.

Rekord für Wade

Als James acht Minuten vor Schluss wieder rein kam, fingen die Heat Feuer. Seine Rückenprobleme aus dem Spiel in Toronto waren jedenfalls kein Faktor mehr.

"Ich glaube, wir haben in diesem Spiel gar nicht viel falsch gemacht. Sie haben einfach viele richtig schwierige Würfe getroffen. In so einem Spiel musst du dich durchbeißen", meinte James.

Eine interessante Marke erreichte Dwyane Wade schon vor der Pause. Mit seinem 676. Block stellte er einen NBA-Rekord für Spieler mit einer maximalen Körpergröße von 1,93 Meter auf.

Damit übertraf "Flash" Dennis Johnson. Der Celtics-Star der 80er Jahre hatte für seine 675 Blocks 1100 Spiel benötigt - Wade schaffte es in 679.

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Los Angeles Lakers - Portland Trail Blazers 108:114

Die Los Angeles Lakers verloren dagegen ohne den nicht eingesetzten Chris Kaman gegen die Portland Trail Blazers mit 108:114 (50:53).

Damit schloss Überraschungsteam Portland (14:3) sogar zu West-Spitzenreiter San Antonio auf. LaMarcus Aldridge (27 Punkte) und Spielmacher Damian Lillard (26) ragten heraus (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

"Wir müssen noch viel konstanter werden. Wenn es gut läuft, neigen wir dazu, nachzulassen. Das wäre heute fast schiefgegangen", sagte Jungstar Lillard.

Gasol ganz schwach

Tatsächlich verspielten die Blazers zu Beginn des Schlussviertels einen 20-Punkte-Vorsprung, ehe Dreier durch Lillard und Wes Matthews nach dem 98:99-Anschluss der Lakers doch noch den Auswärtssieg sicherstellten.

In ihrem möglicherweise letzten Spiel ohne Kobe Bryant, sein Comeback winkt am Freitag gegen Sacramento, hatten die Lakers nur noch neun topfite Spieler. Point Guard Jordan Farmar vergrößerte das Lazarett mit einer Oberschenkelverletzung.

"Es bringt nichts, zu jammern. Wir müssen weiterkämpfen", betonte Xavier Henry, der mit 27 Zählern herausstach. Pau Gasol traf dagegen im Duell mit Aldridge nur drei von 15 Würfen.

New York Knicks - New Orleans Pelicans 99:103

Die New York Knicks kassierten beim 99:103 (49:44) gegen die New Orleans Pelicans ihre neunte Niederlage hintereinander.

Da halfen auch Carmelo Anthonys Double-Double (23 Punkte, 10 Rebounds) und die persönliche Bestleistung von Rookie Tim Hardaway Jr. (21 Zähler) wenig.

"Neun hintereinander, acht hintereinander, was auch immer, wir müssen es endlich hinbekommen, Spiele zu gewinnen", meckerte Anthony.

Die Pelicans verloren ihren Jungstar Anthony Davis wegen eines Knochenbruches in der linken Hand. Es ist unklar, wie lange er fehlen wird. Ryan Anderson sprang mit 31 Punkten ein.

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