Indiana lässt sich auch von der Highlight-Fabrik nicht aufhalten und stellt Nowitzkis Startmarke ein. Ein Clipper fällt aus.

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Von Eric Böhm und Dean Walle

Los Angeles/München - Die Indiana Pacers haben ihren beeindruckenden Saisonstart auch an der Westküste fortgesetzt.

Das aktuell beste Team der NBA setzte sich bei den Los Angeles Clippers mit 105:100 (53:47) durch und feierte im 17. Saisonspiel den 16. Erfolg (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Selbst ein fast völlig verspielter Vorsprung gegen die Highlight-Fabrik der Liga brachte Indiana nicht aus der Ruhe. "Wir sind die beste Abwehr der Welt und vertrauen unseren Fähigkeiten", betonte Coach Frank Vogel.

Effizienz im Spurs-Stil

Die mentale Stabilität ist vielleicht die größte Qualität dieses Teams. Sie ziehen unbeirrt ihren Stil durch und zermürben die Gegner mit ihrer knochentrockenen Effizienz im Stil der Meisterteams der San Antonio Spurs.

Im dritten Viertel setzten sich die Pacers dank eines 13:3-Laufes auf 74:60 ab. Forward David West markierte 14 seiner 24 Punkte in dem Abschnitt. All-Star Paul George (27 Zähler) war bester Scorer Indianas ( 813125 DIASHOW: Die Bilder der 5. NBA-Woche ).

"Wir können noch viel besser werden. In der Offensive sind wir noch nicht annähernd dort, wo wir hinwollen", sagte George.

"Lob City" bäumt sich auf

Auch wegen einiger Schwächephasen im Angriff kamen die Clippers am Ende noch einmal zurück. Vor allem der nach Oberschenkelproblemen zurückgekehrte Chris Paul (17 Punkte, 10 Assists) drehte dabei mit diversen Lob-Anspielen auf.

Eine Minute vor Schluss gelang DeAndre Jordan mit solch einem Alley-Oop der 100:102-Anschluss, das Staples Center tobte.

"Die Lobs kannst du nicht verhindern, die sind schließlich sogar ihr Spitzname. Wenn wir stattdessen aber Dreier und das Ziehen zum Korb verhindern, nehmen wir ein paar Lobs gerne hin", erklärte George.

Hibbert räumt ab

Diese Ruhe kann der aktuelle "Most Improved Player" der NBA aber nur ausstrahlen, weil Indiana auf seinen Koloss in der Mitte vertrauen kann.

Center Roy Hibbert flößt jedem Gegner Respekt ein. Paul wäre bei zwei Punkten Rückstand wohl gegen jedes andere Team zum Korb gezogen, stattdessen entschied er sich zum Wurf aus der Mitteldistanz und vergab in den letzten Sekunden die Chance zum Ausgleich.

"Ich sage den Jungs immer, sie sollen ruhig eng dranbleiben. Wenn einer an ihnen vorbeizieht, bin ich da und bügele das aus", erklärte Hibbert.

Nowitzkis Superstart eingestellt

Der 2,18-Meter-Gigant machte nicht nur Clippers-Star Blake Griffin (6 von 13 aus dem Feld, 16 Punkte) das Leben schwer, sondern bewies auch vorn seine immer größere Klasse.

Hibbert steuerte 19 Zähler bei. Trotzdem stellen er und die Pacers das Kollektiv "über sich selbst", wie Clippers-Coach Doc Rivers anmerkte.

Indiana ist das erste Team seit Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks von 2002/2003, das 16 seiner ersten 17 Spiele gewann. Insgesamt gelang dies zwölf NBA-Mannschaften - fünf holten später den Titel (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Redick frustriert

Für L.A., das nach vier Siegen in Folge wieder einmal verlor, hatte es schon vorher eine Hiobsbotschaft gegeben. Der bisher so starke Neuzugang J.J. Redick muss nach einem Handbruch sechs bis acht Wochen aussetzen.

"Es ist kein Band gerissen, es geht nur um die Teile des Knochens. Es ist frustrierend, weil ich die ersten 17 Spiele sehr genossen habe", sagte der Dreierspezialist.

Willie Green und Sixth Man Jamal Crawford - 20 Punkte gegen Indiana - müssen für ihn beim Vierten der Western Conference in die Bresche springen.

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