In der aktuellen Saison sorgt Ty Lawson (l.) für 16,5 Punkte und 7,1 Assists im Schnitt © getty

Der flinke Nuggets-Guard trifft den Buzzer-Beater gegen Oklahoma, Westbrook zaubert umsonst. "D-Wade" baut Miamis Serie aus.

Von Florian Pertsch

München - Der NBA-Vizemeister Oklahoma City Thunder hat eine bittere Niederlage in letzter Sekunde einstecken müssen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Denvers Guard Ty Lawson gab 0,2 Sekunden vor dem Ende den siegbringenden Wurf zum 105:103 (56:47) für die Nuggets ab und sorgte für den vierten Sieg in Folge für Denver.

Lawson lieferte für das Team von Trainer George Karls elf Punkte und sieben Assists ab und war damit der einzige Spieler der Startformation, der zweistellig punktete.

Lawson behält die Nerven

"Westbrook und Durant sind wahnsinnig starke Schützen. Wir wollten ihnen keine Chance mehr geben. Ich wusste, ich bekomme den letzten Wurf und war ganz ruhig. Entweder wir gewinnen, oder es geht eben in die Verlängerung", erklärte Lawson.

Topscorer war Wilson Chandler, der seine Karrierebestleistung mit 35 Punkten einstellte. Der Reservist traf sechs seiner sieben Dreipunktwürfe und holte zusätzlich drei Rebounds.

"Mir ist egal, wer von den Jungs am Ende den Ball hat. Alle sind gute Schützen", lobte Chandler seine Teamkollegen (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Westbrook-Gala bedeutungslos

Auf Seiten Oklahomas lief Aufbauspieler Russell Westbrook heiß und sorgte für 38 Punkte, sechs Rebounds und fünf Assists ( 680723 DIASHOW: Die Bilder der 18. Woche ).

Kevin Durant, Topscorer der Thunder, lieferte mit 25 Punkten und 14 Rebounds ein Double-Double ab.

Denvers Topscorer Chandler hatte trotz seiner starken Leistung auch ein Auge für Oklahomas Star-Duo: "Sie sind so schwer zu verteidigen. Es ist fast so, als ob man die Sonne vom scheinen abhalten möchte. Man hofft einfach nur einen wolkigen Tag."

Nuggets jagen Memphis

Durant wollte die Niederlage nicht zu hoch hängen. "Sie haben einen sehr schweren letzten Wurf gegen uns getroffen", analysierte "Durantula" nüchtern.

Nach zuletzt drei Siegen in Folge fallen die zweitplatzierten Thunder (Bilanz: 42 Siege, 16 Niederlagen) im Westen hinter Spitzenreiter San Antonio (46:14) zurück.

Im Kampf um Platz vier der Western Conference rückten die Nuggets den Memphis Grizzlies auf den Pelz, die ihrerseits gegen Miami unterlagen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Miami Heat - Memphis Grizzlies 98:91

Der NBA-Champion Miami Heat sicherte sich gegen die Memphis Grizzlies durch das 98:91 (42:41) den 13. Sieg in Folge und liegt damit in der Eastern Conference mit einer Bilanz von 42 Erfolgen bei nur 14 Niederlagen unangefochten auf Platz eins.

Miami musste sich nach einem durchwachsenen ersten Viertel (16:20) ordentlich ins Zeug legen und zog gegen Memphis erst im letzten Abschnitt (31:25) davon.

"Das war ein hart erarbeiteter Sieg für uns", erklärte Heat-Trainer Erik Spoelstra: "Wir mussten mit Frustration klar kommen, unser Spiel umstellen und trafen am Ende die wichtigen Würfe."

James verpasst Triple-Double

Topscorer der Heat war Dwyane Wade, der auf 22 Punkte und acht Assists kam. LeBron James sorgte mit 18 Zählern, zehn Rebounds und acht Assists für ein Double-Double.

Trotz 24 Punkte von Center Marc Gasol (9 Rebounds) blieb den Grizzlies gegen Miami der neunte Sieg in Folge verwehrt (SERVICE: Die Tagesbesten).

Der Spanier war nach der Pleite komplett bedient und verwies auf die Nervenstärke von King James (14 Punkte im Schlussabschnitt): "Auch wenn er nicht seine üblichen Zahlen abgeliefert hat, er hat die entscheidenden Würfe getroffen, nur das zählt."

Mike Conley und Zach Randolph erzielten jeweils 14 Zähler.

San Antonio Spurs - Sacramento Kings 130:102

Die San Antonio Spurs demontierten die Sacramento Kings mit 130:102 (63:49) und bauten die Führung in der Western Conference durch den 46. Sieg (14 Niederlagen) gegenüber den Oklahoma City Thunder (42:16) aus.

Acht Spieler der Spurs punkteten zweistellig, doch die Knöchel-Verletzung von Aufbauspieler Tony Parker trübte die gute Stimmung bei San Antonio.

Der Franzose musste nach 25 Minuten (13 Punkte, 7 Assists) verletzt vom Feld, nachdem er auf dem Fuß eines Gegenspielers gelandet war.

"Er wird uns eine Weile fehlen. Tony ist momentan der beste Point Guard in der Liga. Er spielt eine All-Star Saison, und wir werden ihn sehr vermissen", ärgerte sich Gregg Popovich über die Verletzung seines Leistungsträgers.

Tim Duncan (13 Punkte, zehn Rebounds) und Center Tiago Splitter (14/11) lieferten ein Double-Double ab, Manu Ginobili versorgte die Kollegen mit 15 Assists (9 Punkte).

Bei den Kings sorgte Reservist Marcus Thornton mit 25 Punkten für die meisten Zähler.

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