Kobe Bryant wurde 2009 und 2010 zum MVP der NBA-Finals ausgezeichnet © getty

Kobe Bryant beschert den Lakers mit einer Glanzleistung den Kantersieg gegen Minnesota. Nur ein Mavs-Meister leistet Widerstand.

Von Eric Böhm

München/Los Angeles - Kobe Bryant hat immer noch seinen alten Biss.

Die "Black Mamba" bescherte den Los Angeles Lakers mit einer Glanzleistung den lockeren 116:94 (57:47)-Heimsieg über die Minnesota Timberwolves (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Bryant sammelte in nur 32 Minuten Einsatzzeit starke 33 Punkte und sorgte schon früh für klare Verhältnisse.

"Ich bin seit dem All-Star Game im Angriffsmodus. Jetzt ist unsere Zeit gekommen. Wir liegen wieder in Schlagdistanz", jubelte Bryant.

Adelman ist fassungslos

Der Lieblingsgegner kam für die Lakers zum genau richtigen Zeitpunkt im heißen Playoff-Rennen der Western Conference.

Neben All-Star Kevin Love (Handbruch) und einigen anderen Verletzten musste diesmal auch der Russe Andrei Kirilenko wegen einer Wadenverletzung passen ( 680723 DIASHOW: Die Bilder der 18. Woche ).

"Das ist ein echter Horror. So etwas habe ich noch nie erlebt. Es sind nicht nur die Verletzungen an sich. Wir konnten nie einen Rhythmus aufnehmen, weil wir ständig umbauen müssen", haderte Coach Rick Adelman.

Lakers kommen in Fahrt

Auch deshalb lag L.A. nie in Rückstand und holte sich gegen die Timberwolves den 13. NBA-Heimsieg hintereinander - seit 2007 gab es gegen die Truppe aus dem Norden keine Pleite mehr.

In der Nacht auf Montag könnten sich die Kalifornier gegen Atlanta (ab 3.30 Uhr LIVESCORES) erstmals seit dem 28. Dezember wieder auf eine positive Bilanz verbessern (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Tatsächlich scheint das als Topfavorit gestartete Starensemble langsam seine Identität zu finden. Die Mischung zwischen Distanzwürfen und Howards Inside-Game stimmt nun.

Dreier und Howard

Mit 16 Dreiern verpassten die Lakers ihre Teambestmarke (17) nur denkbar knapp. Jeweils vier steuerten Bryant und Reservist Jodie Meeks bei.

Center Dwight Howard verbuchte dank elf Zählern und 13 Rebounds ein Double-Double. Steve Nash steuerte zehn Punkte und sieben Assists bei.

"Wir hatten jetzt genug Zeit zusammen. Ich denke, wir machen mittlerweile Fortschritte, statt ständig Rückschläge zu kassieren", meinte der Kanadier.

Rockets in Sichtweite

Während Minnesota unter ferner liefen rangiert, hat L.A. (29 Siege - 30 Niederlagen) nun wieder bessere Chance auf die K.o.-Runde.

Tim Ohlbrechts Houston Rockets (31:28) besetzen derzeit den achten und letzten Playoff-Platz der Western Conference direkt vor dem 16-maligen Champion (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Durch den zwölften Erfolg aus den vergangenen 17 Partien ist der Rückstand für Coach Mike D'Antonis Mannschaft aber deutlich geringer geworden.

Bryant gibt Startsignal

Bryant gab mit einem krachenden Dunking über Center Nikola Pekovic das Startsignal und versetzte die fast 19.000 Zuschauer im Staples Center in Ekstase.

Durch eine starke Wurfquote von über 53 Prozent und den deutlichen Rebound-Vorteil (insgesamt 49:35) wurden Zweifel an einem Heimsieg schnell beseitigt.

"Es ist eine schwere Phase für uns. Wir haben die ganze Saison mit neun oder zehn Spielern auskommen müssen. Das rächt sich irgendwann - speziell gegen ein Team wie die Lakers", sagte Derrick Williams.

Barea und Rubio zu wenig

Der in Los Angeles geborene Forward (15 Punkte, 8 Rebounds) versuchte verzweifelt Bryant im Zaum zu halten.

Minnesota halfen angesichts dieses hoffnungslosen Unterfangens auch die 20 Punkte von J.J. Barea nichts. Der kleine Point Guard hatte 2011 an Dirk Nowitzkis Seite den NBA-Titel mit den Dallas Mavericks geholt.

Spielmacher Ricky Rubio kam auf je 13 Zähler und Assists. Die Wolves verloren 20 ihrer vergangenen 24 Partien.

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