Chris Paul (r.) wird in Houston zum MVP des All-Star Games gewählt © getty

L.A. gewinnt dank Paul das Duell der Emporkömmlinge in Indiana. Noah gelingt beim Sieg der Bulls ein sehr seltenes Triple-Double.

Von Eric Böhm

München - Die Los Angeles Clippers haben das Spitzenspiel zweier aufstrebender Mannschaften für sich entschieden.

Der überragende Chris Paul führte die Kalifornier zum 99:91 (49:47)-Auswärtserfolg bei den Indiana Pacers (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Der MVP des All-Star Games verpasste seine Saisonbestleistung von 30 Punkten nur um einen Zähler und gab noch acht Assists.

"Er ist momentan der beste Aufbauspieler des Universums", zollte ihm Indianas Coach Frank Vogel Respekt.

Paul sieht Clippers auf Miamis Level

Der zweitbeste Passgeber der NBA zeigte diesmal auch beim eigenen Abschluss große Effizienz. Er traf elf von 18 teils sehr schwierigen Würfen.

"Ich sehe mir die Pacers oft an. David West ist wie ein Bruder für mich. Sie schlagen hier andere Teams oftmals sehr. Das ist ein wichtiger Schritt. Wir gehören langsam zu den Topteams wie Miami", bilanzierte "CP3" ( 680723 DIASHOW: Die Bilder der 18. Woche ).

Speziell beim Blick auf die 20 Ballverluste der Gastgeber wurde Pauls Wert überdeutlich. Er machte den Guards der Pacers auch in der Abwehr das Leben schwer.

Eiskalter Start

Das war auch nötig, denn die Clippers begannen in Indianapolis eiskalt. Nur einer von 14 Dreiern fiel vor der Pause.

Vogels Team konnte diese Chance aber nicht nutzen, um sich entscheidend abzusetzen. Drei 13:3-Läufe in den letzten drei Vierteln brachten den Gästen die Kontrolle.

All-Star Paul George (20 Punkte) brachte die Pacers noch einmal auf 87:91 heran, ehe Paul mit acht Zählern den Sack zu machte (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Griffin klagt über Ellbogen

Die im Westen drittplatzierten Clippers (42 Siege - 18 Niederlagen) feierten ihren dritten Sieg in Folge, verloren aber DeAndre Jordan.

Der Center holte sich im dritten Viertel eine blutige Nase. Blake Griffin fiel auf seinen angeschlagenen Ellbogen, kam aber nach kurzer Pause zurück.

"Es fühlt sich nicht gut an. Er wurde nach dem All-Star Game punktiert, jetzt wird er wohl gleich wieder anschwellen", meinte Griffin.

Indiana (36:22) rutschte im Osten auf Rang drei ab (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen). Immerhin findet der langer verletzter Star Danny Granger (12 Punkte) langsam seine Form. Pauls Ex-Kollege West (22) war bester Scorer.

Vogel vermisst Hibbert

Für die Pacers war es ohne ihren gesperrten Center Roy Hibbert erst die sechste Heimschlappe der Saison.

Der 2,18-Meter-Gigant musste wegen der Prügelei mit den Golden State Warriors (Bericht) pausieren. Vor allem Griffin (18 Zähler, 14 Rebounds) nutzte den Freiraum unter den Körben.

"Roy macht bei uns einen großen Unterschied. Jeder sagt, er habe ein schwaches Jahr, aber das stimmt nicht. Wir sind die beste Abwehr, daran hat er einen großen Anteil", sagte Vogel.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Chicago Bulls - Philadelphia 76ers 93:82

Die Chicago Bulls bezwangen die Philadelphia 76ers mit 93:82 (45:39). Dabei gelang Center Joakim Noah ein äußerst seltenes Triple-Double.

Neben 23 Punkten und 22 Rebounds verbuchte der französische Nationalspieler auch noch elf Blocks - damit stellte er den Bulls-Rekord aus dem Jahr 1977 ein (Artis Gilmore).

"Sein Auftritt war spektakulär. Sein Wille von Anfang bis Ende war sensationell. Er war einfach überall", schwärmte Cheftrainer Tom Thibodeau (SERVICE: Die Tagesbesten).

Schwache Offensive

Für die Sixers (22:34) war es bereits die siebte Niederlage am Stück. Die Playoffs dürften kaum noch zu schaffen sein. Chicago (33:25) bleibt im Osten Sechster.

Big Man Spencer Hawes (20 Zähler, 15 Rebounds) war Philadelphias wirkungsvollster Akteur. Den deutlichen 16-Punkte-Rückstand aus dem dritten Viertel konnte die Truppe am Ende nicht mehr kompensieren.

"In der Abwehr waren wir gut genug für den Sieg, wir haben einfach zu wenig getroffen", ärgerte sich Hawes.

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