Monta Ellis (r.) schießt die Bucks zum knappen Sieg in Houston © getty

Der Deutsche kommt noch nicht zum NBA-Debüt und sieht Milwaukees Buzzer-Beater. Steph Curry zieht in New York eine große Show ab.

Von Eric Böhm

München - Die Houston Rockets haben in Tim Ohlbrechts erstem Spiel als Kadermitglied eine bittere Niederlage einstecken müssen.

Gegen die Milwaukee Bucks gab es ein 107:110 (55:55), weil Monta Ellis mit der Schlusssirene einen unfassbaren Dreier für die Gäste versenkte (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Ich habe den Ball einfach irgendwie in Richtung Korb geworfen. Zum Glück ist er nicht wieder rausgesprungen", sagte Milwaukees Matchwinner.

Der aus der D-League beförderte Ohlbrecht kam nicht zu seinem NBA-Debüt (GESCHWINDNER: Ohlbrecht zeigt, wo's langgeht). Coach Kevin McHale setzte nur vier Reservisten ein.

"Ganz schlimme Niederlage"

All-Star James Harden (25 Punkte, 7 Assists) war bester Schütze der Rockets. Center Ömer Asik verbuchte neben 16 Zählern auch 22 Rebounds für den Achten der Western Conference.

"Es ist eine ganz schlimme Niederlage. Wir hätten dieses Spiel nie abgeben dürfen", ärgerte sich Forward Chandler Parsons.

Ohlbrechts Hauptkonkurrent um Spielzeit ist wohl Greg Smith, der in elf Minuten sechs Punkte und drei Rebounds sammelte. Neuzugang Thomas Robinson kam nur zu einem Kurzeinsatz ( 680742 DIASHOW: Die Karriere des Tim Ohlbrecht ).

Lin ist ratlos

Im ersten Viertel führte Houston (31 Siege - 28 Niederlagen) bereits mit 17 Punkten. Durch einige Fehler luden sie die Bucks zu einem 21:6-Lauf ein.

Danach blieb die Partie der beiden achtplatzierten ihrer jeweiligen Conference bis zum Schluss ausgeglichen ( 680723 DIASHOW: Die Bilder der 18. Woche ).

"Wir haben irgendwie den Faden verloren und hatten plötzlich nicht mehr das Tempo und die Aufteilung wie zu Beginn", analysierte Spielmacher Jeremy Lin (10 Zähler, 7 Assists).

Texas-Sweep für Bucks

Neben dem überragenden Ellis (27 Punkte, 13 Assists, 6 Steals) überzeugte bei Milwaukee Asiks Landsmann Ersan Ilyasova (20 Zähler, 10 Rebounds) mit einem Double-Double.

Die Gäste (28:28) vergrößerten durch den Texas-Sweep - zuvor hatten sie bei Dirk Nowitzkis Mavericks (Bericht) gewonnen - im Osten den Abstand auf den ersten Nicht-Playoff-Platz (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Wir haben einige enge Spiele hinter uns. Diese Erfahrung hilft uns jetzt. Wir bleiben ruhiger und bekommen dadurch bessere Möglichkeiten", sagte Point Guard Brandon Jennings.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

New York Knicks - Golden State Warriors 109:105

Stephen Curry brannte mit der NBA-Saisonbestleistung von 54 Punkten in New York ein Feuerwerk ab, konnte aber die 105:109 (55:58)-Pleite seiner Golden State Warriors bei den Knicks nicht verhindern (SERVICE: Die Tagesbesten).

Im Madison Square Garden haben als Gäste nur Kobe Bryant (61) und Michael Jordan (55) jemals mehr Punkte erzielt. Curry versenkte insgesamt elf Dreier bei 13 Versuchen.

"Ich habe mich von Anfang gut gefühlt, deshalb konnte ich auch durchspielen. Als die Dreier von jedem möglichen Ort auf dem Court fielen, wusste ich, es wird ein guter Abend", sagte Curry.

Felton lacht zuletzt

Zum tragischen Helden wurde der Sohn der NBA-Legende Dell Curry dennoch. 70 Sekunden vor Schluss blockte ihn Raymond Felton und im Gegenzug traf J.R. Smith (26 Punkte) zum 107:105 für die Gastgeber.

"Wenn ein Spieler so einen Lauf hat, kannst du nicht viel tun. Du darfst dich aber nicht entmutigen lassen. Am Ende ist mir das Big Play gelungen", erklärte Felton.

Die Knickerbockers setzten sich auch aufgrund der starken Auftritte von Carmelo Anthony (35 Zähler) und Tyson Chandler durch.

Martin debütiert

Der Center sammelte 16 Punkte sowie fantastische 28 Rebounds (persönliche Bestleistung). Veteran Kenyon Martin gab ein fünfminütiges Debüt.

Den Warriors fehlte ein zweiter "Go-to-Guy" neben Curry, da David Lee wegen seiner Rolle in der Prügelei mit den Indiana Pacers (Bericht) für ein Spiel gesperrt worden war.

"Wir waren ersatzgeschwächt und benötigten so eine Leistung, um eine Chance zu haben. Steph war großartig. Schade, dass es nicht gereicht hat", meinte Golden States Coach Mark Jackson, der aus New York stammt und 1987 von den Knicks gedraftet wurde.

San Antonio Spurs - Phoenix Suns 101:105 n.V.

Überraschend gewannen die Phoenix Suns mit 105:101 (100:100, 45:52) nach Verlängerung bei den San Antonio Spurs.

Beim Erfolg eines der schwächsten Teams der Western Conference beim Spitzenreiter (45:14) ragte Routinier Jermaine O'Neal dank 22 Punkten und 13 Rebounds heraus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Für uns geht es nicht um die Playoffs, sondern um eine Entwicklung. So ein Sieg ist eine Charakterfrage", jubelte O'Neal.

Serie gestoppt

Die starke Verteidigung um den Ex-Bamberger P.J. Tucker (7 Zähler, 6 Rebounds) gestattete den Spurs in der Verlängerung nur einen Punkt.

MVP-Kandidat Tony Parker (22 Zähler, 8 Assists) war bester Schütze der Gastgeber, die nach 18 Siegen am Stück wieder eine Heimpleite kassierten.

"Wir haben viele mentale Fehler gemacht. Am Ende der regulären Spielzeit haben wir nach dem verpassten Freiwurf Johnson laufen lassen", haderte Coach Gregg Popovich.

Der angesprochene Wes Johnson hatte die Partie nach einem langen Pass O'Neals per Dreier mit der Schlusssirene ausgeglichen und so die Overtime ermöglicht.

[kaltura id="0_dik14s9j" class="full_size" title="In Indiana fliegen die F uste"]

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