LeBron James (l.) wurde in den vergangenen vier Jahren dreimal zum MVP gewählt © getty

LeBron und Wade erkämpfen gegen die Kings trotz Überstunden Miamis zwölften Sieg in Folge. Hibbert prügelt sich mit den Warriors.

Von Eric Böhm

München - Den zwölften Sieg in Folge hatten sich die Miami Heat wohl deutlich leichter vorgestellt.

Gegen die abgeschlagenen Sacramento Kings benötigte der Titelverteidiger beim 141:129 (124:124, 112:112, 51:53) gleich zwei Verlängerungen, um sich durchzusetzen.

Dass es überhaupt reichte, war den Superstars LeBron James und Dwyane Wade zu verdanken, die insgesamt 79 Punkte erzielten (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Das waren heute schon einige großartige Statistiken. Ich bin froh, dass ich dem Team zum Sieg verhelfen konnte", blieb "King" James bescheiden.

Viele Bestmarken

Neben dem Knacken der 40er-Marke gelangen dem MVP noch 16 Assists. Dies gelang zuletzt 1994 Kevin Johnson - dem heutigen Bürgermeister Sacramentos (SERVICE: Die Tagesbesten).

Mit einer Wurfquote von über 64 Prozent schloss James den Februar ab - nie war er in seiner Karriere besser.

Für Miami waren die 141 Punkte die Einstellung des Teamrekords aus dem Jahr 1991. Wade stellte mit 19 Treffern aus dem Feld eine persönliche Bestleistung auf ( 680723 DIASHOW: Die Bilder der 18. Woche ).

"Wenn Dwyane topfit ist, dann ist er immer noch der alte Flash. Wir haben sie richtig gefordert. Es brauchte schon ein Superman-ähnliches Spiel von beiden", bilanzierte Kings-Coach Keith Smart.

Thornton trumpft auf

Von Beginn lieferte sein junges Team dem übermächtigen Favoriten einen großen Kampf und ließ sich nicht abschütteln (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Marcus Thornton war dank acht Dreiern und 36 Punkten Sacramentos auffälligster Akteur. In dieser NBA-Saison gelang keinem Bankspieler eine bessere Ausbeute.

"Eigentlich gibt es das nicht, aber das ist war eine gute Niederlage. Wir haben unglaublich viel investiert. Wenn wir immer so spielen, können wir viele Teams schlagen", betonte Center DeMarcus Cousins (24 Zähler, 15 Rebounds).

James ringt Kings nieder

Erst in der zweiten Overtime (17:5) ging den tapferen Kings die Puste aus. In den letzten fünf Minuten hatte James mehr Punkte, Rebounds und Assists als die Gäste.

Dabei hätte der Spitzenreiter der Eastern Conference (41:14) schon in der regulären Spielzeit alles klar machen können, aber Wade vergab zwei Freiwürfe und einen Buzzer-Beater aus schwieriger Position (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Ich wollte die Aggressivität trotzdem hochhalten. Sie haben frei aufgespielt. In der Overtime kam LeBron dann richtig in Fahrt", sagte Wade.

Horror-Bilanz in Miami

Zur Verlängerung der zweitlängsten Siegesserie der Teamhistorie steuerten Veteran Ray Allen 21 Punkte und All-Star Chris Bosh 15 bei.

"Es war eine großartige Atmosphäre. Ich hasse es, zu verlieren. Dieses Team in zwei Verlängerungen zu zwingen, spricht aber Bände über unsere Entwicklung", zog Thornton ein positives Fazit.

Seit 2004 gelang den Kings nur ein einziger Sieg über Miami - bei 14 Pleiten.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Indiana Pacers - Golden State Warriors 108:97

Der 108:97 (54:53)-Erfolg der Indiana Pacers über die Golden State Warriors wurde von einer wüsten Rangelei im letzten Viertel überschattet.

Pacers-Center Roy Hibbert legte sich unter dem Korb mit mehreren Warriors an und wurde vorzeitig zum Duschen geschickt - vier andere Spieler erhielten technische Fouls.

"Drei Jungs griffen ihn (Hibbert, Anm. der Red.) an. Wir predigen immer Zusammenhalt, also haben wir ihn verteidigt", beschrieb David West die wilde Szenerie.

Hibbert droht Sperre

Hibbert droht nun eine Sperre durch die NBA. Indiana (36:21) ließ sich in der Folge aber nicht beirren und verteidigte Rang zwei im Osten.

Den Gästen (33:24) reichte die Saisonbestleistung von Steph Curry (38 Punkte) nicht zum Sieg. Bei den Pacers ragte Forward West (28 Zähler) heraus.

"Indiana ist ein physisch sehr starkes Team, vielleicht das stärkste im Osten. Das müssen wir als Vorbereitung auf die Playoffs sehen", sagte Forward David Lee (12 Punkte, 12 Rebounds), der im Getümmel mitmischte.

Los Angeles Clippers - Charlotte Bobcats 106:84

Die Los Angeles Clippers (41:18) verteidigten ihren dritten Rang in der Western Conference dank eines lockeren 106:84 (54:45)-Heimsieges gegen die Charlotte Bobcats.

All-Star Blake Griffin (24 Punkte, 7 Rebounds, 6 Assists) war in Abwesenheit Eric Bledsoes (Wadenverletzung) und Jamal Crawfords (Geburt seiner Tochter) ihr bester Schütze.

"Wir wollten sie gleich attackieren. Unsere starke Abwehr diktiert den Angriff. Wenn wir ins Laufen kommen, glänzen unsere Highflyer", sagte Chris Paul (13 Assists).

Charlotte hält nur kurz mit

Als Bank-Scorer sprang für Crawford vor allem Routinier Matt Barnes ein. Der Flügelspieler markierte 17 Zähler.

Die Bobcats konnten nur bis zu einem 15:2-Lauf der Clippers kurz vor der Pause mithalten. Danach ergab sich das schwächste NBA-Team seinem Schicksal.

"Wir haben 20 Minuten fantastisch gespielt. Dann haben wir sie mit Ballverlusten zu Dunkings eingeladen. Dadurch kam auch das Publikum ins Spiel", analysierte Coach Mike Dunlap. Gerald Henderson (24 Punkte) war sein bester Akteur.

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