Paul Pierce (r.) spielt bereits seit 1998 für die Boston Celtics © getty

Boston ringt die Jazz nieder. Paul Pierce übernimmt spät das Kommando. Al Horfords Monster-Auftritt lässt die Hawks jubeln.

Von Eric Böhm

München - Die Boston Celtics haben in einer der gefürchtetsten NBA-Festungen einen dramatischen Auswärtssieg gefeiert.

Der Rekordmeister setzte sich bei den Utah Jazz mit 110:107 (97:97, 48:53) nach Verlängerung durch. Es war erst die siebte Heimpleite der Gastgeber (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Kapitän Paul Pierce (26 Punkte) übernahm in der Verlängerung mit einem 7:0-Lauf das Kommando und brachte Boston so den wichtigen 106:101-Vorsprung.

"Das war grandios. Es war für mich der beste Sieg der Saison", jubelte Coach Doc Rivers.

Garnett verweigert Wechsel

Kevin Garnett gelang mit 13 Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double und verweigerte in der Endphase beharrlich seine Auswechslung.

"Er hat immer gesagt, er sei noch fit. Ich habe ihm zwar nicht geglaubt, aber wollte ihn auch nicht rausholen. Er war großartig", lobte Rivers ( 680723 DIASHOW: Die Bilder der 18. Woche ).

Seit Rajon Rondos Kreuzbandriss gewann Boston zehn der 14 Partien. Der lange verletzte Avery Bradley (18 Punkte) ersetzt den All-Star immer besser.

Starker Zwischenspurt

Die Celtics (30 Siege - 27 Niederlagen) halten als Siebter im Osten Kurs auf die Playoff-Teilnahme. Utah (31:26) belegt in der Western Conference den gleichen Rang (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Dabei hätten die Gäste den Sack in Salt Lake City schon viel früher zumachen können. Durch einen fulminanten 20:4-Lauf gingen sie zum Ende des dritten Viertels mit 80:72 in Führung.

"Wir wollten natürlich in der regulären Spielzeit gewinnen. Wir müssen so eine Führung besser verteidigen", forderte Pierce (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Pierce erst im zweiten Versuch

"The Truth" hatte seiner Mannschaft mit einem schwierigen Sprungwurf innerhalb der Schlussminute das 97:95 beschert, ehe Alec Burks für die Jazz ausglich.

Pierce' letzter Versuch fiel aber nicht mehr. So mussten die routinierten Celtics in ihrem fünften Auswärtsspiel in sieben Tagen Überstunden machen.

Für Utah war Flügelspieler Gordon Hayward erfolgreichster Punktesammler (26). "Wir hatten die Chance, aber Boston hat die Big Plays gesetzt", ärgerte sich Marvin Williams.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Detroit Pistons - Atlanta Hawks 103:114

Center Al Horford führte die Atlanta Hawks dank 23 Punkten sowie 22 Rebounds zum 114:103 (61:51)-Erfolg bei den Detroit Pistons (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Der Schlüssel für die Rebounds waren unsere Guards. Sie haben ihre Gegenspieler vor sich gehalten. Deshalb musste ich nicht helfen", erklärte Horford.

Vor allem der starke Jeff Teague (20 Zähler, 12 Assists) durfte sich angesprochen fühlen. Die Hawks (32:23) halten als Vierter im Osten Playoff-Kurs.

Frank sauer

Bei den ersatzgeschwächten Pistons machte sich das Fehlen der Guards Brandon Knight (Knieverletzung) und Will Bynum (Sperre nach Tätlichkeit) bemerkbar.

Der Schwede Jonas Jerebko zeigte mit 21 Punkten von der Bank eine gute Leistung. Jose Calderon (7 Zähler) traf dagegen nur einen von fünf Dreiern.

"Wenn dir einige Spieler fehlen, müssen die anderen mehr investieren. Das war heute nicht der Fall. Wir haben es ihnen zu leicht gemacht", sagte Pistons-Trainer Lawrence Frank.

Toronto Raptors - Washington Wizards 84:90

Die Washington Wizards entschieden das Kellerduell der Eastern Conference bei den Toronto Raptors mit 90:84 (40:32) für sich.

Rookie Bradley Beal (20 Punkte) war der beste Schütze der Hauptstädter. Bei den Raptors überzeugte einzig Shooting Guard DeMar DeRozan (25 Zähler).

"Ich fühle mich immer wohler. Das Spielgeschehen wird für mich immer langsamer und damit leichter. Der Lernprozess geht weiter", verriet Beal.

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