Auch für Cleveland ist der Meister zu stark. James bleibt das rote Tuch. Wade rettet die Serie. Die Thunder fegen Chicago weg.

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Von Eric Böhm

München - Der aktuelle Meister hat seine bestechende Form einmal mehr unter Beweis gestellt.

Die Miami Heat schlugen die Cleveland Cavaliers vor heimischer Kulisse mit 109:105 (64:46) und feierten ihren elften Sieg in Folge (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Im neunten Spiel gegen sein ehemaliges Team ragte MVP LeBron James (28 Punkte, 8 Assists) heraus. Nur einmal verlor er seit seinem Wechsel im Sommer 2010 gegen die Cavaliers.

"Wir haben in dieser Liga schon alles gesehen. Wir spielen die 48 Minuten runter und schauen, was am Ende dabei herauskommt", beschrieb James das scheinbar einfache Rezept.

Große Führung verspielt

In der Tat ließ sich Miami auch von einer langen Durststrecke in der zweiten Hälfte nicht aus der Ruhe bringen.

Aus einem vermeintlich komfortablen 22-Zähler-Vorsprung wurde bis Mitte des vierten Abschnitts ein Rückstand von acht Punkten ( 678317 DIASHOW: Die Bilder der 17. Woche ).

"Ich dachte, wir hätten das Spiel gedreht. Wir haben es so gut gemacht", ärgerte sich Clevelands Forward Alonzo Gee.

James nimmt Patzer mit Humor

In der Endphase rettete jedoch Dwyane Wade die längste Siegesserie der NBA. Der All-Star sammelte elf seiner 24 Zähler innerhalb der letzten fünf Minuten.

Sein Dunking zum 105:101 brachte knapp 25 Sekunden vor Schluss auch den entscheidenden Vorsprung.

Kurz zuvor hatte James völlig allein einen Korbleger vergeben. Dem unauffälligen Chris Bosh (7 Punkte, 4 Blocks) fiel aber der Rebound in die Hände. So konnten die Heat vor Wades Treffer weitere wichtige Sekunden herunterspielen.

"Hey, ich bin einfach ein schlauer Spieler. Ich habe keine Ahnung, wie ich den daneben setzen konnte, aber zum Glück war D-Wade dann zur Stelle", jubelte der "King".

Miles-Show macht es spannend

Vor allem in der ersten Hälfte hatten James und Co. in der Gala-Form der vergangenen Wochen brilliert.

Zwei großartige Zwischenspurts (23:4, 16:5) im zweiten Viertel schienen das einseitige Duell zwischen Spitzenreiter (40 Siege - 14 Niederlagen) und Kellerkind (18:38) der Eastern Conference entschieden zu haben.

Plötzlich sprang bei den Cavs der Funke über. Das traf im dritten Viertel vor allem auf C.J. Miles zu. Innerhalb von 63 Sekunden versenkte der Flügelspieler drei Dreier (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Scott trauert der möglichen Überraschung nach

Den letzten Treffer konnte selbst ein Foul von Miamis Point Guard Mario Chalmers nicht verhindern, das Coach Erik Spoelstra zudem ein technisches Foul einbrachte.

Nach einem 36:13-Lauf führten die Gäste sogar 82:81. Insgesamt kam Miles auf 19 Zähler. Rookie Dion Waiters (26 Punkte) war ihr bester Schütze.

"Wir hatten eine große Chance gegen die Champions, aber mentale Fehler haben uns den möglichen Sieg gekostet", haderte Cavaliers-Trainer Byron Scott.

Wade dreht auf

Plötzlich verteidigten die Heat wieder besser und erzwangen Ballverluste. Wade bewies zudem wieder seinen Wert als "Closer" in der Endphase.

"Wir haben einen Weg gefunden. Ich war in den ersten drei Vierteln nicht gut, dann haben wir den Schalter zum Glück noch umgelegt", bilanzierte "The Flash".

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Oklahoma City Thunder - Chicago Bulls 102:72

Die Oklahoma City Thunder fegten die Chicago Bulls beim 102:72 (49:36) förmlich aus der Halle und hielten die Gäste bei einer Wurfquote von 29 Prozent - NBA-Tiefstwert der Saison.

Kevin Durant (19 Punkte, 16 Rebounds) und Russell Westbrook (22 Zähler) waren die besten Akteure der Thunder (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Wir haben uns heute richtig reingekniet und die Fehlwürfe erzwungen. Wenn wir so viel investieren, sind wir ein sehr abwehrstarkes Team", freute sich Durant.

"Haben uns blamiert"

Oklahoma City (41:15) bleibt die zweitbeste Mannschaft der Western Conference. Die Bulls (32:24) fielen im Osten auf Rang sechs zurück (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Selbstmitleid bringt uns nichts. Wir haben uns hier nicht gewehrt und blamiert", sagte Center Joakim Noah (8 Punkte, 9 Rebounds).

New York Knicks - Philadelphia 76ers 99:93

Die New York Knicks beendeten dank des 99:93 (52:40)-Erfolges über die Philadelphia 76ers ihre vier Spiele andauernde Negativserie.

Carmelo Anthony markierte 29 Punkte, Power Forward Amare Stoudemire steuerte starke 22 Zähler bei.

"Wir waren froh, wieder auf unserem Court zu sein. Niederlagen fühlen sich nie gut an. Entsprechend heiß waren wir von Beginn an", meinte Stoudemire.

Nur Holiday und Turner wehren sich

Den zweiten Platz im Osten konnte New York (33:20) aber noch nicht von den Pacers (35:21) zurückerobern.

Bei den Sixers (22:32) überzeugte Spielmacher Jrue Holiday (30 Punkte). Evan Turner verbuchte 21 Zähler sowie acht Assists.

"Sie hatten im zweiten Viertel einen 13:0-Lauf mit Melo Anthony auf der Bank. Das darf nicht passieren", sagte Philadelphias Coach Doug Collins.

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