Die Mavericks können trotz eines starken Nowitzki zu Hause nicht mehr gegen L.A. gewinnen - und verlieren Boden im Playoff-Kampf.

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Von Tobias Wiltschek

München - Dirk Nowitzki war stark, aber nicht stark genug.

Trotz der besten Leistung des deutschen Superstars seit seiner langen Verletzungspause vom Saisonstart verloren die Dallas Mavericks das wichtige Spiel im Kampf um die Playoff-Plätze in der Western Conference gegen die Los Angeles Lakers.

Bei der bitteren 99:103 (54:54)-Niederlage im heimischen American Airlines Center reichten auch 30 Punkte und 13 Rebounds des Power Forwards - sein 370. Double-Double in der NBA - nicht zum Sieg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Denn auf der anderen Seite stand mit Kobe Bryant der überragende Spieler der Partie auf dem Parkett. "Er ist der beste Spieler meiner Dekade. Nach so langer Zeit in der NBA sehe ich ihm immer noch gern zu. Es war ein tolles Spiel. Für uns hat es leider nicht ganz gereicht", sagte Nowitzki.

Bryant überragend

38 Punkte und zwölf Rebounds steuerte "Black Mamba" zum Auswärtssieg der Kalifornier bei. Es war der fünfte Erfolg von L.A. bei den Mavericks in der regulären Saison hintereinander. Von den letzten zehn Spielen gegen die Lakers verloren die Mavs neun.

Vor allem in der entscheidenden Phase war auf Bryant Verlass. In den letzten gut drei Minuten gelangen ihm acht Punkte ( 678317 DIASHOW: Die Bilder der 17. Woche ).

"Es hat viel Spaß gemacht. Er (Nowitzki, Anm. der Red.) ist einer meiner Lieblingsspieler aller Zeiten. Ihm machen physische Duelle nichts aus. Er hatte einige unglaubliche Aktionen", lobte Bryant, der auch noch sieben Assists gab.

Dem Versprechen folgen Taten

Damit ließ der 34-Jährige seinem Versprechen, die Lakers noch in die Playoffs zu führen, erste Taten folgen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Die Mavericks blieben dagegen im abschließenden Viertel nach einem krachenden Dunking von Nowitzki zum 90:87 knapp vier Minuten lang ohne eigenen Korberfolg und mussten ihre Führung abgeben.

Vier Sekunden vor dem Ende vergab O.J. Mayo (8 Punkte, 2 von 9 aus dem Feld) mit einem verfehlten Dreipunktwurf die Chance zum Ausgleich. Bryant besiegelte kurz darauf mit einem verwandelten Freiwurf die Niederlage der Mavs.

Neben dem All-Star steuerte auch Nowitzkis alter Kumpel Steve Nash eine gute Leistung bei. Der Kanadier versenkte vier Dreier und markierte 20 Zähler. Center Dwight Howard kam auf neun Punkte sowie 13 Rebounds.

Rückschlag für Mavs

Nach zuletzt drei Siegen in Folge bedeutete die Heimpleite gegen den 16-maligen NBA-Champion einen herben Rückschlag für die Playoff-Ambitionen der Texaner (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Die Mavericks haben nach der 30. Niederlage bei 25 Siegen als Elfter der Western Conference die Playoff-Plätze wieder etwas aus den Augen verloren.

Die Lakers verkürzten mit dem 28. Sieg bei 29 Niederlagen den Rückstand auf die Houston Rockets (31:27), die derzeit den so wichtigen achten Rang im Westen belegen.

Von Beginn an entwickelte sich dieses ausgeglichene Spiel, in dem sich keines der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte, zu einem Duell Bryant gegen Nowitzki.

Perfekte Quote von der Dreierlinie

Während bei Kobe 13 von 21 Wurfversuchen aus dem Feld ins Ziel trafen, kam "Dirkules" bei vier Dreipunkt-Würfen auf eine perfekte Quote (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Nachdem die Lakers zunächst eine knappe Führung herausspielen konnten, ging es mit einem 30:27 für Dallas in die erste Viertelpause.

Im zweiten Abschnitt führte L.A. zeitweise mit sechs Punkten, doch das Team von Coach Rick Carlisle kam zurück und glich zur Halbzeit zum 54:54 aus.

Der deutsche Center Chris Kaman stand nach der zehn Partien andauernden Zwangspause wegen einer Gehirnerschütterung acht Minuten zum Einsatz. Neuzugang Anthony Morrow wartet weiter auf seine ersten Minuten.

Technisches Foul für Nowitzki

Auch nach der Pause blieb es bis in die Schlussphase hinein spannend, in der die Schiedsrichter nicht immer die richtigen Entscheidungen trafen.

Als Nowitzki bei einem Wurfversuch klar am Arm getroffen wurde, blieb der Foulpfiff aus, und der 34-Jährige fing sich wegen seiner Beschwerde ein technisches Foul ein - ebenso wie Mayo nur zweieinhalb Minuten später.

Spielentscheidend waren diese Entscheidungen jedoch nicht, vielmehr war das die glänzende Vorstellung des Lakers-Stars mit der Nummer 24.

"Deshalb ist er Kobe Bryant und nicht John Smith, wer das auch immer ist. Dafür lebt Kobe", sagte Lakers-Trainer Mike D'Antoni.

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