Superstar LeBron James gewann 2012 die NBA-Playoffs mit den Miami Heat © getty

Beim Erfolg in Philadelphia überragen die Stars der Heat und bauen die Serie aus. Die Clippers lassen den Jazz keine Chance.

Von Hardy Heuer

München - Es war mal wieder ein denkwürdiger Abend für die Miami Heat: Der 114:90 (56:47)-Erfolg bei den Philadelphia 76ers und damit zehnte Sieg in Folge geriet schon fast zur Nebensache.

Dafür sorgten die Heat-Stars LeBron James und Dwyane Wade. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

Während Wade mit 33 Zählern die 16.000-Punkte-Mauer durchbrach und so einen Meilenstein erreichte, verbuchte der "King" mit 16 Punkte, 11 Assists und 10 Rebounds das 35. Triple-Double seiner Karriere.

"Diesmal wollte ich so lange spielen, bis ich das Triple-Double habe. Ich hatte schon so viele Spiele, in denen mir ein Rebound oder ein Assist gefehlt hat", erklärte James: "Diesmal nicht."

Wade trifft nach Belieben

Wade war ebenfalls nicht zu stoppen und erzielte seine 33 Punkte in nur 32 Minuten. 14 seiner 18 Würfe aus dem Feld fanden den Weg in den Korb. ( 678317 DIASHOW: Die Bilder der 17. Woche )

Miamis Trainer Erik Spoelstra war hochzufrieden mit der Leistung seines Teams. "Es war ein professioneller Sieg", erklärte er und fand lobende Worte für seinen Superstar:

"LeBron hat uns mit seiner Uneigennützigkeit auf Kurs gebracht, hat die offenen Mitspieler gesucht und gefunden. Und wir haben sehr effizient gepunktet."

Respekt vor James' Leistung

Lob erhielt der Superstar auch vom Gegner. "Er ist so groß, stark und kraftvoll. Er entscheidet, wann er passen oder treffen will", sagte Sixers-Coach Doug Collins.

Bei seinem Team war Jrue Holiday mit 21 Zählern, 6 Assists und ebenso vielen Rebounds bester Akteur. (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop)

Natürlich war das nichts im Vergleich zu dem, was James und Wade auf das Parkett zauberten. (SERVICE: Die Tagesbesten)

"In der ersten Hälfte haben wir viele Dinge richtig gemacht. Wir müssen das aber 48 Minuten durchhalten", klagte Holiday. "Er ist ein großartiger Spieler, aber er braucht Unterstützung", analysierte Kontrahent James.

Sixers mit Reboundschwächen

Bis zum dritten Viertel konnte Philadelphia einigermaßen mithalten, lag zur Halbzeit mit nur neun Punkten zurück. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Evan Turner und Lavoy Allen brachten die Sixers sogar zu Beginn des Viertels auf fünf Zähler heran, doch James konterte eiskalt mit einem Dreier.

Im Anschluss drehte die Heat-Maschinerie auf und setzte sich immer mehr ab.

Vor allem unter dem Korb zeigten die Sixers große Schwächen. Bis Mitte des zweiten Viertels standen die Gastgeber noch ohne Offensiv-Rebound da.

Bosh sieht keine Grenzen

Mit einem 16-Punkte-Vorsprung ging Miami schließlich ins Schlussviertel und ließ die Gastgeber nicht mehr herankommen.

"Wir sind noch besser als letztes Jahr, weil wir uns besser kennen und verstehen. Wir finden immer mehr zusammen, das Verständnis auf dem Platz ist da", betonte Miamis Forward Chris Bosh, der 13 Punkte erzielte:

"Wir spielen langsam so, wie wir uns das am Anfang vorgestellt haben. Und wenn es so weitergeht, sind uns keine Grenzen gesetzt."

Das sieht auch Collins so. "Sie sind ein großartiges Team. Ich sehe keinerlei Schwächen", sagte der Sixers-Coach.

Miami liegt mit einer Bilanz von 39 Siegen und 14 Niederlagen nach wie vor unangefochten an der Spitze im Osten, Philadelphia bangt auf Platz neun um die Playoff-Teilnahme.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Los Angeles Clippers - Utah Jazz 107:94

Die Los Angeles Clippers feierten einen ungefährdeten Heimsieg.

Mit 107:94 (51:49) ließen sie den Utah Jazz keine Chance. Clippers-Forward Blake Griffin kam auf 18 Punkte und 7 Rebounds, Spielmacher Chris Paul assistierte ihm mit 11 Zählern, 7 Assists und 7 Rebounds.

"Wir spielen für etwas viel größeres als nur diese Siege", betonte Paul.

Die Clippers (40:18) belegen im Westen den dritten Rang.

Washington Wizards - Houston Rockets 105:103

Die Washington Wizards überraschten die Houston Rockets beim 105:103 (46:57)-Heimsieg mit einer starken Aufholjagd.

Einen zwischenzeitlichen 17-Punkte-Rückstand münzten die Gastgeber in den Schlusssekunden durch jeweils einen verwandelten Freiwurf von Emeka Okafor und Bradley Beal in einen Sieg um.

Reservist Trevor Ariza überzeugte bei den Wizards mit 18 Punkten und 6 Assists, den Rockets reichten James Hardens 27 Zähler am Ende nicht.

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