In den letzten vier Spielen lieferte Tony Parker (Mitte) 28,5 Punkte und 9,0 Assists ab © getty

Der Spurs-Guard stellt L.A. vor eine unlösbare Aufgabe und wird von "Pop" geadelt. Chris Paul erwischt einen rabenschwarzen Tag.

Von Florian Pertsch

München/Los Angeles - Die San Antonio Spurs haben den Los Angeles Clippers eine Lektion erteilt und den dritten der Western Conference vor eigenem Publikum mit 116:90 (58:43) abgefertigt (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Tony Parker führte die Texaner mit 31 Punkten und sieben Assists zum fünften Sieg in Folge und damit zur aktuell besten Auswärtsbilanz (22 Siege, 10 Niederlagen) aller NBA-Teams.

Das Team von Trainer Gregg Popovich ließ den Überfliegern um Blake Griffin und Chris Paul zu keiner Zeit der Partie den Hauch einer Chance und festigte durch den 43. Saisonsieg den Status als bestes Team der NBA (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Popovich relativiert den deutlichen Sieg

Der erfahrene Trainer der Spurs wollte den Sieg nicht überbewerten: "Wir sind nicht so gut, und sie sind nicht so schlecht. Es liegt wohl eher daran, dass wir nach dem All-Star-Pause schon ein Spiel hatten und sie nicht."

Auch Parker geriet angesichts des Erfolgs über den Westrivalen nicht aus dem Häuschen:

"Es war nur ein Spiel. Wir müssen immer das große Ganze im Blick behalten - wir wollen den Titel."

"Pop" adelt Parker

Viel wichtiger als der Sieg war für Popovich die Entwicklung seines französischen Aufbauspielers.

"Ich wollte Tony ein paar Spielzüge ausführen lassen, aber er hat mich immer überstimmt. Er ist erwachsen geworden und jetzt ein kompletter Spieler", adelte der Trainerfuchs seinen Schützling.

Danny Green sorgte bei den Spurs für 15 Punkte, Tiago Splitter und Manu Ginobili kamen auf zehn Zähler (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Bei den Clippers war Bankspieler Matt Barnes mit 18 Punkten der Topscorer, Blake Griffin brachte es auf 17 Punkte und acht Rebounds ( 678317 DIASHOW: Die Bilder der 17. Woche ).

"Niederlage ist sehr peinlich"

"Diese Niederlage ist schon sehr peinlich, aber sowas passiert eben", erklärte Griffin nüchtern: "Es gibt eben Tage, an denen nichts funktioniert. Jetzt müssen wir im nächsten Training an unseren Fehlern arbeiten."

All-Star-MVP Chris Paul blieb unter seinen Möglichkeiten und lieferte in 27 Minuten nur vier Punkte ab.

"Sie haben uns heftig vermöbelt. Zum Glück war es kein entscheidendes Spiel sieben oder das letzte Saisonspiel. Tony saß heute definitiv auf dem Fahrersitz, er konnte machen, was er wollte", ärgerte sich "CP3".

Del Negro ist restlos bedient

Auch Clippers-Coach Vinny Del Negro, der als Spieler selbst für die Spurs auflief, war komplett bedient: "Sie haben uns von Beginn an mächtig in den Hintern getreten. Und das in jeglicher Hinsicht."

Los Angeles verpasste es durch die Pleite, an den im Westen auf Rang zwei liegenden Oklahoma City Thunder vorbeizuziehen, und empfängt im Staples Center als nächsten Gegner die Utah Jazz.

Für die Spurs geht der Trip an der Westküste direkt weiter. In der Nacht auf Samstag steht das Auswärtsspiel bei den Golden State Warriors an.

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