James Harden (r.) ist durchschnittlich 26,5 Punkten Houstons bester Scorer © getty

Der All-Star-Debütant liefert gegen die Ex-Kollegen seine Karrierebestleistung ab, Howard springt für Kobe Bryant in die Bresche.

Von Florian Pertsch

München - Die Houston Rockets haben im Kampf um die Playoffs ein echtes Ausrufezeichen gesetzt (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Das achtplatzierte Team der Western Conference bezwang den Vizemeister Oklahoma City Thunder (Rang 2 im Westen) mit 122:119 (57:62).

Mann des Abends war Houstons James Harden, der gegen sein altes Team mit 46 Punkten seine Karrierebestleistung ablieferte .

"Ich habe den Jungs auf dem Feld gesagt, dass wir alles Erdenkliche machen werden, um diesen Sieg zu holen. Wir haben zur rechten Zeit gut verteidigt und unsere Würfe getroffen", stellte Harden die Teamleistung in den Vordergrund ( 678317 DIASHOW: Die Bilder der 17. Woche ).

"Phänomenale Offensiv-Macht"

Der Publikumsliebling der Rockets kam zusätzlich auf acht Rebounds und sechs Assists und versenkte sieben seiner acht Dreipunktwürfe.

Houstons Coach Kevin McHale dagegen schwärmte von Hardens Vorstellung: "Er ist eine phänomenale Offensiv-Macht. Er zieht stark, er trifft seine Würfe. Sobald er Tempo aufgenommen hat, ist er eigentlich nicht mehr zu verteidigen."

MVP-Kandidat Harden?

Aufbauspieler Jeremy Lin erzielte 29 Punkte und acht Assists und positionierte den Mann mit dem Rauschebart im MVP-Rennen (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Wenn er jetzt nicht als möglicher MVP-Kandidat gesehen wird, dann weiß ich es auch nicht. Er hat alle wichtigen Aktionen erfolgreich abgeschlossen, und auch meine Punkte, habe ich ihm zu verdanken."

NBA-Topscorer Kevin Durant (29,2 Punkte) kam für die Thunder nur auf 16 Zähler, legte dafür aber in zwei weiteren Kategorien zweistellige Werte auf.

"Sie haben verteidigt, wir nicht"

"Durantula" holte sich zusätzlich zwölf Rebounds, gab elf Assists für die Kollegen und fasste den Sieg kurz angebunden zusammen. "Sie liefen heiß, wir blieben kalt. Sie haben verteidigt, wir nicht", murrte Durant.

Russell Westbrook und Thabo Sefolosha erzielten jeweils 28 Punkte, wobei Westbrook mit zehn Rebounds und acht Assists nur knapp am Triple-Double vorbeischrammte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Es sollte gegen die Rockets dennoch nicht genug sein. Houston lag mit etwas mehr als sieben Minuten verbleibender Spielzeit 14 Punkte hinten, doch Harden und Lin leiteten einen 21:4-Lauf ein und sicherten den Rockets ihren 30. Saisonsieg (26 Niederlagen).

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Los Angeles Lakers - Boston Celtics 113:99

Die Los Angeles Lakers ließen sich vom Tod des Klub-Besitzers Jerry Buss nicht aus der Bahn werfen und besiegten den Erzrivalen Boston Celtics mit 113:99 (66:55).

Superstar Kobe Bryant kam nach seinem Auftritt beim All-Star Game in Houston nur auf 16 Zähler und sieben Assists, beeindruckte dafür aber vor der Partie mit einer einfühlsamen Ansprache für den am Montag verstorbenen Buss .

Bryant will Lakers-Geschichte fortsetzen

"Wir haben den besten Klubbesitzer aller Zeiten verloren, der mit seinen Visionen den Basketball veränderte", blickte Bryant zurück:

"All die Trophäen und Titel, das alles war sein Verdienst. Diese Erfolgsgeschichte müssen wir fortsetzen."

Celtics-Topscorer Paul Pierce kam auf 26 Zähler und konnte die Situation der Lakers gut nachvollziehen.

Pierce erinnert an Auerbach

"Wir erlebten das gleiche, als Red Auerbach von uns ging. Das waren sehr emotionale Spiele", erklärte Pierce, der gleichzeitig wusste, dass die Partie gegen L.A. sehr schwer werden würde:

"Solche Mannschaften sind brandgefährlich, gerade wenn sie zu Hause antreten. Jeder will die Heimhalle noch ein bisschen mehr verteidigen. Ich habe es in Kobes Augen gesehen."

Die Lakers konnten gegen die Celtics auf "Superman" Dwight Howard zählen, der mit 24 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double ablieferte.

Howard vom Siegesgedanken besessen

"Ich wollte diesen Sieg unbedingt für Dr. Buss holen. Ich konnte den ganzen Tag an nichts anderes denken. Genauso müssen wir weiterarbeiten, und dann wird die Saison vielleicht doch noch etwas", erklärte Howard.

Insgesamt punkteten sieben Spieler von Trainer Mike D'Antoni zweistellig und sorgten für eine sehr ausgeglichene Teamleistung.

Antawn Jamison brachte es als Bankspieler auf 15 Zähler, Earl Clark war mit 14 Punkten und 16 Rebounds zur Stelle (SERVICE: die Tagesbesten).

Gegen die Lakers gelang es den arg verletzungsgeschwächten Celtics nicht, ihre Ausfälle zu kompensieren.

Garnett bleibt kalt

Ohne Rajon Rondo, Leandro Barbosa und Jared Sullinger war Courtney Lee mit 20 Punkten neben Pierce der beste Celtics-Korbjäger.

Kevin Garnett blieb mit zwölf Zählern und vier Rebounds unter seinen Möglichkeiten.

Durch den 26. Saisonsieg rückten die Lakers im Westen an den Portland Trail Blazers vorbei auf Rang neun der Conference und sind nun der heißeste Verfolger Houstons.

Atlanta Hawks - Miami Heat 90:103

Der NBA-Champion Miami Heat feierte gegen die Atlanta Hawks seinen achten Sieg in Serie und bleibt im Osten durch das 103:90 (45:49) das Team mit der besten Bilanz (34:17).

Die Heat mussten sich für den Sieg aber hart ins Zeug legen und gewannen die Auswärtspartie nur dank eines überragenden letzten Viertels (40:17).

Bester Werfer Miamis war einmal mehr LeBron James, der 24 Punkte, elf Assists und sechs Rebounds ablieferte. Dwyane Wade brachte es für die Heat auf 20 Zähler.

Bei den Hawks übernahm Al Horford das Kommando. Der Center traf zwölf seiner 15 Würfe und kam auf 27 Punkte und neun Rebounds.

Josh Smith ließ sich von den anhaltenden Tradegerüchten nicht aus der Ruhe bringen und schrammte mit zehn Punkten, neun Rebounds und neun Assists knapp an einem Triple-Double vorbei.

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