Joe Johnson (r.) wechselte vor der Saison von den Atlanta Hawks zu den Brooklyn Nets © getty

Der Nets-Guard beweist Nerven aus Stahl, Routinier Parker trägt die Spurs. Big Al Jefferson ärgert die Golden State Warriors

Von Florian Pertsch

München - Die Brooklyn Nets haben die Milwaukee Bucks in der Verlängerung mit 113:111 (1005:105, 61:51) bezwungen und ihren vierten Platz in der Eastern Conference verteidigt.

Mann des Abends war Brooklyns Joe Johnson (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Erst schoss er die Nets mit einem Dreipunktwurf eine Sekunde vor dem Ende in die Overtime, dann wartete er erneut bis zum letzten Augenblick und versenkte den entscheidenden Wurf zum Sieg.

"Egal ob Playoffs oder während der Saison, das ist immer ein sagenhaftes Gefühl", freute sich der Shooting Guard über seine entscheidenden Würfe ( 675108 DIASHOW: Die Bilder der 16. Woche ).

Lange Pleitenserie gegen Milwaukee endet

Insgesamt kam Johnson auf 24 Punkte, fünf Rebounds und fünf Assists. Unterstützt wurde er von Aufbauspieler Deron Williams und Brook Lopez, die jeweils 19 Punkte erzielten.

"Für gewöhnlich ist das erste Spiel nach dem All-Star Break immer etwas schlampig. Nachdem wir die letzten 13 Partien gegen die Bucks alle verloren haben, ist der Sieg natürlich besonders gut für uns", erklärte Williams.

Bogans trumpft auf

Keith Bogans kam als Bankspieler zwar nur auf neun Punkte, davon erzielte er aber sechs (2 Dreier) in der Overtime (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Durch Johnsons Galavorstellung gerieten die 34 Punkte von Milwaukees Brandon Jennings etwas in den Hintergrund, der damit Topscorer des Spiels war (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Bucks-Coach Jim Boylan hob folglich auch Johnsons Gala hervor: "Wir wussten, dass Brooklyn nach Joe suchen wird. Luc Mbah a Moute verteidigte ihn sehr hart, doch Joe hat einen sensationellen Wurf versenkt."

Ersan Ilyasova kam auf 21 Zähler und neun Rebounds, Monta Ellis lieferte 18 Punkte und jeweils acht Rebounds sowie Assists ab.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Sacramento Kings - San Antonio Spurs 102:108

Die San Antonio Spurs gaben sich gegen West-Kellerkind Sacramento Kings keine Blöße und blieben durch den 108:102 (50:41)-Sieg das aktuell beste Team der NBA (Bilanz: 43 Siege, 12 Niederlagen).

Überragender Spieler der Spurs war Tony Parker, der 30 Punkte und elf Assists ablieferte (SERVICE: die Tagesbesten).

"Er macht einfach da weiter, wo er vor dem All-Star Break aufgehört hat", freute sich Spurs-Coach-Gregg Popovich: "Er spielt eine unglaubliche Saison und macht immer weiter."

Green hebt die Messlatte an

Danny Green kam auf 21 Zähler, traf fünf seiner acht Dreier und legte die Messlatte für seinen französischen Chef sehr hoch: "Wir erwarten von Tony nichts anderes. Das sind genau seine Spiele, er war einfach er selbst."

Für die Kings sorgte das Guard Duo Tyreke Evans und Isaiah Thomas für die meisten Punkte. Thomas war mit 22 Zählern Topscorer Sacramentos, Evans lieferte 20 Punkte ab.

Für Kings-Center DeMarcus Cousins hatte der Erfolg der Spurs einen ganz einfachen Grund: ?Sie spielen Teambasketball, das macht sie so gut.?

Utah Jazz - Golden State Warriors 115:101

Die Golden State Warriors (30:23) kassierten bei den Utah Jazz die sechste Niederlage in Folge und verlieren durch die 101:115 (53:58)-Pleite im Westen weiter an Boden auf die fünftplatzierten Memphis Grizzlies (34:18).

Warriors-Coach Mark Jackson hielt sich trotz der Niederlage mit der Kritik etwas zurück: "Ich werde meinen Spielern auch weiterhin komplett vertrauen. Aber ich brauche jetzt fünf Jungs auf dem Feld, die kratzen und beißen, um diese Niederlagenserie zu beenden."

Hayward gibt sein Comeback

Für die Jazz, bei denen sechs Spieler zweistellig punkteten, sorgte Center Al Jefferson für 24 Zähler und drei Blocks.

Gordon Hayward, der nach einer Schulterverletzung zurückkehrte, brachte es als Bankspieler auf 17 Zähler.

Bei den Golden State Warriors war es Stephen Curry mit 29 Punkten, der die Hauptlast auf seinen Schultern trug.

David Lee lieferte 19 Zähler und neun Rebounds ab, Bankspieler Jarrett Jack kam auf 19 Punkte.

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