Kenneth Farried (l.) erzielte im Rising-Stars-Spiel 40 Punkte und wurde zum MVP gewählt © getty

Die Nuggets beenden ihre Pleitenserie, Rising-Star-MVP Faried dominiert die Bretter. Bostons Pierce benötigt Zielwasser.

Von Florian Pertsch

München/Denver - Die Denver Nuggets haben den All-Star Break gut verkraftet und nach zuletzt drei Niederlagen in Folge gewonnen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Gegen die Boston Celtics gelang den Nuggets ein 97:90 (39:40)-Sieg, wobei vor allem das dritte Viertel (29:20) der Schlüssel zum Sieg war.

Boston, das nach der schweren Verletzung von Star-Aufbauspieler Rajon Rondo auch auf Rookie Jared Sullinger (Rücken-OP) und Leandro Barbosa (Kreuzbandriss) verzichten musste, konnte sich diesmal nicht auf seine Leistungsträger verlassen und kassierte die zweite Niederlage in den letzten zehn Spielen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Haben nicht sauber fertig gespielt"

Celtics-Coach Doc Rivers war neben dem dritten Viertel auch mit der restlichen Partie nicht wirklich zufrieden:

"Wir haben die Spielabschnitte einfach nicht sauber fertig gespielt. Ende des ersten, zweiten und dritten Viertels hatten sie ihren kleinen Lauf. Das hat uns Kopf und Kragen gekostet."

Pierce ohne Wurfglück

Paul Pierce traf lediglich zwei seiner 14 Wurfversuche aus dem Feld und kam lediglich auf zehn Punkte (je 6 Rebounds und Assists) ( 675108 DIASHOW: Die Bilder der 16. Woche ).

"Wir haben zu statisch gespielt, der Ball hat sich zu wenig bewegt. Wir haben uns nicht dem Spiel angepasst, zu viel Eins gegen Eins gespielt. Defensiv verpassten wir die entscheidenden Aktionen und so konnten sie davon ziehen", erklärte Pierce die Pleite.

Kevin Garnett steckte wohl das All-Star Weekend noch in den Knochen. Der Forward lieferte zwölf Punkte und neun Rebounds ab und vergab zweieinhalb Minuten vor dem Ende beim Stand von 86:91 aus Sicht der Celtics zwei wichtige Freiwürfe (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Bester Werfer der Celtics war Bankspieler Jeff Green mit 20 Zählern.

Rivers vermisst das Teamplay

Die grundsätzliche Einstellung fand Rivers in Ordnung, doch wie auch Pierce bemängelte er das Zusammenspiel: "Jeder ging in die Partie und wollte das Spiel gewinnen. Leider wollte jeder das Spiel alleine gewinnen, und keiner vertraute den Teamkollegen."

Auch bei Denver lief ein Protagonist des Wochenendes auf. Kenneth Faried, MVP des Rising-Stars-Spiels, regierte für die Nuggets mit 16 Rebounds unter den Körben.

Lawson strotzt vor Selbstvertrauen

Ty Lawson und Danilo Gallinari erledigten die Arbeit in der Offensive und erzielten jeweils 26 Punkte.

Lawson, der in den letzten vier Spielen 27,5 Punkte im Schnitt erzielte (Saison: 15,8), strotzte nur so vor Selbstvertrauen:

"Ich versuche immer zu attackieren. Ich denke keine Sekunde darüber nach, ob ich den Schuss nehmen sollte. Ich vertraue mir komplett, und bislang funktioniert das ziemlich gut für mich."

Denver sitzt Memphis im Nacken

Andre Igoudala, der nach einer Nackenverletzung zwei Spiele pausieren musste, stand wieder 29 Minuten auf dem Parkett. Zwar gelang ihm nur einen Punkt von der Freiwurflinie (0 von 7 Würfe aus dem Feld), aber immerhin bediente er seine Kollegen mit sieben Assists.

Denver bleibt durch den 34. Sieg (21 Niederlagen) den fünftplatzierten Memphis Grizzlies (34 Siege, 18 Niederlagen) in der Western Conference dicht auf den Fersen.

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