Der überragende Clippers-Spielmacher wird beim 62. All-Star Game zum MVP gewählt. Das Privatduell mit James gewinnt Bryant.

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Von Eric Böhm

München/Houston - Die Western Conference hat das 62. All-Star Game der NBA in Houston für sich entschieden.

Gegen die Superstars der Eastern Conference gelang in einem spektakulären Offensivfeuerwerk ein 143:138 (69:65). Der Osten gewann zuletzt vor drei Jahren ( 677435 DIASHOW: Die Bilder des All-Star Games 2013 ).

Der überragende Chris Paul von den Los Angeles Clippers wurde dank 20 Punkten sowie 15 Assists zum MVP gewählt. Sein Vorgänger Kevin Durant (Oklahoma City Thunder) war mit 30 Zählern Topscorer.

"Du willst einfach sehr schnell spielen und den Fans etwas bieten. Ich gebe sehr gern Lob-Anspiele und sehe Dreier fallen. Warum sollte ich bei all dieser Feuerkraft nicht passen?", fragte Paul rhetorisch.

Premiere für die Clippers

Der Point Guard wurde nicht nur als erster Clippers zum wertvollsten Spieler gewählt, sondern stieß auch in die Sphären von Magic Johnson und Isiah Thomas vor.

Die beiden Spielmacher-Legenden hatten bis dato als einzige Akteure in einem All-Star Game mindestens 20 Punkte und 15 Assists verbucht (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Chris ist ein kompletter Spieler. Du merkst ihm an, dass er lieber vorbereitet, als selbst abzuschließen. Er macht es dir sehr einfach", lobte Durant.

Bryant genießt

In der durchaus umkämpften Schlussphase versetzte dann Kobe Bryant in seinem 15. All-Star-Start in Folge (NBA-Rekord) die Arena in Ekstase.

Zweimal blockte er MVP LeBron James (19 Punkte) und verhalf so dem von Gregg Popovich (San Antonio) betreuten Westen zum Sieg. Nach seinem zweiten Block gelang Durant per Dunking die Entscheidung zum 136:126 (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Das war ein großartiger Block. Ich habe noch nie gesehen, wie ein MVP bei einem Sprungwurf so geblockt wurde", sagte "Durantula".

Doppelter Sieg

Am 50. Geburtstag Michael Jordans stand das Duell zwischen James und Bryant besonders im Blickpunkt, schließlich werden beide häufig mit dem besten Basketballer aller Zeiten verglichen.

"His Airness" hatte an seinem Jubiläumswochenende noch zusätzlich Öl ins Feuer gegossen. Wenn er wählen müsse, würde er sich wegen der fünf Meistertitel für Bryant entscheiden.

Die Endphase war somit der zweite Sieg für die 34-jährige "Black Mamba". "Ich bin für meine Verteidigung bekannt. Ich bin da immer sehr clever", genoss Bryant seinen persönlichen Triumph.

Kein böses Blut

Im vergangenen Jahr hatte er gegen Miamis Glitzer-Trio noch das Nachsehen gehabt. Dwyane Wade brach ihm in Orlando die Nase.

Böses Blut gab es heuer jedoch nicht. Die beiden Kontrahenten gingen sehr freundschaftlich miteinander um.

Wade lieferte ein starkes Spiel ab. "The Flash" traf zehn von 13 Würfen, gab sieben Assists und verbuchte 21 Punkte. Chris Bosh wurde dagegen nach zwei Air-Balls im ersten Viertel ausgebuht.

Drei Europäer dabei

Bester Akteur des Ostens - Miamis Erik Spoelstra fungierte als Coach - war Carmelo Anthony (New York Knicks). Ihm gelangen 26 Zähler sowie zwölf Rebounds.

"Es war ein gutes Duell - speziell mit Kobe. Ich hatte viel Spaß. Es waren zwei Jungs, die gern wetteifern", sagte James.

Wegen seiner Knieverletzung zu Saisonbeginn war Deutschlands Ausnahmespieler Dirk Nowitzki erstmals seit 2001 nicht dabei.

Deshalb war neben dem im Sudan geborenen Briten Luol Deng und dessen Bulls-Mitspieler Joakim Noah nur ein weiterer Europäer dabei - Noahs Landsmann Tony Parker.

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