Miami verabschiedet sich mit einem Paukenschlag in den Allstar-Break, James' Serie reißt. Durant bezahlt für sein Gerede.

[kaltura id="0_hc6w194g" class="full_size" title=""]

Von Florian Pertsch

München/Oklahoma City - In der Neuauflage des letztjährigen Final-Duells zwischen den Miami Heat und den Oklahoma City Thunder hat auch diesmal der Champion aus Miami die Nase vorn gehabt.

LeBron James führte die Heat mit 39 Punkten, zwölf Rebounds und sieben Assists zum 110:100 (63:46)-Auswärtserfolg. Die Finals-Serie 2011/12 miteingerechnet, war es der sechste Sieg in Folge für Miami.

Für den NBA-Vizemeister aus Oklahoma war es in dieser Saison erst die vierte Heimpleite (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Durant übertrumpft Kumpel James

Diese konnte auch Thunder-Topscorer Kevin Durant nicht verhindern, der sogar noch einen Punkte mehr als "King James" erzielte und auf 40 Zähler, acht Rebounds und vier Assists kam.

"Wir haben unseren Willen und unseren Stil durchgesetzt", zeigte sich Dwyane Wade (13 Punkte, 8 Assists) mit der souveränen Leistung zufrieden, wollte den zweiten Saisonsieg über die Thunder aber auch nicht überbewerten: "Wir haben zwei Spiele gegen sie gewonnen, mehr nicht."

Rekordserie gerissen

James verpasste nach zuletzt sechs Spielen in Folge mit 30 Zählern und einer Wurfquote von über 60 Prozent den Rekord auf sieben Partien auszubauen und schloss die Partie mit 58 Prozent ab (14 von 24).

"Es gibt nichts Besseres als gewinnen im Sport. Nur das zählt, die 60 Prozent bedeuten mir nichts. Ich will nur gewinnen", wiegelte James ab.

Oklahoma verschlief das erste Viertel komplett (17:32) und lief bis zum Schlussabschnitt einem Rückstand hinterher ( 675108 DIASHOW: Die Bilder der 16. Woche ).

Zwischenzeitlich 23 Punkte Rückstand

Fünf Minuten vor dem Ende des dritten Viertels betrug die Punktedifferenz 23 Zähler und stellte den Negativrekord der Saison gegen Brooklyn vor gut einem Monat ein.

"Das erste Viertel, da war die Partie gelaufen", ärgerte sich Durant, der nur einen seiner ersten sieben Würfe traf: "Wir haben gekämpft und gekämpft und das immer nur bergauf. Gegen einen Meisterschaftskandidaten ist das verdammt hart."

Neben Durant lieferte nur Aufbauspieler Russell Westbrook eine zweistellige Punktausbeute ab. Der Guard kam auf 26 Punkte und zehn Assists, leistete sich aber auch sechs Turnover (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Bosh gelingt ein Double-Double

Auf Seiten der Heat viel die Verteilung etwas gleichmäßiger aus. Chris Bosh sorgte mit 20 Zählern und zwölf Rebounds für ein Double-Double, Ray Allen steuerten 13 Punkte zum Sieg bei.

James' guter Kumpel Durant hatte trotz der Niederlage Spaß beim Duell der MVP-Kandidaten: "Ich nehme die Herausforderung in jedem Duell an. Er hat echt schwere Würfe getroffen - Einbeinige, im Nachhintenfallen aus der Ecke, Dreier. Da kann man nur den Hut ziehen."

"Dann war er irgendwann still"

Der King nahm die Herausforderung gegen seinen Trainingspartner gerne an. "Er quatschte mich voll: Schieß doch, du kannst es doch gar nicht. Also nahm ich den Wurf und traf. Ich traf den Nächsten und den Nächsten und den Nächsten. Dann war er irgendwann still", verriet James mit einem breiten Grinsen

Mit gute einer Minute verbleibender Spielzeit verfehlte er einen Dreipunktwurf und rutschte auf 58 Prozent (14 von 24) ab.

War der "Statistik-Rückschlag" für James noch zu verschmerzen, brachten ihn die Schiedsrichter etwas mehr auf die Palme.

Die Offiziellen brachten es fertig, James sechs Sekunden vor der Halbzeit innerhalb von zwei Zehntel einer Sekunde zwei Fouls zu pfeifen.

Offenbar nach einer Provokation eines Zuschauers verlor "The Chosen One" dann die Beherrschung, ließ seinem Frust freien Lauf und kassierte zusätzlich ein technisches Foul.

Miami weiter Spitzenreiter

Am 36. Sieg Miamis (14 Niederlagen) sollte es dennoch nichts ändern und so verteidigen die Heat ihre Spitzenposition vor den New York Knicks in der Eastern Conference (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Oklahoma (39:14) gibt erst zum zweiten Mal in dieser Saison zwei Spiele in Folge ab und verliert damit etwas an Boden auf West-Spitzenreiter San Antonio (42:12).

Nach dem Allstar-Break muss Miami zu den Atlanta Hawks, für die Thunder heißt der nächste Gegner Houston Rockets.

Weiterlesen