Joakim Noah (l.) gewann am College mit Florida zwei Meistertitel © getty

Die Celtics setzen sich in einem harten Kampf gegen Chicago durch. "Jet" macht den Kettenhund. Die Spurs vermeiden eine Blamage.

Von Eric Böhm

München - Die Boston Celtics haben sich in einer beinharten Abwehrschlacht durchgesetzt.

Im Ost-Klassiker gegen die Chicago Bulls setzte sich der Rekordmeister mit 71:69 (35:36) durch, obwohl er im gesamten dritten Viertel ganze acht Punkte zustande brachte.

Angeführt von All-Star Kevin Garnett, der acht seiner zwölf Zähler im Schlussabschnitt verbuchte, gelang den Celtics aber noch die Wende (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Du gewinnst Spiele in der Verteidigung. Das haben wir heute gezeigt. Jeder hat heute großartig gearbeitet", betonte Jason Terry (12 Zähler).

Terry meldet Robinson ab

Der langjährige Teamkollege Dirk Nowitzkis hatte die Sonderaufgabe bekommen, Bulls-Guard Nate Robinson abzumelden.

Das gelang ihm eindrucksvoll. "KryptoNate" war kein Faktor. Aufgrund der Ausfälle spielt Terry jetzt häufiger Point Guard und hilft den Celtics mit seiner Ruhe am Ball ( 675108 DIASHOW: Die Bilder der 16. Woche ).

"Nate hat zuletzt sehr gut gespielt. Ich wollte ihn aus ihrer Offensive nehmen und ihn aus dem Rhythmus bringen", erklärte der "Jet" sein Erfolgsrezept.

"Man muss dieses Team lieben"

Durch den achten Sieg im neunten Spiel ohne Point Guard Rajon Rondo verkürzten die siebtplatzierten Celtics (28 Siege - 24 Niederlagen) den Rückstand in der Eastern Conference auf die Bulls (30:22) zwei Ränge davor (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Neben Rondo fällt auch Leandro Barbosa mit einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison aus. Damit stehen momentan nur drei Guards zur Verfügung.

"Man muss dieses Team lieben. Statt sich unserem Schicksal zu ergeben, haben wir uns für das Leben entschieden. Das macht mich stolz auf die Jungs", lobte Coach Doc Rivers.

Belinelli geblockt

Kapitän Paul Pierce traf zwar nur zwei von zwölf Würfen, versenkte jedoch drei Minuten vor dem Ende einen Dreier zur 65:60-Führung, die sich in diesem Spiel wie der doppelte Vorsprung anfühlte.

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Nach einem verpassten Freiwurf Robinsons kam Belinelli sechs Sekunden vor Schluss an den Ball, wurde bei seinem potenziell siegbringenden Dreier von Terry geblockt.

Den Abpraller schnappte sich Taj Gibson. Sein Verzweiflungsversuch blieb jedoch viel zu kurz. Die 22 Ballverluste waren für Chicago negativer Saisonrekord und Hauptgrund für die Pleite.

Viele Fahrkarten

Beide Teams kamen auf eine miserable Wurfquote von knapp über 36 Prozent. Die Topscorer waren Brandon Bass (14) und Chicagos Belinelli (12).

Center Joakim Noah schnappte sich für die Bulls 16 Rebounds. Der Franzose und seine Starter-Kollegen hätten an diesem Abend aber vermutlich kein Scheunentor getroffen.

"Ich kann den Jungs nur einen Vorwurf machen. Dass manchmal die Würfe nicht fallen, passiert, aber die Turnovers sind inakzeptabel", ärgerte sich Bulls-Coach Tom Thibodeau.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Cleveland Cavaliers - San Antonio Spurs 95:96

Kawhi Leonard rettete den San Antonio Spurs mit seinem späten Dreier den 96:95 (46:54)-Erfolg bei den Cleveland Cavaliers.

"Wir haben das schon 1000 Mal trainiert. Ich wusste, wir können das. Tony (Parker, Anm. der Red.) zieht zum Korb. Entweder er bekommt den Layup oder passt raus", beschrieb Coach Gregg Popovich die Aktion.

Spielmacher Tony Parker sammelte 24 Punkte. Tim Duncan (13 Zähler, 5 Blocks) und Manu Ginobili (5) feierten ihre Comebacks nach Verletzungspausen (SERVICE: die Tagesbesten).

Irving enttäuscht

Für Cleveland war Rookie Dion Waiters (20 Zähler) bester Schütze. Er hatte Sekunden vor Leonards Treffer die Cavs in Führung gebracht.

All-Star Kyrie Irving erwischte einen schwachen Tag. Er vergab 13 seiner 15 Würfe. Die Spurs (42:12) sind weiter hin das beste Team der NBA, Cleveland (16:37) ist im Osten abgeschlagen.

"Wir haben nur über eine Sache gesprochen: Wir wollten keinen Dreier abgeben, und wir haben einen Dreier abgegeben", haderte Cheftrainer Byron Scott.

Los Angeles Clippers - Houston Rockets 106:96

Die Los Angeles Clippers gewannen dank eines fantastischen ersten Viertels (46 Punkte) mit 106:96 (69:49) gegen die Houston Rockets.

Ex-Maverick Caron Butler gab mit 17 seiner 19 Punkte in den ersten zwölf Minuten das Startsignal. Forward Blake Griffin (20 Zähler, 11 Rebounds) ragte dank eines Double-Doubles heraus.

"Wir haben unglaublich stark angefangen. Danach ließ einige Male die Disziplin zu wünschen übrig. Trotzdem hat es am Ende gereicht", analysierte Guard Chauncey Billups.

Harden fehlt

Die Gastgeber (38:17) verteidigten damit Rang drei im Westen. Houston (29:26) blieb Achter, musste in L.A. aber auf Topstar James Harden verzichten. Ihn plagen Knöchelprobleme.

"Er ist unser bester Spieler. Es ist immer schwer für ein Team, das zu kompensieren. Wir hätten aber mehr investieren müssen", meinte Forward Chandler Parsons (17 Punkte).

Zu allem Überfluss verletzte sich im zweiten Viertel auch noch Jeremy Lin (14 Zähler, 7 Assists) bei einem Sturz am Handgelenk. "Es ist nicht schlimm, es tut nur weh", sagte Lin

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