Die Mavs verabschieden sich mit einem Sieg über den Lieblingsgegner in die All-Star-Pause. Vince Carter überflügelt Larry Bird.

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Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben ihr letztes Spiel vor der All-Star-Pause problemlos gewonnen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Gegen die Sacramento Kings glückte Dirk Nowitzkis Mannschaft ein klarer 123:100 (59:44)-Heimerfolg - der vierte Sieg aus den vergangenen sechs Partien.

Dabei glänzte der deutsche Superstar mit einer starken Allround-Leistung. Neben 17 Punkten gelangen ihm acht Rebounds, sechs Assists sowie drei Steals.

"Es war wichtig, vor der Pause noch einen Sieg zu holen. Jetzt können wir Kräfte für den Endspurt sammeln", sagte Nowitzki.

"Es ist ein komisches Gefühl"

Das erste Mal seit 1993 werden die Mavericks bei keinem der All-Star-Events dabei sein. "Dirkules" war seit 2001 immer dabei gewesen, aber die Knie-OP beendete die Serie.

"Es ist schon ein komisches Gefühlt, nicht dort zu sein. In meiner ganzen Karriere war ich immer dabei. Ein bisschen Freizeit, um in die Trainingshalle zu gehen, ist auch schön", betonte der 34-Jährige.

Zwar sind seine Zahlen nach wie vor weit von seinen enorm hohen Standards der letzten Jahre entfernt, aber der Trend zeigt nach oben ( 675108 DIASHOW: Die Bilder der 16. Woche ).

Carter beendet Kings-Hoffnungen

Gegen die Kings versenkte er sechs von neun Versuchen aus dem Feld, traf alle Freiwürfe und war auch sonst sehr aktiv.

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Die Mavs führten im dritten Viertel bereits deutlich, als Sacramento einen Zwischenspurt startete. Die Gäste waren drauf und dran, wieder ins Spiel zu finden, ehe Vince Carter richtig aufdrehte.

Der 36-jährige Routinier (26 Punkte) verwandelte fünf Dreier und erzielte 17 der letzten 21 Zähler seines Teams in dem Abschnitt.

"Das waren offene Würfe, also habe ich sie genommen. Ich habe nicht geworfen, um Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen", meinte "Vinsanity".

Bird muss weichen

Als Bonus konnte sich Carter über zwei weitere Meilensteine seiner langen Karriere freuen. Er wurde zunächst zum elften Spieler der Geschichte mit mindestens 1600 erfolgreichen Dreiern.

Zudem - und wesentlich wichtiger - verdrängte Carter mit nun 21.796 Punkten auch noch Larry Bird vom 29. Rang der ewigen NBA-Scorerliste.

"Ich habe schon ein paar Mal mit Larry gesprochen. Er ist eine Legende und einer der besten Spieler aller Zeiten", zollte der Flügelspieler Bird Respekt.

Horror-Serie geht weiter

Der letzte Distanztreffer im dritten Viertel ebnete den Weg an Bird vorbei und verschaffte Dallas den beruhigenden 92:77-Vorsprung, obwohl Topscorer O.J. Mayo (10 Zähler) keinen seiner insgesamt sieben Dreier verwandelte.

"Es scheint so, als würde jeden Abend einer von uns einen Rekord brechen. Dass es bei einem Sieg klappt, ist cool", sagte Shawn Marion (9 Punkte, 9 Rebounds).

Nowitzki besiegelte mit seinem Dreier zum 100:79 die 18. Niederlage der Gäste beim Meister von 2011 in Folge. Der letzte Sieg in der regulären Saison gelang vor zehn Jahren.

Collison überzeugt

Das Fehlen des deutschen Centers Chris Kaman fiel erneut nicht ins Gewicht. Er verpasste seine achte Partie wegen der Folgen seiner Gehirnerschütterung.

Point Guard Darren Collison überzeugte dank 18 Punkten sowie neun Assists. Der 25-Jährige war vor der Halbzeit hauptverantwortlich dafür, dass sich die Texaner absetzten.

Dallas (23 Siege - 29 Niederlagen) steht in der Western Conference nach wie vor auf Rang elf und benötigt einen gewaltigen Endspurt, um noch in die Playoffs zu rutschen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Wir kämpfen weiter. Das war eine gute Leistung. Es ist nach wie vor etwas möglich", erklärte Carlisle.

Cousins bleibt ruhig

Die Kings fügten ihrer desaströsen Auswärtsbilanz die 23. Pleite hinzu - es gelangen bisher nur fünf Siege.

Guard Tyreke Evans sammelte 23 Punkte. Nach einem Platzverweis und einer Suspendierung bei den ersten beiden Saisonduellen hatte sich Center DeMarcus Cousins (17 Zähler, 13 Rebounds) diesmal im Griff.

"Er wird es noch lernen. Egal ob hier oder woanders, er wird sein Leben und sein Spiel auf die Reihe kriegen", meinte Coach Keith Smart.

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