Dwight Howard (M.) war bereits viermal bester Rebounder der NBA © getty

Die Lakers-Ikone liefert gegen Phoenix das schwächste Spiel seiner Karriere und darf sich bei "D12" bedanken. Durant rastet aus.

Von Eric Böhm

München - Dwight Howard hat seine alte Klasse aufblitzen lassen.

Der Center verbuchte beim knappen 91:85 (56:47)-Heimsieg seiner Los Angeles Lakers gegen die Phoenix Suns 19 Punkte sowie starke 18 Rebounds (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Damit kompensierte "Superman" vor allem Kobe Bryants Horror-Auftritt. Der All-Star kam nur auf vier Pünktchen, traf einen von acht Würfen und leistete sich acht Ballverluste.

"Ich halte das für großartig. Die Zahlen sind kein Erfolgsrezept, aber es geht um unser Team. Es ist ein gutes Zeichen, dass wir trotzdem gewinnen", sagte Bryant.

Rückendeckung von D'Antoni

Sein erster und einziger Treffer zum 89:81 bedeutete gut zwei Minuten vor Schluss die Entscheidung. Bis dahin war es einer der schwärzesten Abende seiner Karriere.

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Seit 2005 war Bryant nicht mehr so eine miese Ausbeute unterlaufen. Damals musste er in einem Spiel gegen Cleveland schon nach sechs Minuten verletzt raus. Wenn er länger spielte, war der 34-Jährige nie schlechter ( 675108 DIASHOW: Die Bilder der 16. Woche ).

"Ich denke, einmal in 17 Jahren ist ihm so ein Spiel erlaubt. Er hatte neun Assists. Es war einer dieser Abende. Er wollte die anderen Jungs zu sehr einbeziehen. Das ist ein schmaler Grat", analysierte Cheftrainer Mike D'Antoni.

O'Neal schaut zu

Im dritten Viertel führten die Lakers bereits 63:53, ehe ihnen in den verbleibenden neun Minuten des Abschnitts nur noch zwei Treffer durch Freiwürfe gelangen.

Vielleicht brachte Shaquille O'Neals Präsenz Bryant und die Lakers aus dem Konzept. Die Legende war beim Duell zwei seiner Ex-Klubs als Zuschauer vor Ort. Die Suns konnten das aber nicht entscheidend nutzen.

"Wir waren im dritten Viertel so gut und hatten es in der Hand. Aus irgendeinem Grund haben wir dann nicht mehr so weiter gemacht", ärgerte sich Guard Jared Dudley.

World Peace legt zu

Im letzten Viertel drehte dann Metta World Peace (17 Zähler) auf und wendete das Blatt für die Gastgeber. Antawn Jamison (19 Punkte, 10 Rebounds) steuerte ein Double-Double bei.

L.A. (25 Siege - 28 Niederlagen) bleibt im Westen Zehnter. Die Suns sind weiterhin das Schlusslicht der Conference (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Sie wollten mich frustrieren und aus dem Spiel nehmen. Ich habe versucht, aus dem Doppel heraus die richtigen Entscheidungen zu treffen", erklärte Bryant.

Tucker überzeugt

Die Forwards Michael Beasley (18) und Luis Scola (15) waren Phoenix' beste Schützen. Der ehemalige Bamberger P.J. Tucker gehörte dank 13 Punkten und fünf Assists zu den auffälligsten Gästen, er verteidigte schließlich auch einige Minuten gegen Bryant.

"Es ist frustrierend. Wir haben nur im dritten Viertel verteidigt. Ansonsten konnten sie machen, was sie wollten. Das reicht eben nicht", kritisierte Beasley.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Utah Jazz - Oklahoma City Thunder 109:94

Die Oklahoma City Thunder mussten bei den Utah Jazz eine überraschende 94:109 (52:58)-Niederlage einstecken, obwohl Kevin Durant 33 Punkte markierte.

Angeführt von Al Jefferson (23 Zähler) dominierten die Big Men der Jazz in der Zone. Die 16 Offensiv-Rebounds unterstreichen das.

"Das war ein Ausrufezeichen von uns. Wir können die Top-Teams schlagen", sagte Power Forward Paul Millsap (18 Punkte, 10 Rebounds).

Durant entschuldigt sich

Der meist so besonnene Durant leistete sich am Ende sogar noch ein unsportliches Frustfoul. Er schleuderte Gegenspieler Alec Burks ins Seitenaus.

"Wir müssen uns besser anstellen. Wir haben ihnen das Spiel geschenkt. Es waren einige dumme Aktionen dabei - vor allem von mir", haderte Durant.

OKC (39:13) behauptete dennoch Rang zwei in der Western Conference. Die Jazz (29:24) liegen als Siebter ausgezeichnet im Rennen.

Memphis Grizzlies - Sacramento Kings 108:101

Die Memphis Grizzlies (33:18) bleiben dank des überragenden Marc Gasols (24 Punkte, 12 Rebounds) klar auf Playoff-Kurs. Gegen die Sacramento Kings glückte ein 108:101 (58:55)-Erfolg.

Defensivspezialist Tony Allen gelang dank 19 Zählern eine Saisonbestleistung und war entscheidend an einem wichtigen Zwischenspurt im dritten Viertel beteiligt.

"Tony war überall zu finden. Er ist ein großartiger Spieler. Diese Leistung brauchen wir von ihm", lobte Gasol.

Kings verpassen Serie

Zum 16. Mal erzielte Memphis in dieser Saison mindestens 100 Punkte - keine der Partien ging verloren. Die Kings verpassten dagegen ihren dritten Sieg in Folge.

Skandal-Center DeMarcus Cousins verbuchte 23 Zähler und fünf Steals. Tyreke Evans sammelte 20 Punkte.

"Im dritten Viertel war unsere Fehlerquote zu hoch, aber wir haben alles getan, um eine Siegchance zu haben. Mehr kann ich nicht verlangen", bilanzierte Sacramentos Coach Keith Smart.

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