Tiago Splitter (r.) erzielte gegen Chicago 16 Punkte und fünf Rebounds © getty

San Antonio verpasst Chicago ohne Stars eine Abreibung. Brooklyn hat in Overtime die Nase vorn. "CP3" lässt L.A. jubeln.

Von Florian Pertsch

München - Die San Antonio Spurs haben ihren Spitzenplatz in der Western Conference verteidigt und bleiben mit 41 Siegen bei zwölf Niederlagen das beste Team der NBA (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Die Spurs mussten gegen Chicago auf Tim Duncan, Tony Parker, Manu Ginobili und Stephen Jackson verzichten, verpassten den Bulls aber dennoch eine 103:89 (51:24)-Abreibung vor eigenem Publikum.

Spurs-Coach Gregg Popovich lobte sein Team für den Kraftakt überschwänglich:

"Könnte nicht stolzer sein"

"Natürlich hofft man, dass alle Spieler in einem System funktionieren. Dennoch war es eine sehr harte Prüfung für die Jungs. Ich könnte nicht stolzer auf meine Team sein."

Parkers französischer Landsmann Nando de Colo übernahm das Zepter bei den Spurs und verteilte sieben Assists (9 Punkte) an die Kollegen.

Green sicher von Downtown

Topscorer San Antonios war Kawhi Leonard der 26 Punkte ablieferte. Danny Green kam auf 18 Zähler und verwandelte drei seiner fünf Dreipunktwürfe ( 671572 DIASHOW: Die Bilder der 15. Woche ).

"Unser Ansatz bleibt immer der Gleiche. Alles startet mit Pop", erklärte Spurs-Topscorer Leonard: "Er bereitet uns perfekt auf das Spiel vor, sagt uns, was wir zu tun haben. Und wir hören ihm zu."

Noah beherrscht die Bretter

Bei Chicago, das abgesehen vom langzeitverletzten Derrick Rose in Bestbesetzung antrat, sorgte Nate Robinson für 20 Punkte. Joakim Noah überzeugte lediglich in der Defensive und griff sich 15 Rebounds (SERVICE: Die Tagesbesten).

Insgesamt holte Chicago mit 49 Rebounds fast doppelt so viele Abpraller wie die Spurs (26) und ließ Trainer Tom Thibodeau fast verzweifeln.

"Haben uns selbst geschlagen"

"Wenn man einen Gegner am Brett so dominiert, dann muss man sagen: Wir haben uns selbst geschlagen", gestand ein genervter Bulls-Coach ein: "Die Spurs lassen dich für jeden Fehler bezahlen. Darin sind sie großartig."

Luol Deng lieferte mit elf Punkten und elf Rebounds ein Double-Double ab. Die Bulls verpassten durch die 21. Niederlage (30 Siege) die Chance, auf den vierten Platz der Eastern Conference vorzurücken, nachdem Indiana ebenfalls patzte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen.

Indiana Pacers - Brooklyn Nets 84:89 n.V.

Die Brooklyn Nets bezwangen die Indiana Pacers mit 89:84 n.V. (76:76, 35:40) und rückten durch den 30. Sieg der Saison (22 Niederlagen) an Indiana (3.) und Chicago (4.) heran.

Ohne Anführer Deron Williams übernahm Joe Johnson Verantwortung.

13 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit versenkte er den Ball mit Brett zum 76:76 und zwang die Partie in die Verlängerung. Insgesamt kam der Guard der Nets auf 17 Zähler.

"Wir haben unter dem Korb gekämpft, wir kamen an die Freiwurflinie. Wir haben uns richtig reingehängt", zeigte sich Interims-Trainer P.J. Carlesimo sehr zufrieden.

Evans im Rebound-Rausch

Topscorer Brooklyns war Center Brook Lopez, der 25 Punkte erzielte. Defensive drehte Reggie Evans mit 22 Rebounds auf.

Bei Indiana sorgte George Hill mit 22 Punkten für die meisten Zähler, Center Roy Hibbert kam mit zwölf Punkten und zehn Rebounds auf ein Double-Double.

"Wenn wir auch nur die Hälfte unserer Fehlwürfe rein machen, dann haben wir locker über 90 Punkte. Unsere Verteidigung hielt Brooklyn lange Zeit bei 70 Zählern", ärgerte sich Paul George, der nur einen seiner zehn Feldwürfe verwandelte: "Meinen Respekt für Brooklyn. Sie haben sehr hart gespielt."

Philadelphia 76ers - Los Angeles Clippers 90:107

Die Los Angeles Clippers feierten nach der Rückkehr von Superstar Chris Paul den zweiten Sieg in Folge und ließen den Philadelphia 76ers keine Chance.

"CP3" führte die Clippers mit 21 Punkten und elf Assists zum ungefährdeten 107:90 (56:33)-Sieg.

Blake Griffin und Bankspieler Jamal Crawford steuerten jeweils 20 Punkte zum 37. Saisonsieg bei.

One-Man-Show von Young

"Wir hatten richtig Spaß auf dem Feld?, freute sich Center DeAndre Jordan, der für einige Dunking-Highlights sorgte: "Wenn wir auf dem Feld in Bewegung bleiben, dann passieren eben gute Dinge."

Bei Philadelphia überzeugte lediglich Nick Young, der mit 29 Punkten fast ein Drittel der 76ers-Punkte erzielte.

Phillys Center Andrew Bynum äußerte sich vor dem Spiel äußerst zurückhaltend über einen Comeback-Termin.

"Ich bin nicht sehr optimistisch. Wenn ich auf dem Feld stehe, dann bin ich bereit", erklärte Bynum, der noch kein einziges Spiel für Philadelphia absolvierte, kryptisch.

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