Kenneth Faried übt gegen Luke Walton schon für den Dunk Contest © getty

Denvers Hochgeschwindgkeitsstil klappt auch bei den Cavaliers. Karl will "die Welt schocken". Villanueva erledigt die Bucks.

Von Eric Böhm

München - Die Denver Nuggets haben ihren Status als heißestes Team der NBA untermauert.

Bei den Cleveland Cavaliers gelang mit dem 111:103 (58:52) bereits der neunte Sieg hintereinander (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Acht der neun eingesetzten Nuggets punkteten zweistellig. Aus dem gewohnt ausgeglichenen Kollektiv ragte der Italiener Danilo Galinari (19 Zähler, 9 Rebounds) heraus.

"Wir werden versuchen, die Welt zu schocken. Wir wollen als erstes Team ohne All-Star die Meisterschaft gewinnen", ging Coach George Karl in die Offensive.

"Nur zehn Superstars in der NBA"

In der Tat hätte Berti Vogts seine Freude an der Truppe. Kein Spieler wurde zum Spektakel in einer Woche in Houston eingeladen. Der Star ist in Denver die Mannschaft.

Seit 2005 gelang den Nuggets (33 Siege - 18 Niederlagen) nicht mehr eine so lange Erfolgsserie. Jetzt feiert der heimstarke Vierte der Western Conference auch immer mehr Auswärtssiege.

"Es gibt nur etwa zehn echte Superstars in der NBA. Ich glaube, Andre Iguodala, Ty Lawson und Kenneth Faried gehören für mich zu den 40 besten Spielern dahinter", sagte Karl ( 671572 DIASHOW: Die Bilder der 15. Woche ).

Faried fühlt keinen Schmerz

Sein attraktiver Hochgeschwindigkeitsstil machte auch den Cavaliers über weite Strecken Probleme. Bei Punkten in der Zone (62:32) und aus Schnellangriffen (19:5) lag Denver deutlich vorn.

Ein 17:6-Endspurt in der ersten Hälfte brachte den Gästen die Kontrolle. Eine Schrecksekunde produzierte Faried (17 Punkte), der sich leicht am Knie verletzte.

"Ich bin ein Krieger. Das hält mich nicht auf. Das war heute meine Art von Spiel", sagte "Manimal", der beim Slam Dunk Contest in Houston antreten wird.

Irving kommt zu spät

Clevelands All-Star Kyrie Irving markierte 26 Punkte, steckte jedoch lange in Foulproblemen. Trotz seiner zwölf Zähler im Schlussabschnitt reichte es nicht mehr.

Die Cavs verkürzten knapp zwei Minuten vor dem Ende auf 99:105, ehe Galinari mit zwei Freiwürfen und Farieds Dunking den Sack für die Gäste zumachten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Ich bin von unserem Einsatz nicht enttäuscht. Wir sind auf ein besseres Team getroffen, das momentan sehr gut drauf ist", bilanzierte Clevelands Trainer Byron Scott.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen.

Milwaukee Bucks - Detroit Pistons 100:105

Die Detroit Pistons gewannen bei den Milwaukee Bucks 105:100 (57:56), weil Charlie Villanueva knapp zehn Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier versenkte.

"Ich hatte mir kurz vorher einen Ballverlust geleistet. Meine Teamkollegen haben mir dann die Chance gegeben. Ich weiß nicht, wer zu mir gepasst hat, aber ich habe sofort abgedrückt", beschrieb der Forward seinen Volltreffer.

Neuzugang Jose Calderon überzeugte mit 23 Punkten sowie zehn Assists. Sein Gegenspieler Brandon Jennings verbuchte 26 Zähler.

Jennings sauer

Nach der fünften Niederlage aus den vergangenen sechs Spielen drohen die Bucks (25:24), allmählich ihren achten Rang in der Eastern Conference zu verspielen.

"Sie haben mehr investiert als wir. Das kann nicht sein. Wir müssen als Team mehr Einsatz zeigen und härter dagegenhalten", forderte Jennings.

Philadelphia 76ers - Charlotte Bobcats 87:76

Die Philadelphia 76ers schafften einen 87:76 (38:37)-Heimerfolg über die Charlotte Bobcats. Lavoy Allen gelangen dabei 14 Punkte und überragende 22 Rebounds (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Ich war schon am College für Temple ein Rebound-Monster. Das ist mein Spiel. Ich wollte das nur einmal klarstellen", sagte der Forward.

Jrue Holiday (20 Zähler) war bester Schütze. Urplötzlich dürfen die "Sixers" (22:27) als Neunter der Eastern Conference wieder von den Playoffs träumen.

Bobcats dümpeln vor sich hin

Die Bobcats bleiben nach der siebten Pleite in Folge weiter das schwächste Team der Liga. Ramon Sessions verbuchte für sie 20 Punkte.

"Wir versuchen den Jungs beizubringen, was einen Profi ausmacht. Du musst in jedem Spiel deine Topleistung abrufen", sagte Coach Mike Dunlap.

[kaltura id="0_dp45epn4" class="full_size" title="LeBron 30 Punkte in 30 Minuten"]

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