Greg Monroe (M.) spielte am College für die Georgetown Hoyas in Washington D.C. © getty

Nach elf Siegen in Folge patzt San Antonio bei den Pistons. Kobe rettet die Lakers vor der Blamage und meckert auf die Egoisten.

Von Eric Böhm

München - Die längste Siegesserie der NBA ist gerissen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Nach elf Erfolgen verloren die San Antonio Spurs überraschend bei den Detroit Pistons mit 109:119 (52:65), blieben aber dennoch das beste Team der Liga.

Ohne die Routiniers Tim Duncan und Manu Ginobili fielen die Spurs im zweiten Viertel deutlich zurück, näher als auf 101:108 kamen sie danach nicht mehr heran.

Trainer Gregg Popovich hatte es schon vorher geahnt: "Wir werden wahrscheinlich bald einen dicken Patzer hinlegen. Das passiert ganz automatisch."

Monroe hat Platz

Ohne Duncan fehlte seinem Team (39 Siege - 12 Niederlagen) vor allem unter den Körben die Präsenz. Tiago Splitter und Boris Diaw konnten ihn nicht ersetzen.

Detroits Center Greg Monroe stieß deshalb in der Zone auf wenig Gegenwehr und sammelte 26 Punkte sowie 16 Rebounds. Brandon Knight steuerte 24 Zähler bei (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Sie haben uns an den Brettern geschlagen und mehr investiert. Wir haben ihre Dreier nicht gut verteidigt. Sie waren einfach deutlich besser", analysierte Coach "Pop".

Nur Parker überzeugt

Bei den Gästen stand Frankreichs Spielmacher Tony Parker (31 Punkte, 8 Assists) meist allein auf verlorenem Posten.

Der deutliche Rebound-Nachteil (33:49) und die gute Trefferquote der Gastgeber konnten Parker und Kawhi Leonard (16 Zähler) nicht augleichen ( 671572 DIASHOW: Die Bilder der 15. Woche ).

Die beiden Comeback-Versuche im letzten Viertel beantworteten Knight und Charlie Villanueva (21 Punkte, fünf Dreier) postwendend mit Treffern aus der Distanz.

Calderon macht Knight besser

Der talentierte Guard Knight profitiert von der Verpflichtung Jose Calderons. Der Spanier (8 Assists) führt abgeklärt Regie, dadurch kann Knight als Scorer glänzen.

"Sie haben den Ball sehr gut bewegt. Immer wenn wir dran waren, haben sie einen Dreier versenkt. Sie haben den Sieg verdient", gab Parker zu.

Die Pistons (19:32) feierten ihre beste Saisonausbeute, haben als Zehnter der Eastern Conference aber schon einen deutlichen Rückstand auf die Playoff-Plätze (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Duncan trainiert

Gegen die Spurs wurde Rookie-Center Andre Drummond zwar nicht vermisst, der mindestens vierwöchige Ausfall wegen einer Rückenverletzung ist trotzdem bitter.

"Andre wird uns eine Weile fehlen, also muss ich mehr bringen. Das war heute ein guter erster Schritt des gesamten Teams", sagte Monroe.

San Antonio hofft auf Duncans baldige Rückkehr. Trotz seiner Knieprobleme absolvierte der 36-Jährige vor der Partie ein leichtes Programm. Ginobili (Oberschenkelblessur) braucht wohl noch länger.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen.

Charlotte Bobcats - Los Angeles Lakers 93:100

Die Los Angeles Lakers vermieden eine weitere Blamage. Bei den Charlotte Bobcats schafften sie dank eines starken Endspurts noch einen 100:93 (41:53)-Erfolg.

Nach einer punktlosen ersten Hälfte rettete Kobe Bryant den 16-maligen Champion mit 20 Zählern, acht Assists und sieben Rebounds.

"Über unsere Wurfauswahl vor der Pause war ich ziemlich irritiert. Es kann nicht darum gehen, jeden Spieler möglichst oft an den Ball zu bringen. Wir müssen gute Möglichkeiten rausspielen", kritisierte Bryant den Egoismus.

Howard mit Double-Double

Dem von Bryant zuletzt verbal attackierten Dwight Howard (12 Punkte, 11 Rebounds) gelang ein Double-Double - er bekam aber nur sieben Würfe.

Steve Nash, Earl Clark (je 17 Zähler) und Metta World Peace durften sich von Bryants Tirade schon eher angesprochen fühlen. Die Lakers (24:27) bleiben im Westen dennoch Zehnter.

"Wir waren mit 20 vorn. So ein Spiel musst du zu Hause klarmachen", ärgerte sich Gerald Henderson, der wie Center B.J. Mullens für das schwächste NBA-Team 20 Punkte sammelte.

Minnesota Timberwolves - New York Knicks 94:100

Carmelo Anthony führte die New York Knicks mit 36 Punkten zum knappen 100:94 (52:45)-Auswärtssieg bei den Minnesota Timberwolves.

Der All-Star markierte zwölf Zähler in den Schlussminuten und drehte so einen zweistelligen Rückstand noch um. J.R. Smith steuerte 15 Zähler bei.

"Wir wollten hier keinesfalls nach dem Spiel einem verschenkten Sieg nachtrauern. Das lag in meiner Verantwortung", sagte Anthony.

Lob vom Coach

Point Guard Ricky Rubio (18 Punkte, 11 Assists) war Minnesotas bester Spieler. Für die Wolves war die Niederlage aber denkbar unglücklich.

Luke Ridnour (20 Zähler) beklagte kurz vor Schluss beim Stand von 94:95 ein nicht gepfiffenes Foul. Kontakt war bei seinem Zug zum Korb durchaus vorhanden.

"Wenn wir so weitermachen, werden wir bald wieder Spiele gewinnen", stärkte Coach Rick Adelman seinem Team den Rücken.

Aus dem üppig bestückten Lazarett um Kevin Love könnte am ehesten Forward Andrei Kirilenko zurückkehren, wenn seine Oberschenkelmuskulatur mitspielt.

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