Kenneth Faried wurde in der vergangenen Saison ins All-Rookie Team gewählt © getty

Die Nuggets überrollen Chicago im dritten Viertel und festigen ihren Top-Platz im Westen. Faried übt für den Dunking-Wettbewerb.

Von Eric Böhm

München/Denver - Die Denver Nuggets haben ihren Ruf als Heimmacht einmal mehr unter Beweis gestellt.

Gegen die chancenlosen Chicago Bulls gelang beim 128:96 (63:58) der 22. Erfolg vor eigener Kulisse - bei nur drei Niederlagen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Big Man Kenneth Faried (21 Punkte, 12 Rebounds) und Spielmacher Ty Lawson (16 Zähler, 12 Assists) überzeugten mit Double-Doubles. Wilson Chandler markierte 24 Punkte.

"Wilson und Kenneth waren fantastisch. 45 Punkte bei nur 19 Würfen. Das würde ich mir jeden Abend wünschen", lobte Cheftrainer George Karl.

Farieds Generalprobe

Faried konnte bei wenig Gegenwehr des sechsmaligen NBA-Champions schon einmal für den Slam-Dunk-Wettbewerb beim All-Star Game üben.

Mit spektakulären Flugeinlagen heizte er drei Viertel lang die Fans an, ehe der athletische Forward im letzten Abschnitt auf der Bank Platz nehmen durfte ( 671572 DIASHOW: Die Bilder der 15. Woche ).

"Ich wollte heute in einem landesweit übertragenen Spiel dominieren und ein Statement abgeben. Ich denke, das ist mir gut gelungen", sagte "Manimal".

"Sie haben uns abgeschossen"

Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Hälfte lieferte Denver im dritten Viertel (37:16) eine nahezu perfekte Vorstellung und fegte die Bulls förmlich aus dem Pepsi Center.

Einzig Power Forward Carlos Boozer (18 Punkte) und Reservist Daequan Cook (19) riefen vernünftige Leistungen ab.

"In der ersten Hälfte war es von Offensive geprägtes Spiel, aber dann haben sie uns regelrecht abgeschossen. Da lief gar nichts. Sie haben aber auch richtig gut verteidigt", bilanzierte Chicagos Coach Tom Thibodeau.

Nuggets öffnen Augen

Die Nuggets (32 Siege - 18 Niederlagen) bleiben als Vierter das Überraschungsteam der Western Conference. Auf dem gleichen Rang steht Chicago (29:20) im Osten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Nur Spitzenreiter San Antonio (11) weist derzeit eine längere Siegesserie als Denver - acht Erfolge hintereinander - auf. Karls Team spielt aber vielleicht den attraktivsten Stil mit viel Tempo und Dunkings.

"Das ist unser Antrieb. Wir wollen den Fans zeigen, was wir können, und Rekorde brechen. Langsam sind wir kein Geheimtipp mehr", freute sich Faried.

Bulls leiden unter personellen Problemen

Die 128 Punkte waren Denvers Bestwert der Saison und gleichzeitig die schwächste Defensivleistung der sonst so abwehrstarken Bulls.

Die großen personellen Probleme sind ein wichtiger Faktor für die schwache Leistung. Neben Ex-MVP Derrick Rose, der fieberhaft am Comeback arbeitet, fehlt auch der als Ersatz verpflichtete Kirk Hinrich (Ellbogenverletzung).

Joakim Noah litt noch unter den Nachwirkungen seiner Fußverletzung. Der Franzose brachte nur einen Treffer und fünf Rebounds zu Stande.

"Ihnen haben natürlich ein paar Jungs gefehlt, aber wir haben unseren Plan umgesetzt. Es hat Spaß gemacht, die Dunkings und die Dreier zu sehen", sagte Karl.

Schwache Quoten

Die sonst so verlässlichen Scorer Luol Deng oder Richard Hamilton erwischten beim Team aus der "Windy City" ebenfalls einen schwachen Tag.

Gemeinsam mit Noah trafen sie nur sechs von 25 Würfen. Dazu kam ein deutlicher Rebound-Nachteil (34:46).

"So ein Spiel kann passieren, darf aber nicht zur Regel werden. Uns hat schließlich auch noch Marco (Belinelli, Anm. der Red.) gefehlt. Wir müssen es abhaken", meinte Nate Robinson.

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