Kevin Garnett ist der 16. NBA-Spieler mit mindestens 25.000 Punkten © getty

Auch Howards Rückkehr kann die höchste Klatsche für Bryants Starensemble nicht verhindern. KG schafft seinen 25000. NBA-Punkt.

Von Eric Böhm

München/Boston - Die Boston Celtics haben das Duell der alten Ost-West-Rivalen für sich entschieden (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Gegen die Los Angeles Lakers setzte sich der Rekordmeister mit 116:95 (58:44) durch. Dabei gelang Kevin Garnett als 16. Spieler der NBA-Geschichte sein 25000. Punkt.

"Wenn ich irgendwann mit einer Zigarre im Schaukelstuhl sitze, wird diese Marke Sinn ergeben, aber heute ging es darum, die Lakers zu schlagen", sagte KG (15 Punkte).

Kapitän Paul Pierce war dank 24 Zählern bester Akteur der Gastgeber, die auch ihr sechstes Spiel gewannen, seit sie Point Guard Rajon Rondo wegen eines Kreuzbandrisses für den Rest der Saison verloren haben.

Pierce gewinnt gegen L.A. besonders gern

Bereits zwölfmal standen sich die vielleicht beliebtesten NBA-Teams in den Finals gegenüber.

"Es war immer eine Rivalität, auf die jeder schaut, egal wie die Bilanzen sind. Es fühlt sich immer gut an, ihnen eine Abreibung zu verpassen", jubelte Pierce ( 671572 DIASHOW: Die Bilder der 15. Woche ).

Von der bis dato letzten Endspielserie 2010 waren diesmal aber nur noch vier Spieler übrig. Neben Pierce und Garnett waren es aufseiten der Gäste Kobe Bryant sowie Metta World Peace.

Enttäuschendes Comeback von Howard

Nach drei Erfolgen in Serie kassierten die Lakers ihre höchste Saisonniederlage, da half auch Dwight Howards Comeback nach Schulterproblemen nichts.

Topscorer Bryant markierte 27 Punkte. Nur die Reservisten Jodie Meeks (13) und Antawn Jamison (11) kamen neben ihm auf eine zweistellige Ausbeute.

"Superman" schaffte lediglich je neun Zähler und Rebounds. Zudem fällt Nebenmann Pau Gasol wochenlang wegen eines Sehnenteilabrisses in der rechten Fußsohle aus.

"Es hat sich angefühlt, als würde das Dach über uns zusammenstürzen. Immer wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen, sind sie am stärksten", sagte Bryant.

Garnetts Treffer lässt Dämme brechen

Diese Mentalität steht im krassen Gegensatz zur aktuellen Ausgabe der Lakers. Es reichen oft ein, zwei schlechte Aktionen, und das gesamte Kartenhaus fällt in sich zusammen.

Nach einem ordentlichen Auftakt brachte Garnetts Jubiläumspunkt die Celtics acht Minuten vor der Pause mit 39:29 in Front, davon erholten sich die Gäste nicht mehr.

Boston wurde dadurch angestachelt und verteidigte durchweg einen zweistelligen Vorsprung. "Die Halle hat gegen die Lakers immer etwas mehr Feuer. Da holst du alles aus dir heraus", bestätigte Pierce.

Lob von Rivers

Bei den Gastgebern überzeugten auch Forward Jeff Green (19 Punkte) und Ex-Maverick Jason Terry (15).

Der höchste Saisonsieg stand spätestens nach einem furiosen 23:8-Lauf im dritten Viertel fest. Nach Rondos Ausfall zeigt der komplette Kader den zuvor vermissten Biss.

"Unsere Jungs wissen, dass sie gut sind. Wir spielen jetzt sehr uneigennützig und wie von einer Last befreit. Das bringen Siege mit sich", analysierte Coach Doc Rivers.

Lakers: Schwach wie seit 19 Jahren nicht

L.A. (23 Siege - 27 Niederlagen) läuft als Zehnter der Western Conference weiter den Playoff-Rängen hinterher. Die Celtics (26:23) kletterten dagegen im Osten auf Rang sieben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

An diesem Punkt der Saison standen die Lakers nur zweimal mit einer negativen Bilanz da. Zuletzt war das 1993/1994 der Fall.

"Die erste Hälfte war genauso schwach wie die zweite. Es war von Anfang bis Ende einfach eine enttäuschende Vorstellung", gab Point Guard Steve Nash (9 Zähler, 5 Assists) zu.

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