Dwyane Wade (r.) wurde 2010 zum MVP des All-Star Games gewählt © getty

Miamis All-Star glänzt gegen Houston und räumt den starken Harden ab. Die Spurs bauen ihre Serie aus. Martin bestraft Trash-Talk.

Von Eric Böhm

München - Im entscheidenden Moment stoppten die Miami Heat James Harden dann doch noch (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Dwayne Wade blockte beim 114:108 (63:56)-Erfolg des Meisters über die Houston Rockets kurz vor Schluss einen Dreier des bis dahin überragenden Akteurs (36 Punkte, 12 Rebounds, 7 Assists) der Partie.

"James und das gesamte Team sind unglaublich schwer zu verteidigen. Um zu siegen, brauchten wir am Ende unsere Verteidigung. Das hat geklappt", freute sich Wade.

"Big Plays haben gefehlt"

Einen Tag nach dem 140-Punkte-Auftritt seiner Rockets gegen Golden State (Bericht) machte Harden in Miami nach der Pause fast im Alleingang einen deutlichen Rückstand wett.

Allein 16 Zähler markierte der All-Star der Gäste in den finalen zwölf Minuten. Am Ende unterlief ihm jedoch ein Offensivfoul gegen Mario Chalmers ( 671572 DIASHOW: Die Bilder der 15. Woche ).

Beim Stand von 106:110 aus seiner Sicht räumte ihn dann der bärenstarke Wade (31 Punkte, 8 Assists, 4 Steals) unwiderstehlich ab und sicherte so Miamis 20. Heimsieg - bei nur drei Niederlagen.

"Plötzlich konnten wir einfach nicht mehr punkten. Die Big Plays haben uns am Ende einfach gefehlt. Das war der Unterschied", bilanzierte Harden.

James kann feiern

MVP LeBron James sammelte 32 Zähler und durchbrach im erst 187. Spiel die 5000-Punktemarke im Heat-Trikot. Chris Bosh musste wegen einer Erkältung passen (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Diese Mannschaft gibt nie auf. Das liegt an ihrem Coach. Wenn man bedenkt, was Kevin McHale, seine Familie und das Team durchgemacht haben, nötigen sie mir großen Respekt ab", sagte James.

Vor einigen Wochen war McHales 23-jährige Tochter überraschend gestorben. Der ehemalige Spieler hatte daraufhin für einige Zeit die Mannschaft verlassen, die dann komplett an der Beerdigung teilnahm.

Haslem ersetzt Bosh

Mit dieser Leidenschaft und viel Kampfgeist konterten die Rockets jeden Lauf des Spitzenreiters der Eastern Conference, bis sich in der Schlussphase doch die individuelle Klasse Miamis durchsetzte.

Udonis Haslem ersetzte Bosh in der Startformation und schnappte sich 13 Rebounds. Er nahm in der Endphase ebenfalls ein Offensivfoul der Rockets an.

"Du brauchst ein gutes Timing und viel Mut, den eigenen Körper so zu opfern. Das sagt viel über unser Team aus", meinte Cheftrainer Erik Spoelstra.

Die Rockets (27 Siege - 24 Niederlagen) blieben trotz der Pleite im Westen auf dem achten und letzten Playoff-Platz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen.

Minnesota Timberwolves - San Antonio Spurs 94:104

Die San Antonio Spurs fügten ihre Siegesserie einen elften Streich hinzu. Mit 104:94 (47:41) setzten sie sich bei den Minnesota Timberwolves durch.

Ohne die verletzten Tim Duncan und Manu Ginobili sprang Danny Green dank acht Dreiern sowie einer persönlichen Bestleistung von 28 Punkten erfolgreich in die Bresche.

"Das Vertrauen in unser System ist bei allen Spielern sehr groß, daran ändern auch zwei Ausfälle nichts. Wir ziehen unseren Plan durch", sagte Coach Gregg Popovich.

Kirilenko fällt auch aus

Tony Parker steuerte für das beste Team der NBA (39:11) 31 Zähler bei. Center Nikola Pekovic lieferte mit 21 Punkten und zehn Rebounds für Minnesota eine gute Vorstellung ab.

Das riesige Lazarett der Wolves bekam unterdessen einen weiteren Patienten. Forward Andrei Kirilenko plagt sich mit einer Oberschenkelprellung herum.

"So eine Phase habe ich noch nie erlebt. Gegen dieses Team musst du 48 Minuten lang perfekt sein, um eine Chance zu haben", betonte Pekovic. Ricky Rubio gab elf Assists.

Oklahoma City Thunder - Golden State Warriors 119:98

Die Oklahoma City Thunder (37:12) schlugen die Golden State Warriors deutlich 119:98 (67:49) und bleiben San Antonio auf den Fersen.

Kevin Durant markierte 25 Punkte. Sixth Man Kevin Martin (21 Zähler) führte den entscheidenden 16:4-Zwischenspurt im vierten Abschnitt an.

"Coach Jackson sollte einmal mit seinen Bankspielern reden. Bevor sie uns anquatschen, sollten sie in dieser Liga etwas leisten", sagte Martin.

Martin gibt seine Antwort

Einige Akteure der Warriors versuchten sich vor allem gegen Martin im Trash-Talk, heizten den erfahrenen Guard dadurch aber nur zusätzlich an.

Bei Golden State blieben vor allem die Topscorer Steph Curry (14) und David Lee (12) unter ihren Möglichkeiten. Insgesamt trafen sie nur zehn von 33 Würfen.

"Durch den Nebel kamen wir erst sehr spät an und hatten noch das Houston-Spiel in den Knochen. Das ist keine Entschuldigung, sondern eine Erklärung", stellte Curry fest.

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