Dallas macht im direkten Duell Boden auf die Blazers gut. Nowitzki jagt Wilt. Vince Carter besiegelt Coach Carlisles Jubiläum.

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Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben gegen einen direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze einen wichtigen Sieg eingefahren.

Dirk Nowitzkis Mannschaft bezwang die Portland Trail Blazers 105:99 (57:61) und ermöglichte Coach Rick Carlisle so den 500. Erfolg seiner Trainerlaufbahn (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Deutschlands Superstar lieferte mit 16 Punkten sowie achte Rebounds eine solide Vorstellung ab, war aber kein spielentscheidender Faktor.

"500 Siege haben schon eine Bedeutung: Ich werde alt. Auf solche Sachen lege ich keinen großen Wert. Mich beschäftigt das Tagesgeschäft", bewertete Carlisle seinen Melenstein nüchtern.

Mayo wieder im Blickpunkt

Nach einem äußerst fragwürdigen Offensivfoul in den letzten Sekunden der knappen Niederlage in Portland vor einer Woche schwang sich O.J. Mayo (28 Zähler) zum Topscorer auf.

20 Punkte erzielte der Shooting Guard vor der Pause. Außerdem versenkte er in der Endphase zwei wichtige Würfe, welche die Blazers auf Distanz hielten ( 671572 DIASHOW: Die Bilder der 15. Woche ).

"Das letzte Spiel gegen sie hatte ich noch im Kopf. Heute mussten wir unbedingt gewinnen, um vor dem All-Star Game noch etwas Boden gutzumachen", sagte Mayo.

Carter meldet sich zurück

Der überzeugende Vince Carter (17 Zähler) sorgte dann 26 Sekunden vor dem Ende aus der Mitteldistanz für das entscheidende 99:94.

In Oklahoma City war der 36-Jährige zuletzt (Bericht) wegen einer nicht genauer spezifizierten Krankheit schmerzlich vermisst worden.

"Vince ist für uns ein extrem wichtiger Faktor. Er hat das Auge für die Mitspieler und hat heute kurz vor Auslaufen der Wurfuhr wichtige Treffer gesetzt", lobte Carlisle.

Wichtige Phase

Der Meister von 2011 (21 Siege - 28 Niederlagen) bleibt in der Western Conference Elfter, kam jedoch näher an das neuntplatzierte Portland (25:24) heran (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Der Sieg sollte dem Team Selbstvertrauen für die restlichen drei Heimspiele vor der All-Star-Pause geben. In der Nacht auf Sonntag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) stellen sich die Golden State Warriors vor.

"Sie haben in der zweiten Hälfte unsere Point Guards aggressiver gestört. Das hat uns aus dem Rhythmus gebracht", analysierte Portlands Trainer Terry Stotts.

Zähes Ringen

Carlisles ehemaliger Assistent traf damit den Nagel auf den Kopf. Sein Rookie Damian Lillard (19 Punkte) war vor der Pause ein wichtiger Garant für Portlands zwischenzeitliche 43:31-Führung.

Seine Gegenspieler Darren Collison und Roddy Beaubois legten dann deutlich zu. Durch Nowitzkis einzigen Dreier gingen die Mavs erstmals in Führung.

Im Anschluss konnte sich keine der Mannschaften absetzen, ehe die Gastgeber durch einen 12:4-Lauf über Mayo, Carter und Shawn Marion (13 Zähler, 10 Rebounds) die Kontrolle übernahmen.

Kaman fehlt weiter

Nowitzki fehlen im Übrigen noch sieben Freiwürfe, um in der ewigen Rangliste Legende Wilt Chamberlain (6057) vom 15. Rang zu verdrängen.

Zum 16. Mal in Folge gelangen den Mavericks mindestens 20 Assists - die längste aktive Serie der NBA. Chris Kaman musste weiter wegen seiner Gehirnerschütterung pausieren.

"Das ist der dümmste Test aller Zeiten. So viele Jahre haben sie das nicht gemacht, und jetzt kommen sie damit an", beschwerte sich der deutsche Center in der "Dallas Morning News".

Aldridge fordert Steigerung

Für die Gäste machte vor allem der aus Dallas stammende LaMarcus Aldridge (27 Punkte, 10 Rebounds) eine gute Figur. Wes Matthews sammelte 21 Zähler.

Zu Beginn des letzten Viertels verfehlte Portland elf seiner ersten zwölf Würfe. Diese Hypothek war am Ende zu groß.

"Wir hatten definitiv eine Siegchance. Als wir noch nahe dran waren, hatten wir aber eine ganz schlechte Phase mit Ballverlusten. Das müssen wir abstellen", forderte Aldridge.

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