LeBron James (l.) feierte mit den Miami Heat 2012 seinen ersten NBA-Titel © getty

"King James" legt gegen Charlotte ein fast perfektes Spiel hin, Washington rollt über Los Angeles. Melo fertigt die Pistons ab.

Von Florian Pertsch

München - NBA-Champion Miami Heat hat nach der Niederlage gegen die Indiana Pacers weiter Selbstvertrauen getankt und nach dem Erfolg über die Raptors auch das Ost-Kellerkind Charlotte Bobcats besiegt.

LeBron James führte die Heat mit 31 Punkten (8 Rebounds und 8 Assists) zum 99:94 (47:43) und verteidigte dadurch den Spitzenplatz in der Eastern Conference (Bilanz: 31 Siege, 14 Niederlagen) vor den New York Knicks (31:15) (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

James war dabei auf der Jagd nach einem neuen Spitznamen: Mister Perfect. 13 seiner 14 Würfe fanden ihr Ziel und bedeuteten für den dreimaligen MVP Karrierebestwert. Kurioserweise war der einzige Fehlwurf Lebrons ein Sprungwurf aus kürzester Distanz.

"Miami Thrice" sorgt für den Pflichtsieg

"Geplant war das sicher nicht. Ich habe einfach nur den Korb attackiert und bekam meine Würfe in Korbnähe", erklärte LeBron die Leistung.

Unterstützt wurde "King James" von Chris Bosh, der 23 Punkte beisteuerte.

Neben Dwyane Wade (20), dem dritten Mitglied von "Miami Thrice", kam kein weiterer Spieler der Heat auf einen zweistellige Punktzahl.

Persönliche Bestleistung

Zusätzlich griff sich "D-Wade" noch zwölf Rebounds für ein Double-Double.

Richtig zufrieden war Wade aber nicht. "Ich habe einige leichte Möglichkeiten vergeben, aber zumindest habe ich mir die Fehlwürfe selber wiedergeholt", analysierte der Guard, der seine persönliche Bestleistung mit sechs Offensivrebounds einstellte.

Bei zwölf Dreierversuchen war lediglich Shane Battier (5) mit einem Wurf jenseits der 7,24 Meter erfolgreich.

Bei den Bobcats, die ihr viertes Spiel in Folge verloren, überzeugten die Bankspieler.

Mullens mit ordentlichem Comeback

Ramon Sessions lieferte 18 Punkte ab, Ben Gordon kam auf 16. Center Byron Mullens gab nach 19 Spielen Verletzungspause (Knöchel) sein Comeback und schrammte mit zwölf Zählern und neun Rebounds knapp am Double-Double vorbei.

Das Team von Bulls-Legende Michael Jordan hängt nach bereits 36 Niederlagen und nur elf Siegen weiter im Keller der Eastern Conference fest und ist aktuell das schlechteste Team der NBA.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen.

Washington Wizards - Los Angeles Clippers 98:90

Der Sinkflug der Los Angeles Clippers (34:16) setzte sich auch gegen die Washington Wizards (12:35) fort (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Gegen den Tabellennachbarn der Charlotte Bobcats setzte es mit dem 90:98 (46:51) die dritte Pleite in Folge.

Ohne die verletzten Leistungsträger Chris Paul und Blake Griffin übernahm Bankspieler Jamal Crawford das Punkten und legte 28 Zähler für das Team aus Los Angeles auf. Viel Unterstützung gab es allerdings nicht.

Nur Paul-Ersatz Eric Bledsoe (17) und Caron Butler (15) riefen ihr Potenzial ab ( 668542 DIASHOW: Die Bilder der 14. Woche ).

200-Spiele-Marke verpasst

Griffin verpasste nach 197 Spielen in Folge erstmals wieder ein Spiel der Clippers. Zusammen mit Houstons Center Ömer Asik war es die zweitlängste Serie aller aktiven NBA-Profis.

Unangefochtener Spitzenreiter ist Thunder Guard Russell Westbrook, der seit 359 Spielen unentwegt auf dem Parkett steht.

Wizards Coach Randy Wittman wollte im Anschluss nichts von Verletzten bei den Clippers hören.

Wittman platzt der Kragen

"Wir haben bereits die ganze Saison mit Ausfällen zu kämpfen, also kommt mir jetzt nicht mit dem Unsinn, wer bei L.A. gespielt hat und wer nicht", kritisierte er die versammelten Medienvertreter:

"Hätten wir Verletzte gehabt und verloren, dann wäre der Tenor ein ganz anderer gewesen. Und jetzt druckt ihr die Story: Washington gewinnt, weil Blake fehlt. Lasst mich bloß in Ruhe."

Center DeAndre Jordan kam nur auf sieben Zähler, doch zumindest defensiv lief es für den Big Man. 22 Rebounds fanden den Weg in seine Hände (SERVICE: Die Tagesbesten).

Bei den Wizards war Martell Webster mit 21 Punkten bester Werfer, Nene und Garrett Temple kamen jeweils auf 15 Zähler.

New York Knicks - Detroit Pistons 99:85

Die New York Knicks konnten sich auf Superstar Carmelo Anthony verlassen und gewannen gegen die Detroit Pistons dank der 27 Punkte ihres Anführers mit 99:85 (57:36).

Zusätzlich lieferte Melo noch sieben Rebounds ab und traf drei seiner fünf Distanzwürfe. Tyson Chandler sackte 20 Rebounds ein und erzielte acht Punkte.

Das Highlight des Abends war für Melo aber die Tatsache, dass Chandler alle Interviews mit einer Kappe des Super-Bowl-Siegers Baltimore Ravens absolvieren musste.

Perfekter Tag für Melo

"Das hat meinen Tag perfekt gemacht, ihr könnt euch das gar nicht vorstellen", grinste Ravens-Fan Melo in der Umkleidekabine über eine gewonnen Wette mit dem All-Star-Debütanten.

Chandler lieferte sein drittes Spiel mit 20 oder mehr Rebounds ab und reagierte auf die Forderung von Trainer Mike Woodson, sein Spiel konstant auf All-Star-Niveau zu heben.

"Genau das erwarte ich von ihm. Aber er kann mich nicht täuschen. Jetzt will ich diese Leistung im vierten Spiel auch sehen", nahm der Knicks-Trainer den Center in die Pflicht.

Amar'e Stoudemire sorgte erneut für die nötige Unterstützung als Bankspieler und lieferte 20 Zähler für die Knickerbockers ab. J.R. Smith kam auf 16 und verwandelte fünf seiner 13 Dreipunktwürfe.

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