Kyrie Irving (2.v.l.) war beim Draft 2011 der erste Pick der Cleveland Cavaliers © getty

Der Cavaliers-Guard führt den Außenseiter zum überraschenden Sieg gegen die Thunder. Die Knicks verprügeln Sacramento. Roundup.

Von Jakob Gajdzik

München - Das Wettschießen in der NBA entschied der Außenseiter am Ende für sich.

In Cleveland trafen Cavs-Guard Kyrie Irving und Oklahomas Topscorer Kevin Durant wie sie wollten.

Irving entschied das Duell mit 35 Punkten für sich und verpasste "Durantula" (32 Punkte) und den Thunder überraschend die zwölfte Saisonpleite. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Er ist ein Killer"

"Er ist ein Killer", zog Cavs-Forward Marreese Speights, selbst mit 21 Punkten, den Hut vor seinem Mitspieler. "Ich wusste schon bisschen was über ihn, aber das hab ich nicht gewusst", staunte Speights, der erst seit kurzem für das Team aus Cleveland aufläuft. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

Der Sieg gegen das bis dato beste Auswärtsteam der Liga hinterließ auch bei Thunder-Coach Scott Brooks Eindruck - allen voran Irving.

"Er ist einer der Besten im Business", lobte der 47-Jährige. (SERVICE: Die Tagesbesten)

Dreier zur Vorentscheidung

1:26 Minuten vor dem Ende lagen beide Teams mit 108 Punkten gleichauf, bevor Irving die Stars Durant und Russell Westbrook (28 Punkte) in den Schatten stellte. ( 668542 DIASHOW: Die Bilder der 14. Woche )

Nach Irvings Korbleger verpasste Durant den folgenden Versuch für drei Punkte. Der Cavs-Guard schnappte sich anschließend den Ball und zeigte "Durantula" wie es geht ? das 113:108 war die Vorentscheidung.

"Ich weiß nie, wie ich den nächsten Wurf nehme", sagte der Matchwinner, der von seinen ersten sieben Versuchen nur einen traf.

"Muss so etwas jede Nacht spielen"

Trotz seiner erst 20 Jahre sah er sich dennoch in der Verantwortung: "Als ein Anführer dieser Mannschaft muss ich so etwas jede Nacht spielen."

Im dritten Viertel mussten die Thunder Durant zudem aus dem Spiel nehmen, der Probleme mit den Rippen zu haben schien. Der 24-Jährige kehrte allerdings im letzten Abschnitt wieder auf den Court zurück.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen.

New York Knicks ? Sacramento Kings 120:81 (56:33)

Die New York Knicks demontierten Sacramento mit 120:81 (56:33) und feierte den vierten Sieg in Serie. Nach einer 15:4-Führung der Kings zu Beginn drehten die Knicks auf und zogen zur Hälfte dank eines 38:4-Laufs davon.

Amar'e Stoudemire traf traumhafte zehn von zehn Versuchen aus dem Feld und war mit 21 Punkten zweitbester Scorer seines Teams hinter J.R. Smith (25 Punkte).

Anthonys Serie gerissen

Da fiel es gar nicht ins Gewicht, dass der bisherige Topscorer Carmelo Anthony seine schlechteste Ausbeute in dieser Saison holte. Nach 31 Spielen in Folge mit mindestens 20 Punkten, erzielte "Melo" gegen die Kings nur neun. ( 663580 DIASHOW: Die All-Stars 2013 )

"Wir haben meine Punkte heute nicht gebraucht", sagte Anthony, der trotzdem seine persönliche 17.000-Punktemarke knackte.

Nach einem Sprungwurf von Kurt Thomas im dritten Viertel gelang New York, das 19 Dreier versenkte, sogar das Kunststück auf 50 Punkte wegzuziehen.

Für Sacramento war DeMarcus Cousins mit 25 Punkten bester Werfer, konnte aber die verheerende Trefferbilanz aus dem Feld auch nicht aufhübschen.

San Antonio Spurs ? Washington Wizards 96:86 (51:26)

Die San Antonio Spurs mussten ihren 96:86 (51:26)-Sieg gegen die Washington Wizards teuer bezahlen. Forward Tim Duncan zog sich eine Knie- und Knöchelverstauchung zu und musste vom Court.

Der 36-jährige Routinier wälzte sich minutenlang am Boden, bevor er von seinen Teamkameraden Stephen Jackson und DeJuan Blair in die Kabine gebracht wurde.

Zuvor war ihm Washingtons Martell Webster beim Kampf um einen Rebound auf das Knie gefallen.

Topscorer Parker gibt Entwarnung

"Es geht ihm gut", gab Point Guard Tony Parker nach dem Spiel leichte Entwarnung: "Der Coach wird auf sein Knie aufpassen, wir werden sehen." Der Franzose war beim zehnten Spurs-Sieg in Folge mit 19 Punkten und 12 Assists bester Spieler.

Für die Wizards, die die letzten 13 Partien gegen San Antonio allesamt verloren, war John Wall mit 21 Punkten am erfolgreichsten.

Atlanta Hawks ? Chicago Bulls 93:76 (44:43)

Chicago trotzte in Atlanta allen Personalsorgen und machte die Niederlage tags zuvor bei den Brooklyn Nets wett.

Für die verletzten Stars Joakim Noah, Carlos Boozer, Kirk Hinrich und Derrick Rose sprangen Luol Deng und Taj Gibson in die Bresche.

Doppeltes Double-Double

Deng gelang ein Double-Double aus 25 Punkten und 14 Rebounds, Gibson zog mit jeweils 19 Punkten und Rebounds nach. "Luol war Luol", lobte Bulls-Coach Tim Thibodeau seinen besten Mann: "Er traf die großen Würfe, schnappte sich die Rebounds und bewachte jeden auf dem Court".

Hawks-Coach Larry Drew war frustriert, zeigte aber vor Chicagos Leistung auch Respekt: "Wir hatten heute keine Antwort parat. Sie haben uns physisch in die Mangel genommen."

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