USA-Topscorer Kevin Durant und James Harden (l). wurden in London Olympiasieger © getty

Durants Thunder verderben Houstons Star die Heimkehr. N.Y. stoppt die Auswärtsmisere, Washington antwortet Spötter Barkley.

Von Michael Spandern

München - Kevin Durant hat seinem ehemaligen Mitspieler James Harden die Rückkehr nach Oklahoma City verdorben.

Der Thunder-Superstar führte die Gastgeber mit 37 Punkten zu einem 120:98 (57:45)-Kantersieg gegen die Houston Rockets, bei denen Shooting Star Harden zwar 17 Punkte erzielte, aber nur 3 seiner 16 Feldwürfe verwandelte. Gleich sechs seiner Würfe wurden von den Thunder abgeblockt.

"Es hat sich gut angefühlt, sich die diesen Jungs zu messen und es endlich hinter sich zu bringen, hier zu spielen", sagte der Sixth Man of the Year. "Nun kann ich mit der Saison weitermachen."

Der Tag war ohnehin hart für die Rockets, die zuvor bei einem Halt in Minnesota Anteil nahmen, als die Tochter ihres Trainers Kevin McHale beerdigt wurde.

Ärger nach dem lukrativen Trade

Harden, der sich vor der Saison nicht auf einen neuen Vertrag mit Vizemeister Oklahoma City hatte einigen können und nach Houston weggetauscht worden war, avancierte zu Saisonstar zum Shooting Star der NBA.

Nach seiner Unterschrift unter einen Maximumvertrag über 80 Millionen Dollar gab er zu, sich nach dem letzten Angebot der Thunder über die kurze Bedenkzeit von einem Tag geärgert zu haben.

In seinem alten Zuhause verfehlte er jedoch die ersten neun Würfe, und als er nach der Halbzeit seinen ersten versenkte, lagen die Rockets bereits mit 47:59 hinten.

Standing Ovations für Aufmischer Thabeet

Im zweiten Viertel ging es zwischen ihm und Hasheem Thabeet hoch her, als der Backup-Center der Thunder Harden zweimal abräumte und sich dann ein Wortgefecht mit dem Olympiasieger lieferte. ( 644718 DIASHOW: Die Bilder der 5. Woche )

Thabeet geriet dann sogar mit einem Schiedsrichter aneinander, der ihn zunächst hinausstellte, aber nach ansicht der Videosequenz die Strafe zu einem Technischen Foul milderte.

Die Fans feierten Thabeet mit Standing Ovations, während der einstige Publikumsliebling Harden ausgebuht wurde.

Asik mit Double Double

OKC heftet sich mit dem zwöften Sieg im 16. Saisonspiel als Zweiter im Westen an die Fersen der Memphis Grizzlies, die sich beim 103:82 (48:47) gegen die Toronto Raptors jedoch keine Blöße gaben. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Die Rockets, die in Patrick Patterson (27 Punkte) und dem türkischen Center Ömer Asik (17 Zähler, 12 Rebounds) ihre besten Akteure hatten, liegen mit sieben Siegen und nun acht Schlappen gleichauf hinter den L.A. Lakers auf dem neunten Rang.

SPORT1 fasst weitere Partien aus der NBA zusammen:

Milwaukee Bucks - New York Knicks 88:102 (48:58)

Im Osten haben die New York Knicks nach drei Pleiten ihre Auswärtsmisere beendet.

Carmelo Anthony führte die Knicks mit 29 Punkten und acht Rebounds zum 102:88 (58:48) bei den Milwaukee Bucks, die im Slowenen Beno Udrih (18 Zähler) ihren erfolgreichsten Punktesammler hatten.

Melo durfe im Schlussviertel ausruhen. "Ich finde, er spielt so gut wie nie zuvor", schwärmte Knicks-Coach Mike Woodson: "Und es ist einfach wunderbar zuzusehen."

Ex-Maverick Steve Novak stellte mit 19 Punkten eine Saisonbestleistung auf, während Dallas' ehemaliger Spielmacher Jason Kidd erneut mit Rückenschmerzen aussetzte.

Washington Wizards - Portland Trail Blazers 84:82 (43:43)

Ihren ersten Sieg eingefahren haben im 13. Versuch die Washington Wizards. Die Hauptstädter, deren Fans sich zuletzt aus Scham Papiertüten über den Kopf gezogen hatten, setzten sich trotz einer Phase von fast sieben Minuten ohne Punkt im letzten Viertel mit 84:82 (43:43) gegen die Portland Trail Blazers durch.

Center Emeka Okafor stellte 39 Sekunden vor Schluss mit Freiwürfen den Endstand her, Jordan Crawford war mit 19 Punkten Topscorer der Wizards.

"Wenn du von zwölf Spielen keins gewonnen hast, machen die Leute Witze über dich. So läuft das Geschäft", reagierte Washingtons Trainer Randy Wittman auf Charles Barkley, der die Wizards mit den Generals - den Abo-Verlierern im Dauerduell mit den Harlem Globetrotters - verglichen hatte.

Weit weg vom Nets-Negativrekord

Neun Teams waren mit 13 Pleiten in Folge in die Saison gestartet, und manche hatten schon befürchtet, der Negativrekord der Nets von 18 Schlappen sei in Gefahr.

"Wir wollen nicht als eines der schlechtesten Teams in die Geschichte der NBA eingehen" bekräftigte Forward Chris Singleton.

Bei den Trail Blazers, Schlusslicht der Northwest Division, verpasste J.J. Hickson drei Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Der Center war ansonsten mit 15 Punkten und 19 Rebounds bester Mann bei den Gästen.

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