Laker Bryant wurde in seiner NBA-Karriere dreizehn Mal zum All-Star-Game berufen © getty

Die Pacers siegen trotz Kobes fragwürdigem Triple-Double. Minnesotas Rebound-Monster Love lässt die Kings erschaudern.

Von Florian Pertsch

München - Die Los Angeles Lakers haben trotz einer Gala-Nacht von Superstar Kobe Bryant mit 77:79 (33:40) gegen die Indiana Pacers verloren.

Selbst 40 Punkte und zehn Rebounds reichten gegen die kernig verteidigenden Gäste nicht zum Sieg.

Einen Makel hatte die Performance Bryants aber doch, denn die Black Mamba leistete sich auch zehn Turnover und kam so auf ein äußerst fragwürdiges Triple-Double.

George Hill, der mit 19 Punkten der beste Pacer war, legte den Ball mit weniger als einer Sekunde auf der Uhr über Lakers-Riese Dwight Howard in den Korb und sicherte so den knappen Sieg ( 644718 DIASHOW: Die Bilder der 5. Woche ).

Bryant dreht grippegeschwächt auf

"Davon träumt jeder Spieler, den Game-Winner für sein Team zu machen", schwärmte Hill.

Zwanzig Sekunden zuvor sah es so aus, als ob Superstar Kobe Bryant selbst grippegeschwächt einmal mehr den Unterschied machen könnte.

Der Go-to-Guy verwandelte im Nachhintenfallen einen Dreipunktwurf zum 77:77-Ausgleich und gab den Fans in Los Angeles wieder Hoffnung.

Doch dann kam Hills Auftritt.

Hohes Maß an Selbstkritik

"Wir haben die entscheidenden Würfe nicht getroffen. Viel wichtiger ist aber, dass ich meine eigenen Fehler minimiere. Zehn Ballverluste sind viel zu viel für mich", zeigte sich Bryant äußerst selbstkritisch.

Im heimischen Staples Center setzte es die dritte Niederlage im vierten Spiel und lässt das Team von Trainer Mike D?Antoni mit sieben Siegen bei acht Niederlagen im Mittelfeld der Western Conference weiter festsitzen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Dwight Howard lieferte 17 Punkte und acht Rebounds, Metta World Peace traf gegen seinen Ex-Klub nur einen von acht Würfen aus dem Feld, holte aber zumindest zwölf Rebounds.

Lakers-Bank wieder schwach

Erneut ein großes Problem der Lakers war die schwache Leistung der Bank. Magere fünf Punkte gab es durch die Auswechselspieler, Antawn Jamison kam auf drei Zähler und Jordan Hill erzielte sogar nur zwei.

Für die Pacers überzeugte Forward David West, der 16 Punkte, zehn Rebounds und acht Assists ablieferte und damit nur knapp an einem Triple-Double vorbeischrammte.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Sacramento Kings - Minnesota Timberwolves 89:97

Für die Minnesota Timberwolves hat sich der lange Trip nach Kalifornien gelohnt.

Angeführt von Kevin Love, der mit 23 Punkten und 24 Rebounds eine sensationelle Leistung zeigte, gewannen die Gäste gegen die Sacramento Kings mit 97:89 (48:45) (STATISTIK: Die Tagesbesten der NBA).

Nach seinem Handbruch entschied sich Love zum ersten Mal ohne den Schutzhandschuh aufzulaufen, der seinen Wurf behinderte.

Love auf dem Weg der Besserung

Die Quote war mit zwei von acht verwandelten Dreiern für ihn zwar noch nicht zufriedenstellend, aber zumindest akzeptabel.

"Der Handschuh hat mich zu sehr eingeschränkt, aber jetzt wird meine Hand mit jedem Tag stärker und das Gefühl wird immer besser", erklärte Minnesotas Anführer.

Coach Rick Adelman lobte den seit vier Spielen wiedergenesenen Forward in den höchsten Tönen: "Ich glaube, das war eines seiner komplettesten Spiele, die er je gemacht hat. Er hat gereboundet, Blöcke gestellt und Assists gegeben. Er hat einfach alles gemacht."

Kings-Duo überzeugt

Auch die restlichen Timberwolves in der Starting Five punkteten zweistellig, darunter 18 Zähler von Luke Ridnour und 16 von Nikola Pekovic.

Für die Kings überzeugten DeMarcus Cousins und Tyreke Evans mit jeweils 20 Punkten.

"Love war einfach überall. Egal wo der Ball hingefallen ist, er war schon da. Dank ihm hatte Minnesota die Chance zu gewinnen", zollte Evans der Leistung Loves Tribut.

Sacramento bleibt durch die Niederlage bei vier Siegen und jetzt zehn Niederlagen und ist damit das schlechteste Team der Western Conference.

Houston Rockets - Toronto Raptors 117:101

Die Houston Rockets setzten ihren Siegeszug fort und gewann gegen die Toronto Raprors mit 117:101 (61:51) ihr drittes Spiel in Folge, nachdem es zuvor drei Niederlagen in Serie gab.

James Harden führte das sehr ausgeglichene Rockets-Team mit 24 Punkten, zwölf Assists und sechs Rebounds an.

Jeremy Lin kam auf 16 Punkte und zehn Assists und auch Center Omer Asik lieferte mit 13 Zählern und 18 Rebounds ein Double-Double ab.

Sonderlob für "Linsanity"

"Linsanity" bekam von Assistant Coach Kelvin Sampson, der Chef Kevin McHale wegen der Beerdigung seiner Tochter vertrat, ein Extralob: "Das war Jeremys bestes Spiel für Houston. Er arbeitet sehr hart an seinem Wurf."

"Houston hat uns einfach überrannt und exzellent getroffen. Hinzu kommen unsere vielen Turnover, die uns das Spiel gekostet haben", ärgerte sich Raptors-Coach Dwane Casey.

Toronto verlor die fünfte Partie in Folge und steht mit drei Siegen aus 15 Spielen auf dem letzten Rang der Atlantic Divison.

Bester Werfer der Raptors war der Italiener Andrea Bargnani mit 21 Punkten.

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