Steph Curry ist der Sohn des ehemaligen NBA-Spielers Dell Curry © getty

Dallas' Auf und ab geht weiter. Nowitzkis Reha lässt Cuban hoffen. Gegen die Warriors gibt Currys späte Gala den Ausschlag.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Das Auf und Ab der Dallas Mavericks ohne ihren verletzten Schlüsselspieler Dirk Nowitzki geht weiter.

Gegen die Golden State Warriors musste der Meister von 2011 eine unglückliche 101:105 (90:90, 38:43)-Heimpleite nach Verlängerung hinnehmen. Gäste-Star Steph Curry gelangen 20 seiner 31 Punkte im letzten Viertel und der Overtime.

Trotz 27 Zählern von Topscorer O.J. Mayo und einem starken Double-Double des deutschen Ex-Nationalspielers Chris Kaman (18 Punkte, 17 Rebounds) stehen die Mavs nun bei je sechs Siegen und Niederlagen ( 641649 DIASHOW: Die Bilder der 4. Woche ).

"Es ist sehr enttäuschend. Wieder einmal haben wir ein Spiel aus der Hand gegeben. Sie haben gut gespielt, aber wir hätten gewinnen müssen", vermisste Mayo den Killerinstinkt.

Nowitzkis Coolness fehlt

Immer wieder lassen die Mavericks in entscheidenden Momenten die letzte Konsequenz und Cleverness vermissen.

Dann macht sich das Fehlen Nowitzkis besonders negativ bemerkbar. Der 34-Jährige war schließlich über Jahre der Go-to-Guy und Erfolgsgarant in diesen Momenten.

Bezüglich seines Comebacks deutete Eigentümer Mark Cuban einen leichten Silberstreif am Horizont an: "Er kann in der Reha jetzt schon deutlich härter arbeiten. Die Intensität ist da. Das ist ein gutes Zeichen."

Zwei Schwergewichte warten

Aktuell wird über eine Rückkehr ins Mannschaftstraining in der nächsten Woche spekuliert. Anfang Dezember wäre demnach das Saisondebüt realistisch.

Darauf deutet auch die Ankündigung der Mavs hin, Nowitzki werde sich "bald" zu seinem Gesundheitszustand äußern (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Bis dahin müssen sich die Mavs so gut es geht durchquälen. Allerdings stehen mit den New York Knicks (Do., ab 2.30 Uhr LIVESCORES) und den L.A. Lakers (So., ab 2.30 Uhr LIVESCORES) schwere Brocken auf dem Spielplan.

Collison besorgt Ausgleich

Gegen die Warriors kämpfte sich die Truppe von Coach Rick Carlisle trotz eines zwischenzeitlich zweistelligen Rückstandes noch vor der Pause wieder heran.

In der Endphase der ausgeglichenen zweiten Hälfte - kein Team führte mit mehr als sechs Punkten - gelang Point Guard Darren Collison aus der Mitteldistanz der 90:90-Ausgleich.

Es war eine der wenigen guten Aktionen des Spielmachers. Sieben Zählern standen fünf Ballverluste gegenüber.

Lob von Jackson

Reservist Vince Carter (9 Zähler) hätte mit der Schlusssirene sogar den Erfolg sichern können, scheiterte aber von jenseits der Dreierlinie.

In der Verlängerung hatte Dallas Scharfschütze Curry nichts mehr entgegenzusetzen. "Ich versuche, das zu nutzen, was mir die Verteidigung anbietet. Wer die Punkte macht, ist nicht so entscheidend", meinte der 24-Jährige.

Der Aufbauspieler war an 13 der 15 Gästepunkte direkt beteiligt. Insgesamt sammelte er noch neun Assists.

"Am Ende hat er das Team so geführt, wie ich mir das immer wünschen würde", sagte Golden States Cheftrainer Mark Jackson.

Wieder Rebound-Schwächen

Der ehemalige Point Guard versucht nach wie vor, seinem Ausnahmespieler die richtige Balance zwischen Scoring und Einbeziehen der Mitspieler zu vermitteln.

Forward David Lee steuerte 17 Punkte und 19 Rebounds zum sechsten Sieg im elften Spiel Golden States bei.

Auch gegen die Kalifornier litt Dallas unter einem großen Rebound-Nachteil (43:62). Aus 19 Offensiv-Rebounds machten die Warriors 19 wichtige Zähler.

Carlisle fordert Kampf

"Das ist schon über die gesamte Saison unser großes Problem. Da fehlt uns die Physis. Manchmal sind andere Jungs größer, schneller und kräftiger. Wir müssen das mit Kampf ausgleichen", analysierte Carlisle.

Für sein Team war der langjährige Warrior Troy Murphy (12) - er spielte seine ersten sechs NBA-Jahre für Golden State - neben Mayo und Kaman der einzige weitere Akteur mit zweistelliger Ausbeute.

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