Bryant erzielt in bislang zehn Spielen einen Schnitt von 26,4 Punkten © getty

Bryant liefert gegen Houston ein Triple-Double, ein Thunder-Duo frustriert Golden State. Boston blamiert sich gegen Detroit

Von Florian Pertsch

München - Die Los Angeles Lakers haben die Partie gegen die Houston Rockets dank einer Galanacht von Superstar Kobe Bryant gewonnen.

Die "Black Mamba" legte mit 22 Punkte, elf Rebounds und elf Assists sein erstes Triple-Double der Saison auf und führte die Lakers zum 119:108 (68:60)-Sieg über die Texaner (STATISTIK: Die Tagesbesten der NBA).

"Wir haben die Defense Houstons in ihre Einzelteile zerlegt", freute sich Bryant: "Wir bringen die Verteidigung immer in eine Zwickmühle, bei der sie sich entscheiden muss. Und dann müssen sie für ihre Fehler bezahlen."

Superman hebt zum Double-Double ab

Center Dwight Howard lieferte ebenfalls eine starke Partie ab. "D-12" steuerte 28 Punkte und 13 Rebounds zum fünften Saisonsieg (bei fünf Niederlagen) bei (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Trainer Mike D'Antoni war erneut nicht anwesend, da er sein frisch operiertes Knie weiter schonen muss ( 638852 DIASHOW: Die Bilder der 3. Woche ).

Interims-Coach Bernie Bickerstaff hat damit vier Siege in fünf Spielen eingefahren, wies aber bereits auf den Einfluss des abwesenden Trainers hin:

D'Antoni-System wirkt

"Mit jedem Tag wird das Verständnis für sein System besser. Ich halte mehr davon, ein paar Dinge sehr gut zu machen, denn daraus entstehen immer weitere Optionen."

Für die Rockets legte Chandler Parsons 24 Punkte auf, James Harden kam auf 20 Punkte und sieben Rebounds. Auch bei den Rockets fehlte der Chef-Trainer. Kevin McHale wurde zum vierten Mal wegen familiären Gründen von Calvin Sampson vertreten.

Rockets beten für Coach McHale

Parsons hatte die Niederlage darum auch relativ schnell verdaut und war mit den Gedanken bereits wieder bei seinem Coach: "Wir lieben es, für ihn zu spielen und beten jeden Tag für ihn und seine Familie. Es ist natürlich sehr hart ohne ihn an der Seitenlinie, er ist unser Anführer."

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Oklahoma City Thunder- Golden State Warriors 119:109

Finals-Teilnehmer Oklahoma City Thunder profitierte von seinem dynamischen Duo Kevin Durant und Russell Westbrook.

Gegen die Golden State Warriors lieferte Durant mit 25 Punkten, 13 Rebounds und zehn Assists sein erster Triple-Double der Karriere ab, Westbrook steuerte 30 Punkte zum 119:109 (59:46)-Sieg bei.

Durant bleibt auf dem Teppich

Ein Grund zum Ausflippen war die Premiere für "Durantula" aber nicht. "Es ist passiert, das freut mich. Hätte ich es nicht geschafft, dann hätte ich es eben weiter probiert", erklärte der dreifache Scoring-König der NBA: "Das Problem ist jetzt gelöst, damit kann ich wieder etwas befreiter aufspielen."

Durch den Erfolg stehen die Thunder in der Northwest Division mit acht Siegen und drei Niederlagen weiter an der Spitze.

Bester Akteur der Warriors war Stephen Curry mit 22 Zählern und sechs Assists, David Lee steuerte 19 Punkte und zehn Rebounds bei.

Warriors-Taktik misslingt

"Wir haben uns vorgenommen, Durant und Westbrook unter Druck zu setzen, doch Kevin ist ein sehr gut Passer. Mit seiner Größe kann er locker über den Gegner schauen und so bekommen wir eben Probleme", zollte der Ex-Knickerbocker der Thunder-Leistung Tribut.

Detroit Pistons - Boston Celtics 103:83

Die Boston Celtic blamierten sich in Detroit und verloren mit 83:103 (43:48).

Die Pistons feierten dank des Double-Doubles von Greg Monroe (20 Punkte, 13 Rebounds) den ersten Heimsieg der Saison und haben nun zwei Siege bei neun Niederlagen. "Alle Heimniederlagen waren vermeidbar, aber letztlich haben sie uns die Augen geöffnet", sah der Pistons-Center das Gute in den vorigen drei Pleiten vor den eigenen Fans.

Rookie "Sully" überzeugt für Boston

Detroits Coach Lawrence Frank verriet einen weiteren Schlüssel zum Sieg: "Wir wussten natürlich über ihren straffen Spielplan bescheid und wollten davon profitieren. Wie schon beim ersten Sieg der Saison, war unsere Defense der Erfolgsgarant."

Für Boston legte Rajon Rondo erneut zehn Assists auf und baute seine Double-Digit-Serie auf 34 Spiele aus. Ein weiterer Lichtblick waren die 16 Punkte von Rookie Jared Sullinger.

Das Spielplan-Argument wollte Celtics-Star Kevin Garnett nicht komplett gelten lassen: "Sorry, aber das ist die NBA, jedes Team muss lange Serien spielen. Das kann keine Entschuldigung sein. Dennoch haben sehr viele Würfe den Ring vorne getroffen, vielleicht waren unsere Beine also doch nicht mehr die frischesten."

Boston steht damit aktuell bei einer Bilanz von sechs Siegen bei fünf Niederlagen und rangiert auf dem vorletzten Platz der Atlantic Division.

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