James (l.) erzielte in allen elf Saisonspielen 2012/13 20 oder mehr Punkte pro Partie © getty

"Kings James" und Bosh ackern für die Heat, San Antonio schießt die Nuggets ab. Memphis bleibt das heißeste Team der NBA.

Von Florian Pertsch

München - Der NBA-Champion Miami Heat hat seinen Sechs-Spiele-Auswärtstrip mit dem zweiten Sieg in Folge abgeschlossen.

In Phoenix besiegte das Team um den grippegeschwächten Superstar LeBron James ohne den verletzten Dwyane Wade die Suns mit 97:88 (52:52).

Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Heat hatte MVP James, der mit 21 Punkten und sieben Rebounds zweitbester Akteur des Teams von Trainer Erik Spoelstra war und seinen gemäßigten Einsatz positiv sah:

Spoelstra glücklich über James-Einsatz

"Mit 50 oder 60 Prozent zu spielen, ist immer noch besser, als gar nicht zu spielen ( 638852 DIASHOW: Die Bilder der 3. Woche ).

Heat-Coach Spoelstra zeigte sich erleichtert, dass King James, der das Training am Morgen ausfallen ließ, dabei war:

"Ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann er das letzte Mal ein Training verpasst hat. Ist LeBron dann mal nicht dabei, dann muss es echt etwas Ernstes sein.

Bosh trifft seine Würfe

Noch ein bisschen besser spielte an diesem Abend Chris Bosh. Der Center erzielte 24 Zähler und griff zudem neun Rebounds ab (STATISTIK: Die Tagesbesten der NBA).

Unterstützung von der Bank gab es beim Champion eher weniger. Nur Ray Allen traf mit drei von drei Distanzwürfen erstklassig.

Suns-Coach Gentry kündigt Konsequenzen an

Miami liegt durch den Sieg mit einer Bilanz von acht Siegen bei drei Niederlagen weiter an der Spitze der Southeast Division (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Bei den Suns hingegen herrscht nach der Pleite dicke Luft.

"So können wir in Zukunft nicht weiterspielen. Es wird definitiv Änderungen in der Startformation geben", schimpfte Suns-Coach Alvin Gentry, ließ jedoch offen, wer den Zorn des Trainers zu spüren bekommen wird.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Denver Nuggets - San Antonio Spurs 100:126

Im Westen verpassten die San Antonio Spurs den Denver Nuggets den nächsten Nackenschlag.

Das Team von Trainer Gregg Popovich fertigte die Gäste deutlich mit 126:100 (60:40) ab, wodurch Denver die dritte Niederlage in Folge einstecken musste.

Bester Werfer beim höchsten Saisonsieg der Spurs, die ihre Bilanz auf acht Siege bei zwei Niederlagen schraubten, war der von der Bank kommende Manu Ginobili mit 20 Punkten.

Stephen Jackson, der dem Argentinier attestierte, den "Swag" - grob übersetzt: Rhythmus - nach seiner Rückenverletzung wiedergefunden zu haben, startete zum ersten Mal in der Saison. Mit neun Punkten und neun Rebounds bestätigte er das Vertrauen des Trainers.

Verwirrt aber glücklich

Ginobili zeigte sich ob des Lobs etwas verwirrt, insgesamt aber glücklich: "Ich muss wirklich noch rausbekommen, was dieses "Swag" bedeutet. Aber natürlich bin ich sehr froh über meine Leistung."

Die Spurs zeigten sich vorallem aus der Distanz sehr treffsicher. 16 von 27 Dreipunktewürfe fanden ihr Ziel, der Edelreservist steuerte fünf von sieben Treffer von Downtown bei.

"Das war eine perfekte Antwort auf das Knicks-Spiel", lobte "Pop" sein Team: "Die Geschwindigkeit hat gestimmt und die Jungs haben jedesmal den noch etwas besser postierten Schützen gefunden."

Charlotte Bobcats - Memphis Grizzlies 87:95

Die Spurs müssen sich aber weiterhin mit dem zweiten Platz in der Southwest Division zufrieden geben, denn die Memphis Grizzlies haben ihr Spiel gegen die Charlotte Bobcats ebenfalls gewonnen.

Angeführt von Zach "Zebo" Randolph, der mit 18 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double ablieferte, siegten die Grizzlies mit 94:87 (47:38) in Charlotte.

Bestes Team der NBA

Memphis kann damit eine Bilanz von acht Siegen bei nur einer Niederlage vorweisen und ist aktuell das beste Team der NBA.

Aufbauspieler Mike Conley steuerte 20 Punkte und vier Steals bei und schwärmte von der Teamchemie: "Die letzten beiden Spiel haben wahrhaftig geziegt, welchen Charakter diese Mannschaft hat. Wir spielen wie aus einem Guss."

Auch Grizzlies-Trainer Lionel Hollins zeigte sich vom Zusammenhalt seiner Truppe beeindruckt. "Meine Jungs waren müde, aber sie haben stark verteidigt und die Prüfung bestanden. Das war ein extrem gutes Spiel", lobte der Coach.

Bester Werfer bei den Bobcats war Center Byron Mullens mit 18 Punkten und neun Rebounds.

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