Forward Anthony liegt mit aktuell 26,8 Punkten zwei Zähler über seinem Karriereschnitt © getty

Melo führt New York zum besten Start seit 1993, Brooklyn baut auf "D-Will". Die Raptors siegen dank ihres Triple-Double-Manns

Von Florian Pertsch

München - Die New York Knicks haben ihre Siegesserie in der NBA auf fünf Siege zum Saisonstart ausgebaut.

Gegen die Orlando Magic gab es einen 99:89 (49:53)-Sieg, wodurch das Team von Trainer Mike Woodson den besten Start seit der Saison 1993/94 hingelegt hat (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

In besagter Saison startete das Team aus dem Big Apple mit sieben Siegen in Folge und stürmte mit den New-Yorker-Idolen Patrick Ewing und John Starks bis in die NBA-Finals, wo sich die Knicks allerdings den Houston Rockets mit Hakeem Olajuwon geschlagen geben musste.

Defense ist der Schlüssel zum Erfolg

Einmal mehr war Superstar Carmelo Anthony mit 25 Punkten bester Werfer der Knickerbockers. Zusätzlich schnappte er sich noch acht Rebounds gegen die Mannschaft aus Florida.

"Defense war der Schlüssel. Wir haben sie zu einem langsamen Spiel gezwungen und die Bretter kontrolliert" zeigte sich Anthony mit der Leistung zufrieden.

Eine etwas andere Sicht auf das Spiel hatte Coach Woodson.

Woodson nicht zufrieden

"Wir haben nicht hart genug gespielt. Nur weil sie keine gute Bilanz haben, heißt das nicht, dass sie nicht Basketball spielen können. In der Liga kann jeder jeden schlagen. Das war ein schwer erkämpfter Sieg für uns", mahnte der Trainer.

Unterstützt wurde "Melo" von Aufbauspieler Raymond Felton, der 21 Zähler beisteuerte. J.R. Smith erzielte von der Bank kommend die gleiche Anzahl an Punkten.

Vucevic leifert Double-Double ab

Bei den Magic konnten lediglich Power Forward Nikola Vucevic und J.J. Redick überzeugen.

Der junge Montenegriner holte unter dem Korb zehn Rebounds und sammelte zwölf Punkte für sein Team, Shooting Guard Redick steuerte 18 Zähler und sieben Assists bei.

Fünfte Pleite in Folge

Arron Afflalo, der selbst 13 Punkte erzielte, schimpfte über die Einstellung des Teams:

"Wir müssen den Sieg einfach mehr wollen. Keiner hat den absoluten Siegeswillen gezeigt."

Orlando steht durch die Heimpleite nun bei einer Bilanz von zwei Siegen und fünf Niederlagen.

( 638852 DIASHOW: Die Bilder der 3. Woche ).

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Brooklyn Nets - Cleveland Cavaliers 114:101

Die Brooklyn Nets feierten durch den 114:101 (64:42)-Sieg gegen die Cleveland Cavaliers den dritten Sieg in Folge.

Angeführt von Point Guard Deron Williams, der 26 Punkte und 10 Assists ablieferte, verbesserten die Nets ihre Bilanz auf vier Siege bei zwei Niederlagen.

Backcourt-Kollege Joe Johnson steuerte 25 Zähler zum Erfolg Brooklyns bei und freute sich über die Leistung des Duos.

Johnson und Williams harmonieren

"Das war wahrscheinlich das beste Spiel, das wir bis jetzt zusammen gemacht haben. Ich denke, genau so haben sich die Verantwortlichen das vorgestellt und ich verspreche, es wird nicht das letzte große Spiel und uns beiden sein", versprach der ehemalige Hawks-Shooting-Guard.

Bei den Cavs hielten nur Center Anderson Varejao und Kyrie Irving dagegen. Der Basilianer erzielte 35 Punkte und griff sich zusätzlich 18 Rebounds, der junge Point Guard steuerte 34 Punkte bei. (STATISTIK: Die Tagesbesten der NBA).

Für Clevelands Trainer Byron Scott wurde vor allem die Schwache Defense seines Teams zum Ärgernis: "Die Verteidigung war nicht existent. Wir brauchen mehr Spieler, die den Willen und die Leidenschaft haben, in der Defense ordentlich zu spielen."

Indiana Pacers - Toronto Raptors 82:84

Die Indiana Pacers mussten eine bittere 72:74 (36:46)-Schlappe gegen die Toronto Raptors hinnehmen.

Die Kanadier siegten trotz einer mageren Fünf-Punkte-Vorstellung im letzten Viertel, da Aufbauspieler Jose Calderon eine überragende Leistung ablieferte.

Jazz-Spiel hängt den Raptors in den Knochen

"Wir waren komplett erschöpft, und darum haben wir am Ende die Würfe nicht mehr getroffen. Alle waren wir im Rausch, weil sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten, nur die Beine haben nicht mehr so richtig mitgemacht", erklärte der Point Guard den Einbruch seines Teams, das am Abend zuvor nach drei Verlängerungen gegen die Utah Jazz verloren hatten.

Der Spanier legte mit 13 Punkten, zehn Rebounds und zehn Assists ein Triple Double hin und bescherte den Raptors den zweiten Saisonsieg nach drei Niederlagen in Folge.

Bei den Pacers, die mit der fünften Niederlage ihre schwachen Saisonstart fortsetzten, konnte nur George Hill mit 18 Punkten überzeugen.

Weiterlesen