Durant war vergangene Saison mit 28 Punkten im Schnitt bester Werfer der NBA © getty

Der Thunder-Forward dreht auf und bricht Chicagos Willen mit Nowitzkis Flamingo-Wurf. Die Clippers fertigen Portland ab.

Von Florian Pertsch

München - Kevin Durants Endspurt im letzten Viertel hat den Oklahoma City Thunder den 97:91 (48:47)-Sieg über die Chicago Bulls gesichert.

Der Star des amtierenden Vizemeisters erzielte acht seiner 24 Punkte im vierten Spielabschnitt und hatte somit maßgeblichen Anteil am 31:19-Schlussspurt der Thunder.

"Ich habe zu ihm gesagt, er muss im letzten Abschnitt aggressiver sein. Das ist seine Zeit des Spiels, und jeder weiß das. Er hat die Aufgabe angenommen und seine Würfe getroffen", verriet Spielmacher Russell Westbrook seine Forderung an Durant (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Durant fordert mehr Konstanz

"Durantula" gehorchte seinem Point Guard, wollte den Erfolg aber nicht nur seiner eigenen Leistung zuschreiben.

"Im vierten Viertel haben wir wirklich stark aufgespielt. Wollen wir aber ein richtig gutes Team sein, dann müssen wir die Leistung im kompletten Spiel zeigen", mahnte Durant, der gegen Chicago mit 24 Zählern seinen Saisonbestwert ablieferte.

"Air Congo" dreht auf

In Halbzeit eins war die Partie lange Zeit ausgeglichen, wobei sich die Thunder auf Forward Serge Ibaka verlassen konnten ( 635288 DIASHOW: Die Bilder der 2. Woche ).

"Air Congo" lieferte mit 21 Punkten, neun Rebounds und vier Blocks eine starke Leistung ab und steigerte damit seine Punktausbeute in jedem Spiel der laufenden Saison (4, 7, 14, 17 und 21 Punkte).

Westbrook hatte mit sieben von 22 verwandelten Würfen erneut eine schwache Quote aus dem Feld, steuerte aber immerhin zwölf Assists zum Sieg bei.

Noah zieht seinen Hut vor Durant

Bulls-Center Joakim Noah, der mit neun Punkten, 13 Rebounds und sechs Assists einer der Besten auf Seiten Chicagos war, zeigte sich mit der erbrachten Leistung nicht unzufrieden (STATISTIK: Die Tagesbesten der NBA).

"Wir haben wirklich hart gespielt, aber Durant hat ein paar echt schwere Würfe getroffen. Zudem haben wir zu viele Turnover produziert", erklärte Noah.

Den wohl schwersten Wurf verwandelte Durant gut zwanzig Sekunden vor dem Ende zum 93:89, als er in allerbester Nowitzki-Manier von einem Bein absprang und im Nachhintenfallen aus fünf Metern traf.

Für das Team aus der Windy City lieferte Luol Deng mit 27 Punkten eine starke Partie ab und beendete seine Durststrecke von der Dreipunktlinie.

Deng trifft von Downtown

Vor dem Duell mit Oklahoma City kam der Brite nur auf einen verwandelten Wurf bei elf Versuchen, doch gegen die Thunder lief Deng mit drei von sechs getroffenen Dreiern heiß.

"Lu liefert immer genau das, was wir brauchen. Wenn er punkten muss, dann macht er das", lobte Bulls-Trainer Tom Thibodeau seinen Spieler, musste aber gleichzeitig die Überlegenheit der Thunder eingestehen: "Sie sind sehr schwer zu verteidigen und haben heute einfach die entscheidenden Würfe getroffen."

Die Bulls verpassten durch die Pleite ihren vierten Saisonsieg und stehen nun bei einer Bilanz von drei Siegen und zwei Niederlagen. Die Thunder weisen die gleiche Bilanz auf.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Portland Trail Blazers - Los Angeles Clippers 90:103 (39:60)

In Portland ließen die Gäste aus Los Angeles den Trail Blazers keine Chance.

Die Clippers dominierten das Spiel über weite Strecken und gewannen klar mit 103:90 (60:39).

Bester Werfer für Los Angeles war Jamal Crawford, der von der Bank kommend auf 25 Punkte kam.

Nach einer überzeugenden ersten Hälfte ließ das Team aus Kalifornien die Zügel in der zweiten Halbzeit etwas schleifen und verhalf Portland so zu einer Aufholjagd.

Paul stoppt Aufholjagd

Anfang des vierten Viertels verkürzte Meyers Leonard nach schönem Alley-Oop-Pass von Nicolas Batum zum 82:86, doch dann trat Chris Paul auf den Plan und beendete den Spuk.

"Wir wollten es ein wenig spannend machen", witzelte Paul hinterher. Center DeAndre Jordan dagegen fand die Schwächephase nicht ganz so lustig.

"Jeder im Team weiß, was er zu tun hat. Im dritten Viertel waren wir in der Verteidigung zu schläfrig und mussten uns anschließend ziemlich am Riemen reißen" grummelte der Center.

Allzweckwaffe Batum ärgert sich

Der Clippers-Aufbau und Jordan steuerten jeweils 21 Zähler zum Sieg bei. Blake Griffin, der erneut wegen anhaltender Ellenbogen-Probleme mit einer Armbandage spielte, kam auf sieben Punkte und zehn Rebounds.

Beim Team aus Oregon überzeugte Franzose Batum, der 23 Punkten, neun Rebounds und fünf Assists eine starke Partie ablieferte.

"Wir können nicht immmer warten, bis wir 20 Punkte hinten liegen, um gut zu spielen. Wir müssen mal von Anfang an Gas geben", ärgerte sich Batum, der Paul phasenweise exzellent verteidigte.

Die Clippers weisen aktuell eine Bilanz von vier Siegen bei zwei Niederlagen auf, Portland hat zwei Siege und drei Niederlagen auf dem Konto.

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