LeBron James (r.) wurde in den vergangenen vier Jahren dreimal zum MVP gewählt © getty

Miami wahrt gegen Phoenix seine perfekte Heimbilanz. Knicks und Spurs bleiben ungeschlagen. Der Bayern-Flüchtling debütiert.

Von Eric Böhm

München - Die Miami Heat haben auch ihr drittes Heimspiel der Saison souverän gewonnen.

Der Titelverteidiger schlug die Phoenix Suns dank eines überragenden dritten Abschnitts mit 124:99 (65:53).

Durch einen 23:6-Zwischenspurt setzten sich die Heat gegen Ende des Viertels ab und zeigen schon früh ein ungeheuer effizientes Angriffsspiel ( 635288 DIASHOW: Die Bilder der 2. Woche ).

Bei 33 von 47 Körben aus dem Feld gab es einen Assist. MVP LeBron James sammelte 23 Punkte sowie elf Rebounds.

"Das war vielleicht das selbstloseste Team gegen das ich in meiner gesamten NBA-Karriere gespielt habe. Sie verzichten auf gute Würfe, um einem Mitspieler einen besseren zu ermöglichen", schwärmte Suns-Flügelspieler Jared Dudley.

Sonderlob für Chalmers

Miami erzielte im Durchschnitt herausragende 111,8 Punkte pro Partie. Dwyane Wade (22) und Chris Bosh (18) steuerten gewohnte Zahlen bei.

Point Guard Mario Chalmers gab elf Assists und leistete sich nur einen Ballverlust. "Es beginnt mit Rio. Er bindet alle ein. Wir versuchen ihm mit Treffern, Assists zu verschaffen", lobte James.

Chalmers hatte in der vergangenen Saison nie mehr als acht Vorlagen in einer Partie geschafft. Nun gelang ihm schon zweimal eine zweistellige Ausbeute.

Allen knackt 23.000-Marke

Der neue sechste Mann Ray Allen wurde zudem zum 24. NBA-Profi aller Zeiten, der die Schallmauer von 23.000 Zählern durchbrach.

"Es bedeutet mir nicht extrem viel. Es ist einfach eine Anerkennung für alles, was ich in meiner Karriere geschafft habe", meinte Allen.

Das Spiel fand am 24. Geburtstag des ersten Spiels der Heat statt. In der Nacht auf Mittwoch (ab 2.30 Uhr) kommt mit den Brooklyn Nets ein Prüfstein nach South Beach.

Gentry entmutigt

Bei den Suns gelang dem polnischen Center Marcin Gortat ein Double-Double (12 Punkte, 13 Rebounds). Der ehemalige Bamberger P. J. Tucker kam auf vier Zähler.

Reservist Shannon Brown (18) war bester Schütze der Suns, die bisher drei von vier Partien verloren haben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Sie sind unmöglich zu verteidigen. Wir wollten ständig rotieren, aber sie haben überall gefährliche Waffen. Mit Allen ist es noch schlimmer geworden", stöhnte Suns-Coach Alvin Gentry.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

San Antonio Spurs - Indiana Pacers 101:79

Die San Antonio Spurs bestritten durch das 101:79 (47:38) über die Indiana Pacers auch ihr viertes Spiel siegreich und legten damit den besten Start ihrer Geschichte hin.

Für die große Ausgeglichenheit der Texaner spricht der Fakt, dass diesmal die Reservisten Gary Neal (17 Punkte) und Dejuan Blair (14 Zähler, 11 Rebounds) aus dem Kollektiv herausragten.

"Ich bin überrascht, dass wir nach so langer Zeit immer noch Rekorde aufstellen. Das ist toll", sagte der diesmal zurückhaltende Tony Parker (6 Punkte, 7 Assists)

Granger wird vermisst

Für Indiana verbuchte Ex-Spur George Hill 15 Punkte. Bayern-Flüchtling Ben Hansbrough feierte sein NBA-Debüt und markierte in vier Minuten Einsatzzeit auch seinen ersten Korb.

Ohne Topscorer Danny Granger (Knieprobleme) fehlte den Pacers die nötige Feuerkraft. 14 Ballverluste und eine schwache Wurfquote (35 Prozent) waren die Folge.

"Es war keine gute Leistung von uns, aber die Spurs haben auch eine große Qualität", bilanzierte Indianas Cheftrainer Frank Vogel.

Philadelphia 76ers - New York Knicks

Die New York Knicks bleiben weiterhin ungeschlagen. Einen Tag nach dem Heimsieg gegen die 76ers (Bericht) gelang in Philadelphia ein 110:88 (56:48)-Erfolg.

Carmelo Anthony (21 Punkte) war einmal mehr bester Schütze. J.R. Smith (17), Raymond Felton (16) und Tyson Chandler (14) trugen zum besten Saisoneinstand seit 1999 bei.

"Wir haben einen Lauf. Das zeigen auch die 19 verwandelten Freiwürfe ohne Fehler. Es macht riesigen Spaß", freute sich "Melo".

Wallace meldet sich zurück

Veteran Rasheed Wallace war direkt an der Vorentscheidung beteiligt. Der 38-Jährige sammelte acht Punkte und versenkte zum Ende des dritten Viertels fast von der Mittellinie einen Dreier zum 89:68.

"Im Moment haben sie keine Schwachstelle. Wenn sie so weitermachen, ist im Osten mit ihnen zu rechnen", meinte Sixers-Coach Doug Collins.

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