Smith spielte vor New York fün Jahre in Denver, davor zwei Jahre in New Orleans © getty

New York startet furios und verpasst Miami eine Abreibung. Houston huldigt dem Bart, die Thunder finden zurück in die Spur.

Von Florian Pertsch

München - Die New York Knicks haben dem Meister aus Miami eine ordentliche Abreibung verpasst.

Gegen die Heat drehten die Knickerbockers auf und schickten Miami mit einer 104:84-Klatsche (55:44) nach Florida zurück.

Einen besonders guten Abend erwischte New Yorks Star Carmelo Anthony, der 30 Punkte und zehn Rebounds ablieferte. Dies gelang keinem Knicks-Spieler seit Center-Legende Patrick Ewing (1990/91) in einem Auftaktspiel der NBA-Saison.

Von der Bank streute Steve Novak fünf von acht Dreiern ein und kam insgesamt auf 17 Punkte, Raymond Felton steuerte 14 Zähler und neun Assists bei.

Nur Kings James erreicht Normalform

Auf Seiten des Meisters aus Miami erzielte LeBron James 23 Punkte, sieben Rebounds und fünf Assists, Chris Bosh griff sich neben seinen zwölf Punkten auch noch elf Rebounds.

Einziger Lichtblick von der Bank war Rashard Lewis mit 16 Punkten und vier von sechs verwandelten Dreipunktwürfen.

"Der Sieg hatte ein große Bedeutung, für uns, für New York, einfach für jeden", zeigte sich Co-Aufbau Raymond Felton sehr zufrieden ( 633022 DIASHOW: Die Bilder der 1. Woche ).

Aufbau Felton dreht auf

An der Seite von Ex-Maverick Jason Kidd lieferte der 28-Jährige eine klasse Partie ab und verhalf den Knickerbockers zu einem fulminanten ersten Viertel, das mit 33:17 an New York ging.

Der Meister aus Miami zeigte sich sichtlich beeindruckt und konnte lediglich die zweiten zwölf Minuten für sich entscheiden (27:22).

"Vom Tip-Off weg war die unterschiedliche Intensität spürbar", erklärte der genervte Heat-Coach Erik Spoelstra: "Sie haben uns so gut wie immer auf dem falschen Fuß erwischt und sehr guten Basketball gespielt."

New York überrumpelte die Star-Truppe aus Florida mit einem Zehn-Punkte-Run Ende des ersten Viertels zum vorentscheidenden 30:12.

Oldie Wallace trifft von Downtown

Anthony traf aus allen Lagen, darunter auch zwei Dreier (insgesamt vier von acht) im so wichtigen Zwischenspurt. J.R. Smith streute ebenfalls zwei Distanzwürfe jenseits der 6,75 Meter ein und auch Forward-Oldie Rasheed Wallace traf kurz vor dem Ende ein Mal (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Die Knicks versenkten 19 von 36 Dreipunktversuchen, spielten mehr Assists und leisteten sich weniger Turnover als der Meister aus Florida, doch bis auf Spoelstra blieb der Rest der Heat halbwegs gelassen.

Dwyane Wades Gedanken waren viel mehr bei den Opfern des Wirbelsturms: "Als wir auf dem Weg zu Halle im Stau standen, dachte ich nur: 'Ernsthaft, was machen wir hier. Heute sollte kein Basketballspiel stattfinden. Wenn wir schon hier sind, dann um den Leuten in New York zu helfen'."

Um New Yorks Freude über den Sieg noch ein wenig zu vergrößern, spendete Wade seinen Game Check von 210.000 Dollar für wohltätige Zwecke.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Atlanta Hawks - Houston Rockets 102:109 (44:53)

In Atlanta gingen unterdessen die James-Harden-Wochen weiter. Der zu den Houston Rockets gedraftete Vizemeister der Thunder führte die Texaner mit 45 Punkten und sieben Rebounds zum 109:102-Sieg (53:44) bei den Hawks.

Harden, der einen neuen persönlichen Punkterekord aufstellte, freute sich über die neue Rollen bei den Texanern: "Die Offense läuft nun hauptsächlich über mich. Das ist zwar komplett neu für mich, aber es fühlt sich gut an, und ich werde mich daran gewöhnen."

Ex-Knickerbocker Lin in Texas angekommen

Houstons zweite Neuverpflichtung, Point Guard Jeremy Lin, schrammte nur knapp an einem Triple Double vorbei. Der Shooting-Star der vergangenen Saison steuerte 21 Punkte, zehn Rebounds und sieben Assists zum Sieg der Rockets bei.

In Georgia herrschte hingegen Ernüchterung nach der Heimpleite. "Wir versuchen weiterhin unsere Identität zu finden. Das wird wohl noch eine Weile dauern", erklärte Hawks-Trainer Larry Drew.

Josh Smith, der nach dem Abgang von All-Star Joe Johnson die Führungsrolle übernehmen muss, kam auf 18 Punkte und zehn Rebounds, von der Bank unterstützte ihn Neuverpflichtung Lou Williams mit 22 Zählern.

Oklahoma City Thunder - Portland Trail Blazers 106:92 (49:42)

Die Oklahoma City Thunder haben ihre bittere Auftaktniederlage gegen die San Antonio Spurs verdaut und gewannen ihr erstes Heimspiel der Saison gegen die Portland Trail Blazers mit 106:92 (49:42).

Vor allem Russell Westbrook hatte einiges gut zu machen, nachdem er gegen die Texaner mit vielen eigensinnigen Aktionen die Niederlage maßgeblich mitverschuldet hatte.

Westbrook stark verbessert

Gegen das Team aus Oregon lieferte der Point Guard 32 Punkte, sechs Assists und fünf Rebounds ab. Unterstützung bekam er vom zweiten Star des Teams, Kevin Durant.

Durantula erzielte zwar "nur" 23 Punkte, griff dafür aber beeindruckende 17 Rebounds ab. Neuverpflichtung Kevin Martin beschrieb Portlands Dilemma präzise: "Sie haben die Wahl, welche Bestrafung sie sich aussuchen. Wir alle sind es gewohnt, in dieser Liga zu punkten", erklärte der Ex-King, der selbst auf 19 Punkte in seinem zweiten Saisonspiel für die Thunder kam.

Für die Trail Blazers überzeugten lediglich Power Forward LaMarcus Aldrige, der mit 22 Punkten und 15 Rebounds ein Double Double ablieferte, und Rookie-Guard Damian Lillard mit 21 Punkten und sieben Assists.

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