In der Serie gegen die Pacers legte Wade 23,2 Punkte im Schnitt auf © getty

Der Galaabend von Wade ist zu viel für die Pacers und egalisiert einen Vereinsrekord. Indianas Kettenhund Granger bleibt blass.

Von Florian Pertsch

München/Indianapolis - Die Miami Heat haben in den NBA-Playoffs als erstes Team das Conference Finale des Ostens erreicht.

Mit dem dritten Sieg in Folge bezwang das Team aus Florida in Spiel sechs die Indiana Pacers mit 105:93 (51:53) und setzte sich so in der "Best-of-seven"-Serie mit 4:2 durch (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Überragender Mann bei den Heat war Dwyane Wade, der 41 Punkte erzielte und zehn Rebounds abgriff.

Allein in der ersten Hälfte kam D-Wade auf 26 Punkte, wodurch er mit Tim Hardaway gleichzog, der vor 16 Jahren den Vereinsrekord für die meisten Punkte in einer Hälfte bei den Heat aufgestellt hatte.

Heat kompensieren alle Ausfälle

Nachdem Miami bereits mit 1:2 in der Serie gegen Indiana zurücklag, riss sich das dezimierte Team von Trainer Erik Spoelstra zusammen und legte einen sensationellen Lauf hin.

"In der regulären Saison hatten wir ein paar wirklich gute Spiele, aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals in den Playoffs drei solche Partien in Folge gespielt haben", zeigte sich Dwyane Wade stolz über die Leistung.

Vor allem Wade und LeBron James trugen Miami auf ihren Schultern, nachdem weiterhin Chris Bosh verletzt ausfällt und Udonis Haslem und Dexter Pittman von der NBA für ihre Unsportlichkeiten in Spiel fünf gesperrt wurden (News).

Coach Vogel verneigt sich vor Miami Twice

In den letzten drei Playoff-Partien lieferte Wade 99 Punkte, 22 Rebounds und elf Assists ab.

James wollte diesen beeindruckenden Zahlen in nichts nachstehen und steuerte 98 Punkte, 34 Rebounds und 24 Assists bei ( 558924 DIASHOW: Die Bilder der zweiten Playoff-Runde ).

Indianas Coach Frank Vogel zeigte sich ob der Leistung von Miami Twice fast schon hilflos: "Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob sie überhaupt irgendwer schlagen kann. Seit der dritten Partie spielen sie auf einem sagenhaften Level."

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Pacers brechen im dritten Viertel ein

Dabei sah es für die Pacers in der ersten Hälfte des Spiels gar nicht schlecht aus, denn zur Pause lag Indiana sogar mit zwei Punkten in Front.

Der Knackpunkt des Spiels war das dritte Viertel.

Nach Darren Collisons Ausgleich per Dreier zum 66:66 riss plötzlich der Faden bei den Pacers. Die Heat drehten in den letzten Minuten des dritten Abschnitts mächtig auf und legten einen 13:3-Lauf hin, den Indiana nicht mehr aufholen konnte.

"Sie sind einfach zu gut. Sie nutzen jeden Fehler des Gegners, und wir gingen viel zu sorglos mit dem Ball um. Im dritten Viertel haben sie uns eiskalt erwischt", analysierte Pacer David West die Partie.

Miller bekommt Sonderlob

Der Power Forward war einer der wenigen bei Indiana, der adäquat dagegen hielt und auf 24 Punkte kam. Danny Granger, angeschlagen ins Spiel gegangen, kam auf 15 Punkte, George Hill steuerte 18 Punkte bei.

Ein Sonderlob erhielt nach der Partie Miamis Shooting Guard Mike Miller, der in den ersten fünf Spielen gegen Indiana insgesamt zehn Punkte erzielte und diesmal zwölf Zähler einstreute.

"Er ist der härteste Spieler im ganzen Team"

"Er ist der härteste Spieler im ganzen Team", lobte Dwyane Wade den 32-Jährigen. Das Kompliment bezog sich jedoch nicht auf die Punktausbeute, sondern auf seine körperliche Verfassung.

Sobald Miller nicht auf dem Feld stand, wurde er umgehend vom Physiotherapeuten behandelt und gedehnt, um die Schmerzen im Rücken und den Beinen zu lindern.

Miller und die Heat dürften den Philadelphia 76ers also ziemlich dankbar sein, dass sie gegen die Boston Celtics Spiel sieben (So. ab 2 Uhr LIVESCORES)erzwungen haben, denn damit hat das Team aus Florida vor dem anstehenden Halbfinale etwas Zeit sich zu erholen.

Wer der Gegner der Heat wird, entscheidet sich in der Nacht auf Sonntag in Boston. Das erste Duell in den Eastern-Conference-Finals ist dagegen noch nicht terminiert.

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