Spurs-Routinier Tim Duncan ist von Blake Griffin nicht zu stoppen © getty

Duncan und ein Ersatzspieler lassen L.A. keine Chance. Griffin macht eine Verletzung zu schaffen, CP3 ist ehrlich zu seinem Sohn.

Von Björn Seitner

München/San Antonio - Die San Antonio Spurs sind auch nach ihrer einwöchigen Spielpause weiter voll im Rhythmus.

Nach dem 4:0-Sweep über die Utah Jazz haben die Texaner den Auftakt der zweiten Runde gegen die Los Angeles Clippers locker gewonnen.

Mit 108:92 (57:49) ließ das beste Team des Westens den Clippers keine Chance, feierte den 15. Sieg in Folge und hat damit seit mehr als einen Monat kein NBA-Spiel mehr verloren.

"Es ist schwer zu sagen, ob sie müde waren oder nicht", sagte Spurs-Guard Manu Ginobili zwar über den Gegner.

Dass die Clippers aber nicht auf Top-Niveau spielten, war ihnen nach der anstrengenden ersten Runde gegen die Memphis Grizzlies und dem Sieg in Spiel sieben am Sonntag deutlich anzusehen.

Griffin müde und verletzt

L.A.-Star Blake Griffin erzielte aufgrund von Knieproblemen nur 15 Punkte, genau wie Forward Caron Butler ( 558924 DIASHOW: Die Bilder der zweiten Playoff-Runde ).

Griffin erklärte bereits vor der Partie, nur bei "rund 80 Prozent" zu sein. Der Foward gab zudem an, schnell müde geworden und früh im Spiel mit dem linken Sprunggelenk leicht umgeknickt zu sein.

Bester Werfer der Clippers war Ersatzspieler Eric Bledsoe mit 23 Zählern (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

"Gutes Spiel, Daddy"?

Einen rabenschwarzen Tag erwischte Teamkollege Chris Paul: CP3 traf nur drei von 13 Versuchen aus dem Feld und erzielte sechs Punkte.

Auch wenn Pauls kleiner Sohn das anders sah: "Gutes Spiel, Daddy", sagte der Dreijähirge in der Umkleidekabine (VIDEO: Die Playoff-Highlights aus der Nacht).

Aber Paul entgegnete ihm ohne Umschweife mit der Wahrheit: "Nein, das war ein schlechtes Spiel. Daddy hat schlecht gespielt und einfach zu wenig getroffen."

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Paul ist frustriert über die vergebenen Chancen

Gegenüber den Medien erklärte Paul anschließend, er habe zwar viele gute Wurfmöglichkeiten bekommen, sie aber einfach nicht genutzt: "Das ist am frustrierendsten. Die Chancen zu haben, sie aber nicht zu nutzen. So etwas kann man sich in den Playoffs nicht leisten."

Die Clippers liefen den Spurs von Beginn an hinterher, konnten den Rückstand im Schlussviertel jedoch kurzzeitig auf acht Punkte verkürzen.

Doch Tim Duncan und Ginobili setzten zu einem Schlussspurt an, der San Antonio den elften Sieg mit zweistelligem Punkteabstand der laufenden Siegesserie bescherte.

Scharfschützen-Trio überzeugt

Mit 26 Punkten und zehn Rebounds war Routinier Duncan bester Spieler der Partie. Ginobili steuerte 22 Zähler für die Spurs bei (SERVICE: Die Tagesbesten der Playoffs).

San Antonio überzeugte vor allem aus der Distanz und versenkte 13 Dreier. Ginobili, Daniel Green (16 Punkte) und Kawhi Leonard (16) trafen jeweils drei.

Das Rebound-Duell ging mit 47:34 ebenfalls deutlich an die Texaner.

Schlechter Tag bei Parker

Nur Tony Parker haderte mit seinem Wurf und kam in 38 Minuten Einsatzzeit nur auf sieben Punkte. Acht seiner neun Würfe setzte der Franzose daneben.

Seine Frustration ließ er auch gegenüber den Schiedsrichtern aus, mit denen er vor einem Freiwurf zu diskutieren begann.

Spurs-Coach Gregg Popovich machte dem jedoch schnell ein Ende und rief Parker lauthals zu: "Tony! Wirf!"

Spiel zwei steigt in der Nacht auf Freitag (ab 3.30 Uhr LIVESCORES).

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