LeBron James (r.) stand seit 2005 immer im All-Star Game und einem All-NBA Team © getty

James und Wade dominieren Hälfte zwei des ersten Zweitrunden-Duells mit den Pacers. LBj entnervt ihren Topscorer. Bosh fällt aus.

Von Eric Böhm

München/Miami - Die Miami Heat haben einen erfolgreichen Start in die zweite Runde der NBA-Playoffs hingelegt. (VIDEO: Die Playoff-Highlights aus der Nacht)

Der Topfavorit der Eastern Conference bezwang die Indiana Pacers 95:86 (42:48) und ging in der Best-of-Seven-Serie mit 1:0 in Führung.

Der frischgebackene dreimalige MVP LeBron James lieferte eine der Auszeichnung würdige Vorstellung. Ihm gelangen 32 Punkte, 15 Rebounds sowie fünf Assists. ( 82965 DIASHOW: Alle MVPs der letzten 25 Jahre )

"Das war ein guter Start gegen ein gutes Team. Wir denken jetzt nur an das nächste Spiel und gehen Schritt für Schritt weiter", sagte LBJ.

Pacers geht die Luft aus

In Spiel zwei in der Nacht auf Mittwoch (ab 1 Uhr LIVESCORES) benötigen die Pacers aber eine deutlich bessere Schlussphase, wenn sie den Heimvorteil klauen wollen.

Sie gingen nach einer über weite Strecken sehr guten Vorstellung mit einem Remis ins letzte Viertel. ( 558924 DIASHOW: Die Bilder der zweiten Playoff-Runde )

Dann schalteten James und Dwyane Wade (29 Zähler) jedoch einen Gang hoch. Gemeinsam erzielten sie mehr Punkte als Indianas komplettes Team (20:16).

"Wir sind etwas in Hektik geraten. Sie haben zwei extrem gute Spieler, aber wir haben es ihnen in der zweiten Hälfte auch zu leicht gemacht", bemängelte Indianas David West (17 Zähler, 12 Rebounds).

Bangen um Bosh

James und Wade waren nach der Pause an 48 der 53 Heat-Punkte direkt beteiligt. Drei Freiwürfe und ein Tip-In von Center Joel Anthony kamen ohne ihr Zutun zustande.

Daher fiel es auch nicht ins Gewicht, dass sich der bis dahin gut aufgelegte Chris Bosh (13 Zähler) gegen Ende der ersten Hälfte eine Bauchmuskelzerrung zuzog und nicht weiterspielen konnte.

"Das ist natürlich Pech für uns. Wir haben Chris gesagt, er soll schnell wieder fit werden, wir halten so lang die Stellung", meinte Wade. Wie lange der Power Forward ausfallen wird, muss eine genaue Untersuchung klären.

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Furioser Endspurt

"King" James erzielte acht der letzten neun Heat-Punkte und war so maßgeblich für den entscheidenden 9:1-Endspurt innerhalb der letzten viereinhalb Minuten verantwortlich.

Die Pacers konnten keinen ihrer letzten acht Würfe verwandeln und mussten sich geschlagen geben. (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse)

"Den Ausschlag gab unsere Verteidigung. Als es am Ende des dritten Viertels 70:70 stand, haben wir richtig angezogen. Dann läuft es bei uns auch im Angriff", analysierte James bei "ESPN".

Granger von James abgemeldet

Für James war es das erste Playoff-Spiel mit mindestens 30 Punkten und 15 Rebounds. (SERVICE: Die Tagesbesten der Playoffs)

Wade stellte mit der Teilnahme an seiner 18. Playoff-Serie im Heat-Trikot einen neuen Teamrekord auf.

Bei den Gästen verbuchte All-Star Roy Hibbert 17 Punkte sowie elf Rebounds, hatte jedoch mit Foulproblemen zu kämpfen. Ihr Topscorer Danny Granger (7 Zähler, 1 von 10 aus dem Feld) kam gegen James überhaupt nicht zur Entfaltung.

"Ich weiß nicht, ob er im Angriff eine starke Serie spielen wird. Wenn du es 38 Minuten mit dem MVP zu tun hast, kostet dich das viel Kraft", meinte sein Coach Frank Vogel.

Geldstrafe für Vogel

In der zweiten Hälfte traf Indiana nur noch elf seiner 37 Würfe. "Es war definitiv nicht unser bestes Spiel. Wir haben nicht gut geworfen und unseren Plan am Schluss nicht durchgebracht", bilanzierte Vogel.

Einige Tage vor dem Spiel hatte er für Aufsehen gesorgt, als er Miami vorwarf, sie würden schauspielern, um dem Gegner Fouls anzuhängen.

Dafür wurde er nun mit einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Dollar belegt. Seltsamerweise stimmte ihm Commissioner David Stern in der Begründung indirekt zu.

"Er wollte die Schiedsrichter beeinflussen. Ich hätte ihm eine höhere Strafe aufgebrummt, aber diese Einlagen einiger Spieler müssen Konsequenzen nach sich ziehen. Das ist Betrug", sagte Stern.

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