Amare Stoudemire wechselte 2010 von den Phoenix Suns zu den New York Knicks © imago

Stoudemire bringt die zweite Pleite in Miami auf die Palme. Er verletzt sich am Feuerlöscher-Kasten. Die Kollegen sind geschockt.

Von Hardy Heuer

München - Die Miami Heat haben den New York Knicks mit ihrem zweiten Triumph in der Playoff-Serie wohl den letzten Nerv geraubt (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Anders ist das Highlight des Abends, auch wenn es trauriger Natur war, nicht zu erklären ( 551144 DIASHOW: Die Bilder der ersten Playoff-Runde ).

Knicks-Forward Amare Stoudemire regte sich tierisch über den 104:94 (53:47)-Heimtriumph der Heat auf und lief in der Kabine Amok.

Aus Frust zerschlug er mit der linken Hand die Scheibe des Feuerlöscher-Kastens und zog sich Schnittwunden zu. Diese mussten genäht werden, die Halle verließ der Forward mit einer Schlinge um den Arm.

"Ich bin sehr über mich enttäuscht", ließ Stoudemire über Twitter verlauten: "Ich möchte mich bei den Fans und meinem Team entschuldigen. Ich bin nicht stolz auf meine Aktion."

Ausfall droht

Sollte er auch nicht sein: "STAT" wird in Spiel 3 (Fr., ab 1 Uhr LIVESCORES) "ziemlich sicher" ausfallen, wie eine Quelle "ESPN" mitteilte: "Er war einfach frustriert".

Seine Mitspieler sind geschockt. "Ich weiß nicht was passiert ist. Ich war noch auf dem Feld", erklärte Anthony, der auf 30 Zähler und neun Rebounds kam.

Tyson Chandler plant bereits ohne Stoudemire. "Er wird wahrscheinlich fehlen. Ich weiß nicht wie schlimm es ist", meinte der Center, brachte aber Verständnis auf:

"Die Emotionen gehen hoch. In einem Bruchteil einer Sekunde können sich Entscheidungen verändern. Man kann niemandem die Schuld dafür geben."

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"Wir sind frustriert"

Stoudemires Bärendienst könnte jedoch gleichzeitig das Aus für die Knicks bedeuten.

Einen 0:2-Rückstand gegen die Heat aufzuholen scheint schwer genug, ohne Stoudemire fast unmöglich.

"Wir sind frustriert, müssen aber mit den Auswirkungen zurechtkommen", sagte Chandler, der 13 Punkte und 7 Rebounds verbuchte.

Heat zu stark

Bis ins dritte Viertel hielten die Knicks einigermaßen mit.

Baron Davis mit einem Dreier und Chandler per Dunk brachten New York auf vier Zähler heran (54:58).

Doch Mario Chalmers konterte ebenfalls mit einem Dreier und Miami zog davon.

Schließlich ließen Dwyane Wade (25 Punkte), Chris Bosh (21 Punkte), und LeBron James (19 Punkte, 9 Assists) nichts mehr anbrennen (SERVICE: Die Tagesbesten der Playoffs).

SPORT1 fasst das weitere Playoff-Geschehen aus der NBA zusammen:

Indiana Pacers - Orlando Magic 93:78 (42:44)

Ein besseres Ende als die Knicks erlebten die Indiana Pacers.

In der Serie gegen die Orlando Magic, die ohne ihren verletzten All-Star Dwight Howard auskommen mussten, glich Indiana mit einem 93:78 (42:44)-Heimsieg zum 1:1 aus.

David West (18 Punkte, 11 Rebounds) erzielte ein Double-Double. Bei den Magic tat es ihm Glen Davis (18 Punkte, 10 Rebounds) gleich.

"Im dritten Viertel haben sie uns den Hintern versohlt. Sie haben sich jeden verlorenen Ball geschnappt", ärgerte sich der Magic-Center. Orlando leistete sich ganze 16 Turnover.

Spiel 3 steigt am Donnerstag (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) in Orlando.

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