Danny Granger (r.) ist mit 18,4 Punkten im Schnitt Top-Scorer der Pacers © getty

New York gibt trotz einer "Melo"-Gala den Sieg in Indiana aus der Hand. Ein Lakers-Duo knackt die Nets. Memphis siegt erneut.

Von Björn Seitner

München - Bittere Pleite für die New York Knicks:

Das Team aus dem "Big Apple" verlor bei den Indiana Pacers trotz einer 17-Punkte-Führung kurz vor Ende des Schlussviertels noch mit 104:112 (59:51) und musste einen Rückschlag im Kampf um die Playoffs hinnehmen.

Mit einer Bilanz von 27 Siegen bei ebensovielen Niederlagen liegen die Knicks in der Eastern Conference auf Rang acht, dicht gefolgt von den Milwaukee Bucks (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Wir haben uns mit der Führung zufriedengegeben. Die Pacers dagegen haben im letzten Viertel richtig hart gespielt", sagte Carmelo Anthony, für den die Pleite "unverzeihlich" war.

Knicks ohne "STAT" und Lin

New York musste allerdings erneut auf die beiden Superstars Amare Stoudemire und Jeremy Lin verzichten.

"STAT" fehlte wegen Rückenproblemen bereits zum fünften Mal in Folge. "Linsanity" muss am Knie operiert werden und wird in der Regular Season nicht mehr auf das Parkett zurückkehren.

Eine Minute vor Ende des dritten Abschnitts besorgte Steve Novak (neun Punkte) mit einem Dreier zum 87:70 die größte Führung New Yorks, doch die Pacers gaben sich nicht auf.

Granger wie Miller

Vor allem dank Small Forward Danny Granger, der 14 seiner 27 Punkte im Schlussviertel erzielte, glich Indiana sechseinhalb Minuten vor Ende der Partie aus und konnte das Spiel noch für sich entscheiden.

Einen Tag nach der Bekanntgabe der Aufnahme von Pacers-Legende Reggie Miller in die Hall of Fame, zeigte Granger in bester Scharfschützen-Manier eine überragende Leistung von der Dreierlinie: Er traf fünf von acht Versuchen aus der Distanz.

"Ein Treffer nach dem anderen - mein Tribut an Reggie Miller", sagte der 28-Jährige ( 538811 DIASHOW: Die Bilder der 15. NBA-Woche ).

Knicks brechen im Schlussviertel ein

Die Pacers festigten mit dem 32. Saisonsieg Rang drei in der Eastern Conference hinter Chicago und Miami.

"Es ist Playoff-Zeit und wir müssen den Schwung mitnehmen. Zum ersten Mal seit Jahren haben wir ein wirklich gutes Team", erklärte Granger, der seit 2005 bei den Pacers spielt.

Auch Paul George trumpfte im Schlussviertel, das mit 40:17 an Indiana ging, mit zwölf seiner 18 Punkte auf (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

"Sie haben einen unglaublichen Lauf hingelegt", gab Anthony zu, der mit 39 Punkten und zehn Rebounds klar bester Akteur des Abends war.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Los Angeles Lakers - New Jersey Nets 91:87

Im Westen haben die Los Angeles Lakers ebenfalls Rang drei gefestigt.

Das Team um Superstar Kobe Bryant setzte sich mit 91:87 (58:45) gegen die New Jersey Nets durch. Die "Black Mamba" war mit 24 Punkten bester Werfer seines Teams.

Der wichtigste Korb des Spiels gelang Bryant sieben Sekunden vor Schluss mit einem Treffer deutlich hinter der Dreierlinie.

Nets mit Aufholjagd

"Das war einfach einer dieser berüchtigten Würfe. Die Basketball-Götter waren heute auf unserer Seite", erklärte der Superstar.

Zehn Minuten vor Schluss lagen die Lakers noch mit zwölf Zählern vorne, kamen aber ins Straucheln, da Nets-Guard Deron Williams (20 Punkte) aufdrehte.

Mit einem Dreier beendete er einen 18:6-Lauf New Jerseys zum 86:86.

Gasol kompensiert Bynum-Ausfall

"Ich habe meinen Jungs gesagt: Wenn wir unter zehn, unter acht, unter sechs Punkte kommen, haben wir eine Chance. Aber Kobe war bei dem entscheidenden Wurf ganz frei, und jeder wusste, dass er ihn nehmen würde", sagte Nets-Coach Avery Johnson.

Das Fehlen von Stamm-Center Andrew Bynum (Sprunggelenksverletzung) auf Seiten der Lakers kompensierte auch Pau Gasol mit 22 Zähler und zwölf Rebounds.

Bei den Nets, die im Osten nur auf Platz elf liegen, war Kris Humphries mit 18 Punkten und 15 Rebounds bester Mann.

Memphis Grizzlies - Golden State Warriors 98:94

Die Memphis Grizzlies, direkter Konkurrent der Dallas Mavericks im Kampf um die Playoffs, haben den nächsten Sieg eingefahren.

Nach den Erfolgen gegen die Milwaukee Bucks und die Oklahoma City Thunder (Bericht) setzten sich die Grizzlies auch gegen die Golden State Warriors durch und gewannen mit 98:94 (50:50).

Dank 18 Punkten von Mike Conley und 19 Zählern von O.J. Mayo bleibt Memphis im Westen auf Rang fünf, einen Platz vor den Mavs.

70 Prozent Trefferquote im Schlussviertel

Die Grizzlies holten zu Beginn des Schlussviertels einen Zwölf-Punkte-Rückstand auf. "Wir haben uns gesagt: 'Wir dürfen das Spiel nicht verlieren, sonst war der Sieg gegen Oklahoma City nichts Wert'", erklärte Conley den ehrgeizigen Schlussspurt.

Rund 70 Prozent ihrer Würfe trafen die Grizzlies im letzten Abschnitt, den sie mit 28:15 für sich entscheiden konnten.

Bei den Warriors punktete von den Startern nur David Lee zweistellig (22 Zähler). Golden State hat als 13. im Westen nur noch minimale Chancen auf die K.o.-Runde.

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