Le Bron James (M.) ist mit 26,5 Punkten im Schnitt derzeit drittbester Scorer © getty

LBJ führt die Heat mit seiner Saisonbestleistung vorzeitig in die K.o.-Runde. Drei Teamkollegen haben Grund zu feiern.

Von Björn Seitner

München/Miami - 14 Spiele vor Ende der Regular Season haben die Miami Heat die NBA-Playoffs erreicht.

LeBron James führte den Vizemeister mit seiner Saisonbestleistung von 41 Punkten, sechs Rebounds und vier Assists zum 99:93 (51:54)-Erfolg gegen die Philadelphia 76ers.

"Es war harte Arbeit, sehr harte Arbeit", gab Heat-Coach Erik Spoelstra nach dem 38. Saisonsieg zu.

Miami ist nach den Conference-Spitzenreitern Chicago Bulls und Oklahoma City Thunder das dritte Team, das vorzeitig das K.o.-Runden-Ticket buchen konnte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Drei Heat-Spieler dürfen feiern

Grund zu jubeln aufgrund persönlicher Bestmarken hatten neben "King" James auch drei weitere Heat-Akteure:

Mario Chalmers erzielte 19 Punkte und gab vier Vorlagen, womit der Point Guard die 1000-Assist-Marke knackte ( 538811 DIASHOW: Die Bilder der 15. NBA-Woche ).

Udonis Haslem überzeugte mit elf Rebounds (acht in der Verteidigung) und verdrängte Alonzo Mourning (3302) in Sachen Defensiv-Rebounds von der Spitzenposition in Miami.

Center Ronny Turiaf gelang zudem der 500. Block seiner Karriere.

Iguodala am Auge verletzt

Die Heat mussten sich den 16. Heimsieg in Folge und den elften Erfolg gegen die Sixers in Serie hart erkämpfen, lagen zur Halbzeit sogar knapp zurück.

Der Knackpunkt der Partie ereignete sich 4:42 Minuten vor Ende des dritten Viertels: Chalmers traf Andre Iguodala beim Versuch der Balleroberung am linken Auge.

Der Sixers-Forward musste vom Feld und anschließend in der Kabine behandelt werden. "Ich dachte, ich würde mein Auge verlieren. Es tat wirklich unheimlich weh. Für zehn Minuten hatte ich wahnsinnige Kopfschmerzen", erklärte Iguodala, der bis zu diesem Zeitpunkt auf elf Punkte gekommen war.

James trumpft im Schlussviertel auf

Viel relevanter war sein Ausfall aber für die Defensiv-Arbeit der Gäste. Iguodala hielt James bis Mitte des dritten Viertels bei 20 Punkten, anschließend konnte LBJ richtig aufdrehen.

Bei einem 8:2-Lauf Miamis kurz vor Ende des dritten Abschnitts brachte er sein Team mit sechs Zählern mit 76:66 in Front.

Im Schlussviertel kam "Philly" zwar noch einmal auf drei Punkte heran, James konterte jedoch mit drei Sprungwürfen und vier Treffern von der Freiwurflinie in Folge.

14 seiner 41 Zähler gelangen dem achtmaligen All-Star, dem in der Crunch Time sonst häufig die Nerven versagen, im Schlussviertel.

"Wichtigster Treffer" von Battier

Die laut James "vermutlich wichtigste Aktion des Spiels" gelang jedoch Shane Battier mit einem Offensiv-Rebound nach einem Fehlwurf seines prominenten Teamkollegen.

"Ich bin gleich zu Shane gegangen, um ihm zu sagen, wie wichtig das war", sagte James.

Battier stand für den am Knie verletzten Dwyane Wade in Miamis Startformation. Ohne "D-Wade" weisen die Heat neun Siege bei nur einer Niederlage auf.

Brand und Holiday enttäuschen

Bester Scorer der 76ers war Shooting Guard Evan Turner mit 26 Punkten und acht Rebounds. Auch Lou Williams erzielte starke 18 Punkte von der Bank.

Die Starter Elton Brand und Jrue Holiday konnten mit jeweils acht Zählern dagegen nicht überzeugen.

Philadelphia bleibt nach der 24. Saisonniederlage im Osten auf Rang sieben.

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