Blake Griffin (r.) wurde 2011 zum Rookie des Jahres gewählt © getty

Die Clippers schlagen Utah und erinnern an 2006. Trotz Flaute: Bryant rettet die Lakers. New York kompensiert den Lin-Schock.

Von Eric Böhm

München - Bei den Los Angeles Clippers läuft es nach einer längeren Schwächephase plötzlich wieder.

Gegen die Utah Jazz gewannen die Kalifornier 105:96 (57:45) und feierten zum ersten Mal seit 2006 fünf Siege hintereinander ( 535844 DIASHOW: Die Bilder der 14. NBA-Woche ).

Die All-Stars Chris Paul (26 Punkte) und Blake Griffin (24) waren die herausragenden Spieler auf dem Parkett.

"Die fünf Siege sind kein großer Meilenstein. Wir wollen mehr erreichen. Wir erwarten Siege von uns. Die Einstellung hier ändert sich langsam. Das ist gut", sagte Paul.

Paul schafft Clippers-Rekord

"CP3" gab zudem sechs Vorlagen. Der Point Guard übertraf dadurch mit 185 Assists im März den Teamrekord für einen Monat von Norm Nixon aus dem Jahr 1983.

"Jeder hat getroffen. Sie sind ein ungeheuer aktives Team. Chris Paul macht jeden Mitspieler besser. Er ist einfach so ein Typ", zog Utahs Al Jefferson den Hut.

Ein 12:4-Zwischenspurt in der Mitte des dritten Viertels brachte die Entscheidung, näher als auf acht Punkte kamen die Jazz in der Folge nicht mehr.

Topspiel gegen die Mavs

In der Nacht auf Dienstag steht für den Vierten der Western Conference (31 Siege - 21 Niederlagen) ein extrem wichtiges Spiel bei Verfolger Dallas (30:23) auf dem Programm (ab 2.30 Uhr LIVESCORES).

Das Aufeinandertreffen mit Dirk Nowitzkis Meisterteam könnte zur Vorschau für ein Erstrundenduell in den Playoffs werden.

"Es ist extrem wichtig, denn es könnte den Unterschied zwischen Rang vier unf fünf ausmachen", fiebert Griffin, der den Heimvorteil in einer eventuellen Serie im Blick hat.

Utah verliert an Boden

Die Jazz (27:26) müssen dagegen voraussichtlich bis zum letzten Spieltag um die Teilnahme an der K.o.-Runde kämpfen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Die dritte Niederlage in Folge hat den Rückstand auf Denver und Houston (beide 28:24), die auf den letzten Playoff-Plätzen rangieren, anschwellen lassen.

"Nach dem ersten Viertel haben wir eigentlich ganz ordentlich verteidigt, aber sie waren nicht zu stoppen", ärgerte sich Jefferson.

Der Center (26 Zähler) schwang sich zu Utahs bestem Schützen auf. Paul Millsap steuerte 18 Punkte bei.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Los Angeles Lakers - New Orleans Hornets 88:85

Die Los Angeles Lakers vermieden beim 88:85 (43:39) über die New Orleans Hornets nur hauchdünn eine Blamage.

Gegen das Schlusslicht der Western Conference verfehlte Superstar Kobe Bryant (elf Punkte) zwar seine ersten 15 Würfe, versenkte aber 20 Sekunden vor Schluss den Dreier zum 86:85.

"Ich bin stur. Diese Einstellung brauchst du, um Meisterschaften zu gewinnen. Hätte ich den nicht getroffen, hätten sie mich gekillt", erklärte "Black Mamba"

Der starke Jarrett Jack (18 Zähler, zehn Assists) verpasste im Anschluss den Konter für die Hornets. Pau Gasol blockte Jason Smiths Verzweiflungsdreier mit der Schlusssirene.

Kaman weiter krank

Die drittplatzierten Lakers (32:20) verteidigten nach einer über weite Strecken schwachen Vorstellung somit ihren hauchdünnen Vorsprung auf die Clippers.

Europameister Gasol (21 Punkte, elf Rebounds) und Center Andrew Bynum (19, 10) lieferten Double-Doubles.

New Orleans musste wegen einer hartnäckigen Bronchitis weiter auf Deutschlands Nationalspieler Chris Kaman verzichten.

New York Knicks - Cleveland Cavaliers 91:75

Die New York Knicks schlugen die Cleveland Cavaliers 91:75 (46:38), mussten aber eine Hiobsbotschaft entgegennehmen.

Ihr Shooting Star Jeremy Lin lässt sich am Meniskus operieren und fällt für den Rest der regulären Saison aus, er könnte frühestens im Mai wieder eingreifen.

"Das machen gute Teams. Sie gewinnen Spiele, egal wer fehlt. Diese Einstellung müssen wir bewahren", forderte Center Tyson Chandler (14 Zähler, zwölf Rebounds).

Smith dreht auf

In Lins Abwesenheit glänzten vor allem Bankspieler J.R. Smith (20 Punkte) und All-Star Carmelo Anthony (19).

Neben dem etatmäßigen Point Guard fehlt auch Amare Stoudemire (Rückenprobleme), aber Smith sprang wirkungsvoll in die Bresche. Er sammelte zusätzlich neun Rebounds und fünf Steals.

"J.R. hat diese Fähigkeiten. Jetzt brauchen wir ihn von der Bank dringender denn je. Er hat fantastisch gespielt. Das muss er immer bringen", meinte Anthony.

Die Knicks (27:26) liefern sich aktuell mit den Milwaukee Bucks (24:28) einen Zweikampf um den letzten Playoff-Platz in der Eastern Conference.

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