Tony Parker (r.) stand mit Frankreichs Nationalteam 2011 im EM-Finale © getty

Die Texaner setzen ihren starken Lauf auch gegen Indiana fort. Tim Duncan überragt. Die Horror-Serie der Pacers geht weiter.

Von Eric Böhm

München/San Antonio - Die San Antonio Spurs bleiben das heißeste Team der NBA.

Der viermalige Meister bezwang die Indiana Pacers 112:103 (64:48) und holte sich den siebten Sieg in Folge. Von den vergangenen elf Partien wurde nur eine verloren ( 535844 DIASHOW: Die Bilder der 14. NBA-Woche ).

Routinier Tim Duncan war mit 23 Punkten sowie elf Rebounds der stärkste Akteur des Tabellenzweiten der Western Conference.

"Ich glaube, wir haben das Spiel sehr gut nach Hause gebracht. Der Ball lief sehr gut", gab sich Duncan im Anschluss gewohnt nüchtern.

Duncan in Topform

Seit er zu Wochenbeginn gegen Philadelphia pausierte - auf dem Spielberichtsbogen hatte lapidar "alt" gestanden - zeigt der fast 36-Jährige, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

In den vergangenen drei Partien kommt Duncan durchschnittlich auf 22,3 Zähler sowie 10,0 Rebounds.

Diese starke Präsenz kommt zum richtigen Zeitpunkt, schließlich absolvieren die Spurs ihre letzten 16 Spiele innerhalb von lediglich 23 Tagen.

Popovich setzt sich durch

Coach Gregg Popovich hat offenbar die richtigen Lehren aus dem Playoff-Aus 2011 gezogen - San Antonio scheiterte als topgesetztes Team in der ersten Runde an Memphis.

Gegen den Willen seiner Stars gibt er ihnen regelmäßig Ruhepausen, um sie für die K.o.-Runde frisch zu halten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Ich muss immer gegen Timmy und Manu (Ginobili, Anm. der Red.) kämpfen. Einige Schlachten habe ich gewonnen", meinte Popovich.

Bank trumpft auf

Eine wichtige Rolle spielt dabei die kurzfristig verstärkte Bank. Neben Stephen Jackson - er gewann mit den Spurs 2003 schon eine Meisterschaft - kamen auch Forward Boris Diaw und Aufbauspieler Patty Mills.

Die Reservisten zeigten auch gegen Indiana ihre Klasse und erzielten deutlich mehr Punkte als ihre Kontrahenten (52:29).

"Je öfter wir zusammenspielen, desto deutlicher wird, wie tief unsere Mannschaft besetzt ist", sagte Jackson. Acht Spieler markierten mindestens sieben Zähler.

In früheren Jahren waren die Spurs während der Saison nicht ansatzweise so aktiv auf dem Transfermarkt. Popovich, der auch als Teampräsident fungiert, hat sich der Situation und dem vollen Terminkalender erfolgreich angepasst.

Spurs treffen aus allen Lagen

In dieser Form ist selbst Spitzenreiter Oklahoma City (39 Siege - 12 Niederlagen) für San Antonio (36:14) noch in Reichweite.

Eine Vorentscheidung fiel bereits im zweiten Viertel, als die Spurs einen ungeahnten Angriffswirbel entfachten und sich auf 55:33 absetzten.

Point Guard Tony Parker und Ginobili steuerten jeweils 18 Zähler bei. Die 39 Punkte in den zweiten zwölf Minuten bedeuteten Saisonrekord.

San Antonio bleibt Pacers-Angstgegner

Die Pacers kämpften sich zwar fünf Minuten vor Schluss auf sieben Punkte heran, ein 7:2-Lauf San Antonios raubte ihnen jedoch alle Hoffnungen auf einen Auswärtserfolg.

Beim aktuellen Fünften der Eastern Conference (30:21) waren Danny Granger und Paul George (jeweils 18 Punkte) die besten Schützen.

Indiana kassierte gegen die Spurs die neunte Pleite in Folge. Die Playoff-Teilnahme ist dennoch nicht gefährdet.

"Trotzdem müssen wir von den letzten 14, 15 Spielen mindestens zwölf gewinnen, um mit einem guten Gefühlt in die Playoffs zu gehen", forderte Granger.

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